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Ortschaftsrat Leutesheim

Zwei "Schlupflöcher" für den Leutesheimer Hinterhof

Kehl-Leutesheim (pr). Das Leutesheimer Neubaugebiet "Hinterhof" wird möglicherweise eine zweite Zufahrtsmöglichkeit erhalten. Der Bebauungsplan soll im vereinfachten Verfahren geändert werden. Das befürwortete der Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung.

Bislang ist dieser Teil des Dorfes nur über die Akazienstraße erreichbar und damit eine Sackgasse. "Der Einmündungsbereich zum Hinterhof ist ein regelrechtes Nadelöhr. Hier kann es in Notfällen zu Problemen kommen", erklärte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Stadtplaner Jürgen Rauch schlug vor, sich zwei Schlupflöcher offen zu halten. Beide von Rauch vorgeschlagene Varianten sehen eine Anbindung an die Altenbruchstraße vor. Die eine verläuft nördlich über die rückwärtigen Gärten einiger Akazienstraße-Anlieger, was bei den betroffenen Sitzungsgästen Naserümpfen hervorrief. Bei der zweiten Variante schließt sich die Verbindungsstraße an den östlichen Wendehammer an.

Im jetzigen Stadium ginge es darum, die benötigten Flächen für diese beiden Varianten planerisch zu sichern, erklärte Jürgen Rauch. Das für die Straßenanbindung erforderliche Gelände müsse in städtischem Eigentum bleiben, sagte der Stadtplaner. Der Bebauungsplan Hinterhof soll in diesen zwei Punkten im vereinfachten Verfahren geändert werden.
Jürgen Rauch betonte, dass die zweite Zufahrtsmöglichkeit zum Hinterhof nicht nur dem Neuen, sprich weiteren Ansiedlern im östlichen Bereich des Neubaugebietes, sondern auch dem Gesamten, also allen Anwohnern, dienlich wäre.

Deutlich wurde in der Sitzung aber auch, dass die Altenbruchstraße bei einer Anbindung an den Hinterhof mit mehr Verkehr zu rechnen hätte. Bislang ist diese Straße eine Sackgasse. Ungemach für die derzeit noch beschauliche Verkehrssituation dort droht auch von anderer Seite: Die Firma Jaeniche plant eine Erweiterung in südliche Richtung, was mehr Autos und Lkws für die Altenbruchstraße bringen könnte, berichtete Ortsvorsteher Ernst Kleinmann.

Die private Gießelbach-Holzbrücke im "Hinterhof" war weiteres Thema im Rat. Ernst Kleinmann will den Übergang am liebsten öffentlich machen und erneuern. Doch der Grundstückeigentümer gibt das erforderliche Gelände nicht her, hieß es in der Versammlung. Kleinmanns Interesse an der Brücke begründet sich so: "Für Kinder aus dem Hinterhof eröffnet der Steg einen sicheren Weg zum Auenheimer Schwimmbad und nach Kehl", erklärte der Rathauschef. Die Überquerung der verkehrsträchtigen Badener Straße würde sich dadurch erübrigen. Die Brücke ist im jetzigen Zustand aber nicht verkehrssicher. Ein Geländer fehlt. "Wenn da was passiert, könnte es für den Grundstückbesitzer Probleme geben", stellte der Ortsvorsteher fest. "Den Bau einer ordnungsgemäßen Brücke würde die Stadt übernehmen", ergänzte Kleinmann. Auf Vorschlag von Ratsmitglied Hans Bartelme soll nun versucht werden, ein Überfahrtsrecht auszuhandeln.





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Aktives Dorf Leutesheim, Oktober 2006