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Vermischtes
»Google Street View«: Die ersten
Kehler Häuser sind bereits im Netz -"Langer Trudpert" und
weitere Gebäude zu sehen
Die
Google-Streetview-Aufnahmen sind in Baden-Württemberg
unterbrochen. Die Silhouette von Kehl entlang des Rheins mit
»Langem Trudpert« und Villa Schmidt ist aber bereits im Netz zu
sehen.
von Katerina Fragidou
Quelle: baden-online.de
Kehl. Ob
Frankreich, Spanien, Holland oder die USA: Mit einem einfachen
Klick können Internetnutzer auf dem Routenplaner »Googlemaps«
mit der »Streetview«-Funktion bereits 19 Länder genau unter die
Lupe nehmen. Und noch in diesem Jahr will Google mit seinem
Streetview-Projekt auch in Deutschland an den Start.
Damit Internetnutzer sich dann Fotos von Straßenzügen aus dem
ganzen Land anschauen können, werden bundesweit Aufnahmen
gemacht, unter anderem auch im Ortenaukreis. Erst vor wenigen
Wochen wurde in Kehl zum ersten Mal das berühmte Google-Auto,
ein Pkw mit imposantem Kameraaufbau auf dem Dach, gesichtet.
Zurzeit allerdings sind Streetview-Aufnahmen in
Baden-Württemberg unterbrochen, wie am Pfingstsamstag in den
Nachrichten verbreitet wurde. Gründe sollen demnach von Google
nicht genannt worden sein.

©
welt.de
Mit solchen
Fahrzeugen fotografiert Google derzeit die Örtlichkeiten dieser
Welt.
Zwar ist Google jetzt schon seit langem in Deutschland unterwegs
und hat bereits etliche Straßen und Gebäude geknipst,
veröffentlicht werden sollen die Bilder jedoch erst Ende des
Jahres. Der Konzern arbeitet nämlich noch an einer Funktion, die
es ermöglicht, denjenigen Hausbesitzern, die im Vorfeld
Widerspruch einlegen, ein entsprechendes Luftbild ihres Hauses
zuzuschicken.
Gegen
Veröffentlichung
Um die Veröffentlichung der Aufnahmen zu verhindern, müssen die
Betroffenen dann bestätigen, dass es sich auf dem Bild auch
wirklich um das richtige Haus handelt. »Bevor diese Funktion
nicht entwickelt wurde, werden wir in Deutschland auch nicht
starten«, informiert Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google
Deutschland.
Zwar wurde
Streetview in Deutschland offiziell noch nicht gestartet, jedoch
findet man bereits jetzt schon erste Aufnahmen von Kehler
Gebäuden im Netz: Geht man bei »Googlemaps« auf Straßburg und
klickt dann mit dem beweglichen Streetview-Männchen auf die
Europabrücke, so erkennt man etwa das Hochhaus, auch der »Lange
Trudpert« genannt nach dem in der Bauzeit amtierenden
Oberbürgermeister Trudpert Müller. Zahlreiche andere Gebäude in
Kehl wie Villa Schmidt sind deutlich im Hintergrund der
Rundumaufnahmen aus Richtung Straßburg zu sehen. Das Ganze kann
mit der Zoomfunktion noch vergrößert werden.
Wie aber reagiert
Google darauf, dass bereits Streetview-Aufnahmen von deutschen
Häusern im Internet zu finden sind, obwohl es Streetview
Deutschland noch gar nicht gibt? Keuchel jedenfalls wusste noch
nicht einmal von den Fotos. Der Pressesprecher sieht indes kein
Problem darin, dass Aufnahmen von deutschen Häusern schon im
Netz existieren, obwohl die Hausbesitzer nichts von der
Knipserei für Streetview Frankreich wissen konnten, aber
vielleicht etwas gegen die Veröffentlichung dieser Aufnahmen
gehabt hätten.
Für den
Google-Pressesprecher ist das alles ganz einfach: Schließlich
könne man ja unter der »Problem melden«-Funktion auf der
Internetseite jederzeit beantragen, dass ein Bild, das einem
irgendwie anstößig vorkomme, gelöscht werde. Und rechtlich gebe
es da überhaupt kein Problem: Es sei ja nicht verboten, diese
Bilder zu machen. Google Streetview sei ja schließlich nicht
verboten.

Klickt der
Internetnutzer bei »Googlemaps« auf Straßburg, dann erhält er
auch aus Richtung Frankreich einen Blick auf die Europabrücke
und ans Kehler Rheinufer beispielsweise mit Hochhaus und Villa
Schmidt.
weiter zu: "20 Fragen
und Antworten rund um Google Street View"...
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