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Vermischtes

20 Fragen & Antworten rund um »Google Street View«

Quelle: www.google.de


Wo werden in Deutschland die nächsten Aufnahmen gemacht?

Im Mai und Juni beabsichtigen wir, u. a. im Ortenaukreis, Aufnahmen für Street View zu machen. Derzeit sind die Fahrten jedoch bis auf Weiteres unterbrochen.

Wo waren unsere Fahrzeuge bereits?

In Deutschland werden bereits seit 2008 für Street View Foto-Aufnahmen gemacht, so dass Fahrzeuge schon in allen Landkreisen und kreisfreien Städten unterwegs waren. Grundsätzlich ist es unser Ziel, von allen öffentlichen Straßen Aufnahmen zur Verfügung zu stellen. 2010 werden im Wesentlichen nur noch Lücken gefüllt und Fahrten dort wiederholt, wo es technische Probleme mit dem Bildmaterial gab.

Wann ist Street View in Deutschland verfügbar?

Google hat gegenüber dem Hamburgischen Datenschutzbeauftragten zugesagt, dass eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden, bevor Street View-Bilder in Deutschland veröffentlicht werden. Die Umsetzung dieser Zusagen ist technisch aufwändig, so dass wir einen genauen Termin für den Start von Street View in Deutschland leider noch nicht nennen können. Wir hoffen allerdings, dass der Starttermin noch im Jahr 2010 liegt.

Welche Fahrzeuge werden eingesetzt?

Bei der Einführung von Street View wurde ein Van zum Aufnehmen von Bildern eingesetzt.
Seit der Einführung im Jahr 2007 wurde Street View auf zahlreiche Städte, Straßen, Nationalparks und sogar Fahrradwege ausgeweitet. Derzeit ist Street View für nahezu ein Dutzend Länder in Nordamerika, Europa und den Asien-Pazifik-Raum verfügbar. Ein derartig hohes Niveau erforderte eine flexible und hochentwickelte Technologie.
Der Van wurde durch ein Auto ersetzt. Wir haben an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt und mehrere Millionen Bilder aufgenommen.
Kürzlich haben wir unsere Flotte mit einem neuen Fahrzeug ergänzt, das wir "Trike" nennen. Dafür haben wir die Geräte, die wir auch in unseren Street View-Fahrzeugen verwenden, am hinteren Teil eines Dreirads angebracht, das nun ein wenig an einen Eiswagen erinnert. Mit dem Trike erreichen wir Gebiete, die mit dem Auto nicht zugänglich sind, z. B. Wanderwege, Fahrradwege oder Universitätsgelände.
Unsere aktuellen Plattformen enthalten neun spezielle Kameras für die 360°-Ansicht, ein GPS-Gerät zur Standortermittlung sowie Laserentfernungsmesser. Wir gestalten die Street View-Plattformen so einfach wie möglich, sodass mit minimalem Aufwand gearbeitet werden kann. Dadurch werden die Arbeitsabläufe beschleunigt und wir können unsere Fahrzeuge schnell und flexibel auf Straßen in der ganzen Welt fahren lassen.

Wo nehmen wir unsere Bilder auf?

Street View-Bilder beschränken sich auf öffentliche Straßen. Wir würden gerne jede verfügbare öffentliche Straße befahren, können jedoch nicht garantieren, dass wir alle Standorte vollständig abdecken. Beispielsweise können uns Faktoren wie Baustellen oder Straßensperrungen, die nicht unserer Kontrolle unterliegen, daran hindern. Hier finden Sie eine Liste, in der die Länder und, falls verfügbar, die Regionen und Städte angezeigt werden, in denen unsere Fahrzeuge unterwegs sind. Wenn Sie Bilder von privaten Straßen oder Wegen finden, können Sie uns dies melden. Klicken Sie hierzu in Street View auf den Link "Ein Problem melden".
Bisweilen erhält Google von Eigentümern privater Attraktionen die Genehmigung zur Veröffentlichung von Bildern in Street View. Sie können beispielsweise Bilder ansehen, die unser Street View-Team auf einer speziellen Fahrt durch das Disneyland Paris aufgenommen hat.
Das Sammeln von Bildern für eine bestimmte Stadt kann mehrere Monate in Anspruch nehmen, bei einem Land durchaus noch länger. Die benötigte Zeit zur Abdeckung eines Gebietes ist von verschiedenen Faktoren wie Wetterverhältnissen, geografischen Gegebenheiten oder der Bevölkerungsdichte abhängig. Wir stellen ein einfach anzuwendendes Tool zur Verfügung, mit dem Nutzer uns dazu auffordern können, einzelne Bilder, die den Nutzer, dessen Auto, Familienmitglieder oder Wohnhaus abbilden, aus Street View zu entfernen, nachdem das Produkt für ein bestimmtes Gebiet veröffentlicht wurde.

Vom Foto zum Street View-Bild

Nachdem die Fotos von unseren Fahrzeugen aufgenommen wurden, werden sie für die Veröffentlichung auf Google Maps per Computer bearbeitet. Mehrere Bilder werden jeweils zu einem 360°-Panoramabild zusammengefügt, das Sie dann auf Google Maps betrachten können.
Wir verwenden eine hochmoderne Software, um Gesichter unkenntlich zu machen, sodass eine Identifizierung von Passanten unmöglich ist. Auch Autokennzeichen werden unkenntlich gemacht.

Woran erkenne ich ein Street View-Auto?


© google.com

Die auf dem Bild ersichtliche Kamerahöhe wurde gewählt, um die bestmöglichen Ergebnisse im Hinblick auf die Straßenaufnahmen zu erzielen Die Kamera blickt über Hindernisse am Straßenrand (wie z.B. geparkte Autos) hinweg und vermeidet gleichzeitig Aufnahmen direkt auf Gesichtshöhe von Passanten oder in das Innere von Fahrzeugen, die neben dem Street View-Auto fahren.

Wozu werden die Fotoaufnahmen verwendet?

Die Fotoaufnahmen werden für die Funktion Street View als Ergänzung des Online Kartendienstes Google Maps verwendet, um dem Nutzer eine 360° Straßenansicht zu ermöglichen. Darüber hinaus integriert Google die Bilder in mobile Navigationslösungen. Bilder des öffentlichen Straßenraums sind eine wichtige Voraussetzung für die Erstellung und Verbesserung von Karten und entsprechende Aufnahmen werden daher bereits seit Langem von verschiedenen Anbietern in Deutschland durchgeführt. Eine Weitergabe der Bilder an Dritte außerhalb der Google Dienste erfolgt nicht.

Warum nimmt Google Bilder von allen Straßen auf?

Ein Interesse an aktuellen und guten Karten und einer verlässlichen Navigation besteht auch außerhalb von großen Städten und abseits von Sehenswürdigkeiten. Insbesondere kleinere Städte und Gemeinden mit geringerem Marketingbudget können zudem mit Hilfe von Street View weltweit die Vorzüge ihrer Umgebung zeigen und somit den Tourismus fördern.

Sind die Fahrten für Street View eine Sondernutzung im Sinne des Straßenrechts?

Die Street View Fahrzeuge nehmen bei den Aufnahmen wie alle anderen Verkehrsteilnehmer am Straßenverkehr teil, ohne diesen zu behindern. Selbstverständlich beachten die Fahrer das Straßenverkehrsrecht und fahren nicht langsamer als vorgeschrieben. Die Fahrten sind daher straßenrechtlicher Gemeingebrauch und keine Sondernutzung, wie zahlreiche wissenschaftliche Stellungnahmen zu diesem Aspekt von Street View bestätigen.

Aufnahmen in der Öffentlichkeit

Unsere Fahrzeuge sind leicht als Street View Fahrzeuge erkennbar. Street View enthält Bilder, die dem entsprechen, was jedermann auf der Straße sehen kann. Die Aufnahmen werden ausschließlich an öffentlichen, frei zugänglichen Orten angefertigt. In Einzelfällen befahren wir auch privates Gelände (wie z.B. Zoos, Fußballstadien), sofern uns der Eigentümer dies ausdrücklich erlaubt hat. Straßenbilder mit Passanten werden zulässigerweise angefertigt und veröffentlicht, seitdem es die Fotografie gibt und sind heute allgegenwärtig in Zeitungen, dem Fernsehen und dem Internet.

Vor der Veröffentlichung - Unkenntlichmachen von Menschen und Autokennzeichen

Bei Street View geht es um die Darstellung von Straßenbildern zum Zwecke der © google.comOrientierung und nicht darum, Menschen oder Autos zu zeigen. Da die Aufnahmen bei Tageslicht angefertigt werden müssen, um eine ausreichende Qualität zu haben, lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass Passanten aufgenommen werden.
Wir haben daher eine hochmoderne Software entwickelt, um Gesichter und Autokennzeichen auf den Street View-Bildern unkenntlich zu machen, bevor wir die Bilder veröffentlichen. Wenn auf einem unserer Bilder ein Autokennzeichen oder ein Gesicht (z. B. das eines Passanten auf dem Gehweg) zu erkennen sind, werden diese vor der Veröffentlichung mithilfe des Software automatisch unkenntlich gemacht. Diese Software ist die beste verfügbare Technologie: Mit ihr werden nahezu 100 Prozent der erkennbaren Gesichter und Autokennzeichen unkenntlichgemacht. Wenn versehentlich etwas übersehen wurde, können Sie uns dies sehr einfach mitteilen.

Vor der Veröffentlichung - Antrag auf Unkenntlichmachen eines Bildes

Google hat gegenüber den deutschen Datenschutzbehörden zugesagt, vor der Veröffentlichung von Abbildungen aus Deutschland eine Funktion zur Verfügung zu stellen, mit der jeder der Veröffentlichung einer Abbildung seines Hauses widersprechen kann. Diese Funktion befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und wird rechtzeitig vor der Veröffentlichung der Bilder zur Verfügung gestellt. Die Funktion ist notwendig, weil die genaue Identifizierung des Widerspruchgegenstandes allein anhand der Adresse technisch nicht möglich ist. Google nimmt aber auch bereits vor Entwicklung der Funktion Widersprüche entgegen.

Wie kann ich widersprechen?

Wenn Sie Informationen darüber wünschen, wie Sie gegen die Veröffentlichung eines bestimmten Bildes in Street View widersprechen können, senden Sie bitte der zuständigen Google Inc. eine E-Mail mit Ihrem Absender an streetview-deutschland@google.com, oder schreiben Sie der Google Inc. unter der Adresse: Google Germany GmbH, Betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg. Die Google Germany GmbH wird die Nachricht an die Google Inc. weiterleiten.

Wie ist das Verfahren bei Widersprüchen, die vor der Veröffentlichung eingelegt werden?

Jeder Widerspruch erhält zunächst eine Eingangsbestätigung. Sobald die Funktion zur genauen Identifizierung des Widerspruchsobjekts bereit steht, erhalten die Betroffenen eine erneute Nachricht mit einer genauen Erklärung, wie die Funktion benutzt wird.

Anzeige von Street View-Bildern nicht in Echtzeit und ohne Zeitangabe

Street View beinhaltet keine Videoaufnahmen, sondern wird aus einzelnen Fotos zusammengesetzt. Die Fotoaufnahmen erfolgen nur tagsüber bei ausreichenden Lichtverhältnissen. Die Fahrzeuge, auf deren Dächern die Fotokameras montiert sind, sind auffällig und bei der Aufnahme deutlich als Street View-Fahrzeuge gekennzeichnet. Die Bearbeitung der Fotos vor der Online-Veröffentlichung nimmt wenigstens einige Monate in Anspruch. Dies bedeutet, dass die auf Street View veröffentlichten Fotos mehrere Monate oder Jahre alt sein können. Die Aufnahmen werden ohne eine genaue Zeitangabe veröffentlicht.

Nach der Veröffentlichung - Antrag auf Unkenntlichmachen eines Bildes

Wir bieten bedienerfreundliche Tools, mit denen Sie uns zur Entfernung von unerwünschten Bildern oder von Bildern, die Sie, Ihre Familienmitglieder, Ihr Auto oder Ihr Haus/Ihre Wohnung abbilden, auffordern können, nachdem wir Street View in Deutschland eingeführt haben. Im Folgenden finden Sie die erforderlichen Informationen zur Durchführung einer solchen Aufforderung.

Wer kann Widerspruch einlegen?

Das Persönlichkeitsrecht ist ein Recht, über welches grundsätzlich nur jeder selbst verfügen kann. Widersprüche können daher grundsätzlich nur von dem Betreffenden selbst eingelegt werden oder im Rahmen einer konkreten Stellvertretung. Das bedeutet, dass z.B. Gemeinden keinen Widerspruch für alle ihre Bürger einlegen können, es sei denn, sie wurden dazu konkret von allen Bürgern beauftragt.
Widerspruchsberechtigt bei Wohngebäuden sind sowohl Eigentümer als auch Mieter, bei Fahrzeugen ist es der Halter. Sollten im Einzelfall bei Street View trotz der eingesetzten technischen Maßnahmen Personen zu identifizieren sein, kann jedermann dies Google melden.

Bezieht sich die Widerspruchsmöglichkeit nur auf Wohngebäude?

Grundsätzlich ja. Der Abbildung von Firmengebäuden oder öffentlichen Gebäuden können keine Persönlichkeitsrechte entgegenstehen. Es ist regelmäßig im allgemeinen Interesse, dass diese Gebäude gefunden und zu ihnen navigiert werden kann.

Ist Street View rechtmäßig?

Google hat die Rechtmäßigkeit von Street View bereits vor dem Start des Projekts in Deutschland im Jahre 2008 sorgfältig untersucht. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von juristischen Stellungnahmen, welche die Rechtmäßigkeit von Street View bestätigen, so z. B. vom Institut für Rechtsinformatik der Leibniz Universität Hannover.

Es gibt in Deutschland auch bereits eine Reihe von Gerichtsurteilen, die ähnliche Dienste für zulässig hielten.



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Aktives Dorf Leutesheim, Mai 2010