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Vermischtes
»Wasser - ein lebenswichtiges
Elixier«
Kehl-Leutesheim
(pr). "73 Prozent der Bevölkerung
trinkt zu wenig", gab Martin Junker in einem Vortrag über Wasser
zu bedenken, zu dem die Leutesheimer Landfrauen am Dienstagabend
eingeladen hatten.
Dabei sei Wasser ein lebenswichtiges Lebensmittel, fuhr der
Getränkefachmann aus Schutterwald fort. 80 bis 90 Prozent aller
Volkskrankheiten seien auf Mangelerscheinungen zurück zu führen,
und viele davon kämen von zu wenigem Trinken, meinte Junker und
goss den "Litzmer" Landfrauen immer wieder Sprudel in die
schnell geleerten Gläser ein.
Die Damen im gutbesetzten Leutesheimer Gemeindesaal dürften
dadurch ihre körpereigene Wasserbilanz, die man laut Junker mit
mindestens anderthalb Liter Wasserzufuhr pro Tag aufrecht
erhält, zumindest am Dienstag deutlich aufgebessert haben.
Wasser ist ein lebenswichtiges Elixier, das zunehmend bedroht
ist, fuhr Martin Junker fort und nannte das Beispiel Aralsee in
Russland - einst so groß wie die Beneluxstaaten, wäre er heute
nur noch Wüste. Die Landwirtschaft hätte den See über Gebühr
beansprucht, 25.000 Liter Wasser für ein Kilo russische
Baumwolle - in Israel würde dafür nur ein Zehntel gebraucht. Nur
0,3 Prozent des Wassers auf der Erde sei nutzbar und jährlichen
würden fünf Millionen Menschen durch verunreinigtes Wasser
sterben, so Junker.
Auch in Deutschland sei die Landwirtschaft ein Problem für das
Wasser. 35.000 Tonnen Pestizide würden im Jahr auf die Felder
gebracht - eine sehr große Belastung für das nasse Element.
Und nicht zuletzt würde auch in Privathaushalten nicht gerade
zimperlich mit diesem wichtigen Lebensmittel umgegangen, meinte
Junker. "Die Leute sind im Umgang damit einfach nicht sensibel
genug", hieß es weiter.
Der Referent, selbst Chef eines Getränkefachmarktes, brach eine
Lanze für Mineralwasser: "Es ist für die Versorgung des Körpers
mit lebenswichtigen Stoffen durch Leitungswasser nicht zu
ersetzten. Denn man muss heutzutage davon ausgehen, dass man
beim Essen nicht ausreichend Mineralien zu sich nimmt", erklärte
Martin Junker weiter. Jedes Mineralwasser sei einmalig in seiner
Zusammensetzung, fuhr er fort und riet öfters mal die
Sprudelsorte zu wechseln.

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