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Ortschaftsrat Leutesheim
Jaco-Erweiterung: Der Lärm von LKWs
macht den Anwohnern am meisten sorgen
Kehl-Leutesheim
(pr). Der Kunststoffverpackungshersteller Jaco in Leutesheim
will erweitern. Der Gemeinderat der Stadt Kehl hat dazu die
Aufstellung des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Jaeniche"
beschlossen. Am Montag fand im Sitzungszimmer des Leutesheimer
Rathauses eine Bürgerbeteiligung statt.
Im
rückwärtigen Bereich beabsichtigt Jaco den Bau einer Halle in einer
Größenordnung von 50 mal 50 Meter. In einem zweiten Bauabschnitt will das
Unternehmen ein Gebäude anbauen, das ungefähr halb so groß ist, berichtete
Architket Peter Thome. In dem Neubau sollen Maschinen für die Herstellung von
Kunststoffverpackungen sowie Aggregate für das Bedrucken der Röhrchen
installiert werden. Peter Thome erklärte, dass die modernen Maschinen zu schwer
für das alte Fabrikationsgebäude seien. Der bisherige Werkstattbereich im Hof
soll zugunsten von mehr Logistik- und Lkw-Rangierfläche in den bisherigen
Produktionsbereich verlegt werden. Außerdem ist eine Erweiterung des Parkplatzes
für die Betriebsangehörigen angedacht. Letztere Maßnahmen sollen dafür sorgen,
dass es weniger parkende Fahrzeuge auf der Bodersweier Straße gibt.
Lärm von an- und abliefernden Lkws macht den Anwohnern am meisten Sorgen, so der
Tenor bei der Versammlung. Das Rangieren der Lkws sei ziemlich laut. Und die
Anwohner befürchten, dass die Belästigungen nach der Betriebserweiterung
zunehmen. Bemängelt wurde, dass Jaco jetzt auch noch eine Betriebsstraße entlang
der angrenzenden Wohnbebauung errichten will. Archtikt Peter Thome beteuerte,
dass dieser Weg lediglich als Notstraße für die Feuerwehr und eventuell beim
Anliefern neuer Maschinen benutzt wird. Um ausreichend Gelände für den
Straßenbau zu haben, hat Jaco bereits das benachbarte Anwesen "Coprovila"
erworben. Die Anwohner regten an, dass Jaco die Betriebsstraße auf die dem Wald
zugewandte Seite baut. Thome und Jaco-Prokurist Wolfgang Wehrle sagten, dass sie
diese Variante bislang nicht in Betracht gezogen haben, eine Prüfung werde aber
erfolgen. Allerdings würde die neue Strasse über Gelände führen, das derzeit noch
mit dem ehemaligen Wohnhaus von Jaco-Mitgesellschafter Herbert Jaeniche bebaut
ist. Das leer stehende Gebäude hat im letzten Winter einen erheblichen
Wasserschaden erlitten und wird deshalb möglicherweise abgerissen, erklärte
Peter Thome.
Zweiter Knackpunkt in der Diskussion im Leutesheimer Rathaus: Das Befüllen der
Rohstoffsilos. Vor kurzem wurde die Anzahl von sechs auf neun erhöht. Die
Behälter stehen in Richtung Dorf. Und das Befüllen mit Granulaten aus Kunststoff
sei nicht unbedingt leise, wurde in der Sitzung von den Anwohnern moniert.
Wolfgang Wehrle sagte, dass Jaco bereits eine Verlegung in den hinteren Bereich
ins Auge gefasst habe, was von den Anwohnern in der Sitzung begrüßt wurde.

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