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Vermischtes

Eingemeindung von staatlicher Seite beschlossen -
Sterbegeld für Leutesheim

Kehl-Leutesheim (pr). Am Baggersee „Mittelgrund“, der Teils auf Leutesheimer und Auenheimer Gemarkung liegt, haben die Baumaßnahmen zur Entstehung des neuen Kieswerkes der Fa. Prestel begonnen.

Der Leutesheimer Ortschaftsrat befaßte sich bereits intensiv mit dieser Baumaßnahme. So wurde sichergestellt, daß kein gravierender Eingriff in die mittlerweile gut bewachsene Naturlandschaft vorgenommen wird. Die neue Kieswerkleitung sah ursprünglich eine Trassenführung des Förderbandes zur Kiesabfuhr am nördlichen Ufer vor. Hierzu würde die vom Angelsportverein in mühevoller Arbeit angelegte Uferzone zerstört werden und eine Einzäunung wäre aus Sicherheitsgründen unumgänglich gewesen. Dieser Antrag wurde vom Leutesheimer Ortschaftsrat abgelehnt. Ebenso wurde beschlossen, daß keine Flächenerweiterung des Gewässers stattfinden darf; es steht nur eine Tiefenbaggerung auf maximal 64 m Tiefe mit Einhaltung der bestehenden Uferböschung zur Debatte. „Die Landschaft darf nicht zerstört werden“ – so Leutesheimer Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Speziell für den Leutesheimer Angelsportverein war es wichtig, daß der freie Zugang zum Gewässer erhalten bleibt und die naturbewachsene Uferlandschaft schonend behandelt wird.

Ein weiteres Problem stellt sich mit der Kiesabfuhr per LKW: Eine bisherige Abfuhr zur Kreisstraße K53/73 ist nicht mehr möglich, da die nun zu überquerende Brücke nicht dazu ausgelegt ist.

Bei einem Transport über die Rheinseitenstraße (EDF-Straße) müßte diese, sowie die Zubringerstraße vom Kieswerkgelände, ausgebaut werden.

Ein wasserseitiger Umschlag über den nahegelegenen Rhein würde, bei geeigneter Trassenführung des Förderbandes in ausreichendem Abstand zur Uferböschung, begrüßt werden.

Geschäftsführer Herr Dr. Ruhm verschließt sich der Presse und gab bislang keine Stellungnahme ab. Auch die Familie Prestel darf keine Aussagen abgeben.

Durch die Lage des neuen Kieswerkgrundstückes muß auch die Zubringerstraße zum Zentralklärwerk verlagert werden. Diese neue Straßenführung wurde bereits abgesteckt.

Die Zubringerstraße zum Zentralklärwerk muß im Zuge des Kieswerkneubaues verlagert werden

Taucherparadies zwischen Leutesheim und Auenheim
Der ehemalige Standort der Fa. Prestel am Auenheimer Baggersee wird immer mehr zum beliebten Anfahrtsziel für Taucher. Laut Aussagen der befragten Taucher, die mittlerweile aus allen Bundesländer angereist kommen, ist der See ein wahrhaftiges Taucherparadies mit riffartigen Unterhöhlungen und sehr guter Wasser- bzw. Sichtqualität.

Einheimische Badegäste werden vertrieben
Durch die Aufschüttung von Erdmassen und die Gestaltung eines unwegsamen Geländes um diesen ehemaligen Baggersee wurde der Bevölkerung ein zur Erholung gegebenes Naturerlebnis genommen. Es ist kaum noch möglich ausreichende Badeplätze, wie es sie früher gab, vorzufinden. - Vielleicht wollen die Auenheimer mit dieser Maßnahme die „Litzmer“ mehr in ihr eigenes Schwimmbad locken...




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Aktives Dorf Leutesheim, Juni 2001