.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2001 »
 


Vermischtes

Obstbrände von Karl Hummel 4-fach DLG-prämiert

Kehl-Leutesheim (pr). Beim diesjährigen >>internationalen DLG-Qualitätswettbewerb für Obstbrände aus Kleinbetrieben<< wurden alle vier zur Prämierung eingereichten Brände des Leutesheimers Karl Hummel jun. ausgezeichnet. Der nebenberufliche "Hobby-Schnapsbrenner", der im Dorf besser als "de´ Schulze Karl" bekannt ist konnte sich mit seinen „hausgemachten Produkten“ unter den 654 Erzeugnisse der 207 teilnehmenden Betriebe aus Österreich, Schweiz, Italien, Südafrika und Deutschland deutlich behaupten. Karl Hummel betreibt gemeinsam mit seiner Familie und den Eltern, die ihm noch heute tatkräftig zur Seite stehen, die „Kleinbrennerei K. u. P. Hummel - Leutesheim“. Sie bewirtschaften ca. 200 Hochstammobstbäume auf Streuobstwiesen lokal in Leutesheim. Hauptberuflich ist der 53 jährige Leutesheimer Maschinenbau-Ingenieur. Zusammen mit seiner Frau hat er schon mehrere „Brennerlehrgänge“ u. a. in der UNI Hohenheim bei Stuttgart besucht.

Es war ein riesiger Erfolg, daß gleich alle vier zur Prämierung eingereichten Brände ausgezeichnet wurden:

Den goldenen DLG-Qualitätspreis erhielt der im Limousineichenfaß gelagerte >Wagenstädter Pflaumenbrand<.

Zweimal Silber erhielt Karl Hummel für seinen >Obstbrand aus Mirabellen< und >Wertbirnenbrand< aus sortenreinem Hochstammobst.
Die Bronzemedaille gab es für den >Grafensteiner Obstbrand<.

Die Auszeichnungen wurden Karl Hummel auf der „Anuga“, der weltweit größten Ernährungsmesse in Köln verliehen.

Die Grundvoraussetzungen zur Erstellung solcher Brände sind reifes gewaschenes Obst, eine saubere, gesteuerte Gärung und eine überlegte, langsame Destillation.
Bei dem internationalen DLG-Qualitätswettbewerb für Obstbrände durften nur Kleinbetriebe mit einer Jahresproduktion von maximal 10 hl teilnehmen.

Unter wissenschaftlicher Leitung prüften an drei Tagen 28 unabhängige sensorische Sachverständige, die zur Prämierung angestellten Erzeugnisse. Bevor es zur neutralen Verkostung, der sensorischen Beurteilung der Destillate nach dem „Prüfschema – Internationaler DLG-Qualitätswettbewerb für Obstbrände aus Kleinbetrieben“ kommt, sind die einzelnen Proben bereits in einem Fachlabor chemisch und physikalisch untersucht worden. Bei diesen Analysen werden die Alkohol- und Methanolgehalte bestimmt, um zu überprüfen, ob die vorgeschriebenen Richtwerte für diese Inhaltsstoffe auch eingehalten worden sind. Die Prüfer, die zur fachgerechten Beurteilung der Proben ausgewählt werden, sind Fachleute aus Wissenschaft und dem Brennereiwesen. Anzumerken ist noch, daß die Proben in neutralen, nur mit Kennummern versehenen Flaschen aufgestellt, also verdeckt verkostet wurden.

Die entscheidenden Qualitätsmerkmale, nach denen ein Produkt entsprechend der DLG-5-Punkte-Skala eingestuft wird, sind Farbe, Klarheit, Geruch und Geschmack mit unterschiedlichen Gewichtsfaktoren. Voraussetzung für eine hohe Bewertung ist, daß man bei jeder Spirituose charakteristische Farbe und Klarheit vorausgesetzt sofort und ohne Schwierigkeiten erkennen kann, ob sie auch die für sie typischen Geruchs- und Geschmacksmerkmale aufweist, denn nur dann hebt sie sich deutlich von Durchschnittsprodukten ab.



zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, November 2001