|
Vermischtes
Einweihungsfeier des Hallenanbaus -
Leutesheim hat nun eine optimale Stube vorzuweisen
Kehl-Leutesheim (pr). „Die
Halle ist toll“: dieses Danksagungslied komponierte Hille
Ziegler, Leiterin des Jugendchor Leutesheim für alle Helfer.
Ernst Kleinmann meinte: „was die Kinder gerade gesungen haben,
dass spiegelt die Gedanken aller Anwesenden hier in der Halle“
und bedankte sich beim Jugendchor für dieses gelungene Werk.
Über 80 geladene Gäste folgten der Einladung des Leutesheimer
Rathauschefs am vergangenen Freitag in die Mehrzweckhalle zur
Einweihungsfeier und verspätetem Richtfest.
Bei seiner Begrüßungsrede betonte Kleinmann, dass er hierzu
extra einen „arbeiterfreundlichen Termin“ gewählt habe im
Vergleich zur Eröffnung des Radweges Leutesheim – Bodersweier,
welche tagsüber stattfand. Kleinmann konnte neben den
Leutesheimer Ortschaftsräte, der Auenheimer Ortsverwaltung, dem
Lehrerkollegium und örtlichen Vereinsvertretern auch
Oberbürgermeister Dr. Günther Petry, und Herr Friedhelm Mündel
von der Städtischen Hochbauabteilung, sowie zahlreiche
beteiligte Firmen begrüßen. Ganz besonders jedoch bedankte er
sich bei den anwesenden ehrenamtlichen Helfern die in über 700
Stunden Eigenleistung ihre Freizeit opferten. „Das Engagement
der Helfer war überragend groß“, lobte der Ortsvorsteher. Er
bedankte sich bei Hermann Heidt und seinem Team für die
ausgeführten Zimmermannsarbeiten. Selbst der Estrich wurde in
Eigenleistung verlegt und ein „Arbeitskreis Hallenküche“ wurde
gegründet. Kleinmann bezeichnete den Umbau als: „eine Aufwertung
der Leutesheimer Halle ohne die Stadtkasse dabei überaus zu
belasten“. Letztendlich reichte das Budget sogar noch für einen
neuen Bühnenvorhang.
Bereits im Januar 1998 begannen die ersten Verhandlungen für die
bevorstehende Umbaumaßnahme. Mit dem Verkauf der Leutesheimer
Lehrerwohnungen wurde dann im März 2001 der entscheidende
Grundstein zur Finanzierung gelegt. Über 80 Termine
dokumentierte der Leutesheimer Ortsvorsteher während der
Bauphase ohne die unzähligen Telefonate.
"Nicht alles lief nach Plan."
Kleinmann berichtete auch über Diskussionen wegen Fehlplanungen
und falsch ausgeführten Arbeiten, welche letztendlich erheblich
viel Mehrarbeit forderten und den ungeduldigen Rathauschef das
eine und andere mal auf die Stadtverwaltung trieben. Auch die
farbliche Gestaltung der Hallentüren, die Vergabe der
Fensterarbeiten und die vielen plötzlich nicht zusammenpassende
Holztöne erfachten heftige Diskussionen.
Doch für die Leutesheimer Vereinsvertreter wurde nun mit dieser
Hallenerweiterung ein langer Wunsch verwirklicht.
Genau an diese Worte knüpfte Kehls Oberbürgermeister Herr Dr.
Petry an: „was ist wünschenswert und was ist auch wirklich
notwendig? Der Stadt Kehl geht es dank der LGS nicht gerade
schlecht, viele Unternehmen florieren, dennoch muß die
Notwendigkeit vieler Baumaßnahmen genauestens überdacht werden".
Dr. Petry rechnete auch schnell mit, als Kleinmann den
ehrenamtlich geleisteten 700 Arbeitsstunden 43.000,- €
Eigenleistung gegenstellte: „Das wäre ja ein Stundenlohn von
über 60,- € - ist die Vereinsarbeit in Leutesheim so viel Wert
?“ so der OB. „Qualitativ hochwertig“ konterte der Leutesheimer
Ortsvorsteher und fügte hinzu dass natürlich auch
bereitgestelltes Material und Maschinen in diesen Kosten
enthalten sind.
Zu den unliebsamen Planungs- und Vergabe-Diskussionen
schmunzelte Petry: „Das war vor meiner Zeit ...“.
Friedhelm Mündel erläuterte den Zuhörern viele technische
Details beginnend von den ersten Planungsüberlegungen im Jahre
1998. Es bestand dringender Raumbedarf in der Küche und der
Eingang entsprach nicht mehr den Anforderungen einer
Mehrzweckhalle. Auch fehlte es an einem behindertengerechter
Sanitärbereich.
Zur Koordination der Firmen- und Eigenleistungen bedarf es einer
wöchentlichen Baustellenbesichtigung.
Letztendlich resümierte Herr Mündel: „Leutesheim hat nun eine
optimal ausgestattete gute Stube vorzuweisen“.
Doch die Baumaßnahmen in Leutesheim sind noch lange nicht
abgeschlossen meinte Kleinmann, der schon weitere notwendige
Maßnahmen im Auge hat.
Im Anschluß an die Einweihungsfeier überraschte
Gasthaus-Blume-Chef Frank Erhardt die Gäste mit einem
kulinarischen Leckerbissen. Sein Team, sowie die Leutesheimer
Landfrauen und Mädchen des Jugendtreff servierten ein
Drei-Gänge-Galamenue.
Musikalisch wurde die Feier von den Auftritten der Jugendkapelle
unter Leitung vom Thomas Zink und dem Jugendchor unter Leitung
von Hille Ziegler umrahmt.


|