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Sportverein Leutesheim
"Mekka-Event" beim Litzmer Schliffdi
Kehl-Leutesheim
(pr). Über 800 Zuschauer erlebten am Montagnachmittag beim
Leutesheimer Schliffdi ein »Mekka-Event« und damit einen
glanzvollen Schlusspunkt hinter einem rundum gelungenen und gut
besuchten Sportfest.
»Litze« gelangte zu Reichtum und wurde am Ende sogar
selbständiger
Staat,
so die Geschichte. Doch bis es nach dreieinhalb Stunden und
einem gelungenen Auftakt der SVL-Kinder mit Drachen-Transparent
so weit war, gab es viel zu lachen.
Beispielsweise als der Schlosser-Gerhard mit seinen zwei
Gesellen den Dorfbrunnen wieder in Gang setzte.
Ortsoberhaupt Ernst, sehr amüsant gespielt von Hans Müller,
wollte seine Tiere tränken. Albert Durban erschien als
Flaschengeist und bewirkte, dass statt Wasser Öl floss. SVL-Boss
Herbert Keck erzählte die Geschichte vom Märchen aus 2000 und
einer Nacht.
Hans Müller und Assistentin Petra Hummel feierten den schwarzen
Segen zusammen mit dem Gesangverein. Die Ölturmarbeiter von Evi
With, Nicole und Birgit Heidt tauchten auf und zeigten einen
schwungvollen Tanz zum Musical »Stomp«.
Der Ortschaftsrat wurde einberufen. Inge Sandhaas machte einen
guten Vorschlag: »Honau von Rheinau abkaufen, damit wir an das
Tanklager rankommen.« Peter Kiefer verließ das Gremium. Der Rat
gründete daraufhin die oPeK - ohne Peter Kiefer. In Litze floss
das Geld fortan in Strömen, keiner wollte mehr arbeiten. Als
Gastarbeiter wurden Auenheimer Gänse für Niedriglohn engagiert.
Dagegen wehrte sich eine militante Terrorbande aus dem
Nachbarort mit der Geiselnahme eines Geißbocks.
Aus Protest gegen die Umweltverschmutzung durch auslaufendes Öl
ketteten sich junge Leutesheimer Mädchen an der Bühne an. Mit
der Entwicklung im Dorf waren die Einheimischen nun überhaupt
nicht mehr zufrieden.
Der Flaschengeist wurde ein zweites Mal einberufen. Er
verwandelte »Litze« in ein orientalisches Dorf, weil das eben
zum Ölreichtum besser passt, erklärte Herbert Keck.
Ein heftiger Wüstensturm fegte über die Bühne. Die Sandgeister
um Daniela Kubait trugen den Märchenerzähler hinter die Dünen.
Die Kulissen, von Horst Schäfer prächtig inszeniert, wurden
umgedreht. Der Kirchturm verwandelte sich in eine Moschee.
Die »Dernächt-Dancer« trugen Patricia Irrgang-König auf der
Sänfte hinein und zeigten einen orientalischen Tanz.
Das »Café Oriental« wurde von Hans Fritsche und seinen
»Harmonie«- Freunden musikalisch eröffnet.
Muezin Torsten Keck rief zum Gebet. Er forderte die Gläubigen
SVL-Fußballer auf, das Gesicht in Richtung Honau und den Hintern
nach Auenheim zu wenden. Reinhard Hummel und seine »Damen«
lieferten Kamelmilch ab. Ein optisches Schmankerl: Das Einlaufen
des Öltankers,
bemannt mit »Harmonie«-Chef Jürgen Zeller und seinen
»Mooratzeln«. Mit an Bord auch Ölprinz Dieter Siegmund, der
amüsanterweise auch im richtigen Leben Heizöl verkauft.
SVL-Torwart Dominique Raverdy war als »JR« aus Dallas zu Gast.
Junge Cow-Girls in weiß zeigten einen tollen Tanz zu
Madonna-Klängen. Dann die Hiobsbotschaft: Leutesheim muss 108
Prozent Steuern auf das verkaufte Öl an das Finanzamt bezahlen.
»Das ist der Bankrott«, klagte der zwischenzeitlich zum Emir
ernannte Hans Müller. Der Flaschengeist wurde zum dritten mal
bemüht. Die Lösung: »Litze« wird ein selbständiger Staat. Die
Staatskapelle von Dieter Baran marschierte rein. Gerhard Wagner
ritt auf einem Kamel ins Zelt und als sich der erste Höcker über
Herbert Baschang zu sehr gen Publikum senkte, flog der
»Harmonie«-Unterhaltungschef unbeabsichtigt promt runter vom
Wüstenschiff - Riesengelächter im Festzelt. Gerhard Wagner
konnte den Staatsakt aber unbeschadet vollziehen. Das Kabinett
wurde einberufen. Kassen-Emil Weislogel übernahm die Finazen und
Hermann Hummel als Dr. Kohl das Schmiergeldministerium. »Die
Claudia Schiffer der Politik«, Angela Merkel alias Helmut Ross,
hatte nach Meinung von Gerhard Wagner großes Glück, dass sie
sich jetzt verschleiern darf. Afrikanerhäuptling »Juschi« war
ebenfalls zu Gast: Seine Meinung über die Litzmer: »Die lassen
sich nicht auf die Nase scheißen - sie machen vorher den Mund
auf...«. Das arabische Staatsbalett um Bettina Hauß setzte einen
grandiosen Schlusspunkt: Die 40 Haremsdamen zeigten bei ihrem
Tanz ein choreographisches Meisterstück.
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