.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2004 »
 


Sportverein Leutesheim

Sportverein Leutesheim zog bei der Jahreshauptversammlung Bilanz

Kehl-Leutesheim (pr).  Finanziell hui - sportlich noch pfui. So lautete das Fazit beim Jahresrückblick des Sportverein Leutesheim während der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im "Löwen".

Die Leutesheimer Kicker gingen mit dem Geld besser um denn je. Das ging aus dem Finanzbericht von Kassenchef Martin Wahl hervor. Der Schuldenabbau konnte dadurch überdurchschnittlich vorangetrieben werden. "Dieses tolle Ergebnis wird sich in 2004 allerdings nicht wiederholen", warnte Jürgen Hummel vor einer übertriebenen in die Zukunft gerichteten Erwartungshaltung.

"Sportlich sind wir hingegen sang- und klanglos abgestiegen", legte SVL-Boss Jürgen Hummel beim Rückblick gleich den Finger in die Wunde, die das einjährige Gastspiel in der Fubball-Liga-A hinterlassen zu haben scheint. Leistungsträger kehrten dem Verein im letzten Sommer den Rücken. Was allerdings auch eine positive Seite hatte: Der SVL kassierte Ablösegelder von den abwerbenden Vereinen. Und damit konnte er seine finanziellen Schulden tilgen, hieß es in den Erläuterungen.

Von schwächeren Zahlen in der Vereinsgaststätte im Vergleich zum Vorjahr berichtete Martin Hummel. In 2002 sei es sportlich besser wie in 2003 gelaufen, so die Begründung des Sporthaus-Managers. Der aktuelle Mitgliederstand wurde von Geschäftsführer Torsten Keck mit 526, darunter 141 beitragsfreie Jugendliche, beziffert.

Sportlich sei man allerdings immer noch in der Schuld, gestand Jürgen Hummel. "Die Personaldecke war nach dem Spieleraderlass einfach zu dünn und dann kam auch noch außergewöhnliches Verletzungspech hinzu", erklärte Hummel. Die Lage auf dem Sportplatz scheint sich nun aber etwas aufzuhellen: "Ich denke, dass wir das Tal durchschritten haben und in der Rückrunde noch den einen oder anderen Platz gut machen werden", blickte der SVL-Boss zuversichtlich nach vorne. Derzeit rangiert die Mannschaft auf dem drittletzten Rang der Liga-B. Darüber zeigte man sich unzufrieden.

Von vier Neuzugängen in der Winterpause berichtete Spielleiter Kai König. Die neuen Spieler seien ohne finanzielle Anreize und aus eigenen Stücken zum SVL gekommen, versicherte Kai König. Die Zusammenarbeit mit Trainer Roland Ziegler wird nach Saisonende auslaufen, wurde berichtet. Derzeit ist König auf der Suche nach einem Nachfolger.

Von einer beschwerlichen Arbeit bei der Jugendausbildung berichtete Alex Geiger. Man ist auf die Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen angewiesen. Eigene Mannschaften konnte man nur bei der B- und F-Jugend bilden. Zwei A-Jugendliche trainieren mit den Senioren mit.

Mit der Entwicklung im geselligen Bereich, so zum Beispiel bei den Festen, ist der Sportverein Leutesheim weiterhin zufrieden. "Die Veranstaltungen laufen super. Wir bieten unseren Gästen stets ein gutes Programm. In diesem Bereich läuft alles hervorragend", hob Jürgen Hummel hervor. Dies habe er in erster Linie auch der guten Zusammenarbeit einer motivierten Vorstandschaft zu verdanken. Dank sprach Jürgen Hummel namentlich an Joachim Hummel aus, der die Rockkonzerte bei den Sommerfesten organisiert. Das nächste große Sommerfest findet vom 18. bis 21. Juni statt, berichtete SVL-Vizechef Harald Kimmer.

Ernst Kleinmann zeigte sich erfreut darüber, "dass auch in den unteren Regionen ein erfreulicher Kassenstand zu erzielen ist". Dank sprach der Ortsvorsteher für die Unterstützung bei der Hallenerweiterung aus. Der Bolzplatz werde im Frühjahr eingesät und stünde danach für Trainingszwecke zur Verfügung.

Nachdenken könnte der Sportverein Leutesheim, so Kleinmann, über eine Übernahme der Pflegearbeiten der städtischen Grünflächen. Die Sportfreunde Goldscheuer praktizierten dies bereits. Die Stadt Kehl gebe für die Grünflächen in Leutesheim rund 50.000 Euro aus. Vielleicht könnte sich der Sportverein einen Teil dieses Kuchens abschneiden, regte der Ortsvorsteher an.



zurück | drucken


Aktives Dorf Leutesheim, Februar 2004