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Vermischtes
360 Meter unter der Erde von
Kasachstan kennen gelernt - Frieda und Johanna Freiß feiern in
Leutesheim Goldene Hochzeit
Kehl-Leutesheim (pr).
Mit Freunden
und Familie feierten Frieda und Johannes Freis in Leutesheim
Goldene Hochzeit. "Im Hinterhof 13" wohnt das Paar seit einem
Jahr. Dort hat Sohn Waldemar, der mit seiner Familie seit 13
Jahren in "Litze" lebt, ein Haus gebaut und die Eltern dann aus
Kehl zu sich geholt.
Frieda und Johannes Freis kamen 1992 von Kasachstan an den
Rhein. Als Wolga-Deutsche wurden die Familien des Ehepaares 1931
und 1941 an das östliche Ende des russischen Reiches, ins
heutige Kasachstan, zwangsweise umgesiedelt. Dort arbeiteten die
beiden in einem Kohlebergwerk. "Unter Tage haben wir uns auch
kennen gelernt", erzählten Frieda und Johannes Freis. Er fuhr
die Elektro-Lok - sie hatte die geförderten Mengen schriftlich
festzuhalten. "Dass ich auch deutsch sprach, hat damals gleich
seine Aufmerksamkeit auf mich gelenkt", berichtete die
Jubilarin. Doch nicht nur das. Denn beide erwiesen sich als sehr
Tageslicht tauglich und so traf man sich immer häufiger, und
dies nicht nur 360 Meter unter der Erde. Am 24. September 1955
wurde schließlich Hochzeit gefeiert. Ganz bescheiden und in
kleinem Rahmen mit der Familie.
Drei Kinder kamen zur Welt: Alexander lebt heute in Bayern. Mit
der Familie von Sohn Waldemar leben die Freis nun seit einem
Jahr unter einem Dach. Um die Ausreise von Lidia aus Kirgisistan
an der Grenze zu China ist die Familie bis heute noch bemüht.

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Aktives
Dorf Leutesheim, September 2005
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