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DRK Ortsverein Leutesheim
Dieter Ortmann zeigte das einfache,
sehr traditionsbewusste Leben auf Ibiza
Kehl-Leutesheim
(pr).
Ibiza, die
Insel der Reichen und Schönen – Dieter Ortmann zeigte sie am
Montag beim Seniorennachmittag des DRK im Leutesheimer
Feuerwehrhaus von ihrer ursprünglichen Seite.
Ein Jahr lang hat der Diersheimer Weltenbummler, der durch seine
Fotoausstellungen, Studienreiseleitungen und auch Rundfunkreportagen bekannt
wurde, auf den Balearen gelebt. Und er hat dort auch gearbeitet. Von 1970 bis
1971 war Ortmann gastronomischer Direktor einer Ferienanlage. Ibiza stand damals
am Beginn einer steilen touristischen Karriere. Der Diersheimer kehrte auch nach
Beendigung des interessanten Jobs immer wieder zurück nach Ibiza und auf das elf
Seemeilen weiter südlich liegende Formentera. Er verfasste zahlreiche
Reiseberichte. Für seine sozialen und kulturellen Verdienste wurde Ortmann in
Spanien und Deutschland mehrfach ausgezeichnet.
Eindrücke von Ibiza und Formentera gab es am Montagabend in Form von brillanten
Bildern. Fernab touristischer Pfade machte sich Dieter Ortmann auf den Weg Land
und Leute zu erkunden.
Im Mittelalter verdankte Ibiza den Salzfeldern einen gewissen Wohlstand. Die
Salinen waren bis ins 19. Jahrhundert Gemeindeeigentum, jeder Ibizenko
verpflichtet, zur Bewirtschaftung beizutragen. Das Innere der Insel wird für die
Landwirtschaft und Viehzucht, insbesondere Schafzucht, genutzt. Dieter Ortmann
zeigte das einfache, sehr traditionsbewusste Leben der Landbevölkerung.
Trachten, Tänze, Bräuche wurde in eindrucksvollen Bildern und Worten
vorgestellt. Auch verstand er es die Fotos mit Musik sehr passend zu begleiten.
Er besuchte die Gräberstadt und scheute auch nicht unwegsames Gelände auf seiner
Tour in die Berge, wo er von den Bauern berichtete. Vor nicht allzu langer Zeit
hatten die ihre Arztrechnung noch mit einem Sack Kartoffeln bezahlt, wusste der
Weltenbummler.
Pinienwälder, Berge, das Meer und weit verstreute Fincas prägen das Bild Ibizas.
Im Januar und Februar gelb blühender Klee und die Mandelblüte – Ibiza zeigt sich
dann als Blumeninsel mit verschwenderischer Schönheit.
Im Mittelalter litt die Inselbewohner unter Piraten verschiedenster Herkunft.
Davon zeugen heute noch Wachttürme und Wehrkirchen, in denen die Ibizenkos
Schutz suchten. Wie die einfache Landbevölkerung mit dem zunehmenden Tourismus
der letzten Jahre klar kommt? Dieter Ortmann ging auch dieser Frage auf den
Grund. Heute leben auf Ibiza dauerhaft rund 100 000 Menschen, darunter rund 3
000 Deutsche.

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