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Ortschaftsrat Leutesheim

Jaco will das Betriebsgebäude für neue und
moderne Maschinen erweitern

Kehl-Leutesheim (pr). Die Firma Jaco in Leutesheim will ihr Betriebsgebäude im rückwärtigen Bereich erweitern. Das Unternehmen stellt mit rund 150 Mitarbeitern Kunststoffverpackungen für die Pharmaindustrie her.

Das Projekt wurde diese Woche in der öffentlichen Ortschaftsratsitzung von Architekt Peter Thome und Firmenvertreter Wolfgang Wehrle vorgestellt. Wegen des Bauvorhabens muss der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden. In dem Verfahren wird die Öffentlichkeit noch angehört, informierte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann.

Jaco geht es dem Vernehmen nach gut. Die Auftragslage entwickelt sich positiv, hieß es in der Versammlung. Um den gestiegenen Kundenwünschen weiterhin gerecht zu werden, sollen neue, moderne Maschinen für das Herstellen und Bedrucken der Kunststoffröhrchen angeschafft werden. Dafür braucht das Unternehmen einen Erweiterungsbau. Das alte Firmengebäude aus den 50er Jahren könne die immer größer und schwerer werdenden Maschinen aus statischen Gründen nicht aufnehmen, erklärte Architekt Peter Thome.

Im rückwärtigen Bereich soll eine Halle mit einer Größenordnung von 50 mal 50 Meter entstehen. In einem zweiten Bauabschnitt will das Unternehmen daran noch einmal ein Gebäude anbauen, das ungefähr halb so groß ist.

Um diesen neuen Bereich des Firmengebäudes mit Fahrzeugen zu erreichen, will Jaco eine Betriebsstraße bauen. Die Streckenführung soll über das Gelände des benachbarten Anwesens "Caprovila", das Jaco vor kurzem erworben hat, erfolgen. Die Straße könnte um den gesamten Betrieb führen und östlich des jetzigen Mitarbeiterparkplatzes am Dorfende wieder in die Bodersweierer Straße einmünden, berichtete Peter Thome. Die Logistik würde dadurch optimiert, auch ein eventueller Feuerwehreinsatz würde einfacher, so der Architekt. Bei dieser Variante würde Jaco die Altenbruchstraße als Betriebszufahrt nicht mehr benötigen, versicherte Thome.

Abgerissen werden soll das jetzige Werkstattgebäude. Es wurde vor rund 25 Jahren im Hof des Anwesens errichtet. Die Werkstatt soll in das alte Druckereigebäude verlagert werden. Durch den Abriss würde Jaco im Hof mehr Platz für das Be- und Entladen von LKWs gewinnen, erklärte Peter Thome. In östliche Richtung erweiterte werden soll der Mitarbeiterparkplatz.

Wie ist der aktuelle Lärmpegel und wie entwickelt sich der LKW-Verkehr, wollte Stadt- und Ortschaftsrätin Margot Wohlbold-Melet wissen. Thome berichtete, dass Jaco nach dem Erstellen neuer Rohstoffsilos im Frühjahr diesen Jahres ein Gutachten erstellen ließ mit dem Ergebnis, dass alle Grenzwerte unterschritten werden. Wolfgang Wehrle von der Firma Jaco erläuterte, dass Jaco täglich von rund zehn bis zwanzig LKWs angefahren werde. Diese Zahl werde sich nach der Erweiterung erhöhen. Das Mehr an Fahrzeugen könne jedoch durch die angestrebte Verbesserung der Logistik ausgeglichen werden, so Wehrle.

Stadtplaner Jürgen Rauch sieht aus städtebaulicher Sicht keine Hindernisse für die Erweiterung. Er schlug vor, die geplante Betriebsstraße ein Stück zu versetzen. Damit könnte man die hinter dem Betriebsanwesen liegende Streuobstwiese erhalten.

Ortsvorsteher Ernst Kleinmann begrüßte die Baupläne Jacos ebenfalls und attestierte der Firma ein sehr gelungenes Konzept.




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Aktives Dorf Leutesheim, Juli 2007