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Ortschaftsrat Leutesheim

Strohmfehlplanung in der Mehrzweckhalle war Thema im Leutesheimer Ortschaftsrat

Kehl-Leutesheim (pr). Wer ist daran Schuld, dass der Stromanschluss in der Leutesheimer Mehrzweckhalle nach Installation der neuen Küche nun zu klein ausgelegt ist? Bürgermeister Jörg Arbruster meint: Die Ortsverwaltung. Rathauschef Ernst Kleinmann gab den "Schwarzen Peter" in der jüngsten Ratsitzung an die Planungsbüros weiter.

Bürgermeister Armbruster hat in einem Brief an Ortsvorsteher Ernst Kleinmann, den der Rathauschef nun in der jüngsten öffentlichen Ratsitzung verlas, jedweder Probleme beim Ablauf der Bauarbeiten zur Leutesheimer Hallenerweiterung zurückgewiesen. "Die Berichterstattung in der Kehler Zeitung über die öffentliche Ortschaftsratsitzung Anfang Oktober suggeriere dies", monierte der 1. Beigeordnete. So habe sich ein vermeintlicher Wasserrohrbruch in der Wand als harmlose Undichtigkeit außerhalb der Wand herausgestellt, die bereits behoben worden sei. Die im Rat kritisierten Auftragsnachträge seien gemäß Aufstellung der Hochbauabteilung ausnahmslos auf Anweisung der Ortsverwaltung erfolgt. Im Bauablauf seien bisher keine Nachträge erforderlich gewesen, so Armbruster.

Der zu schwach ausgelegte Stromanschluss sei ausschließlich darauf zurück zu führen, dass während der Baumaßnahme auf Veranlassung der Ortsverwaltung und ohne vorherige Abstimmung ein geplanter Gasherd gegen einen Elektroherd mit 22 Kilowatt Anschlussleistung ausgetauscht worden sei. Wenn nun sämtliche Elektrogeräte auf einmal in Betrieb genommen werden, reiche die vorhandene Leistung natürlich nicht mehr aus. Die Mehrkosten für einen stärkeren Hallen-Stromanschluss gingen auf die Entscheidung des Ortschaftsrates zurück, schrieb Jörg Armburster.
Ernst Kleinmann erklärte, dass man tatsächlich in den anfänglichen Planungen und Gesprächen die Anschaffung eines Gasherdes favorisiert habe. Die daraufhin einsetzende Diskussion über den Standort der Gasflaschen und der Abrechnung des Gasverbrauchs habe diese Idee allerdings sehr schnell wieder verworfen. "Bei den Beratungen am 8. und 18. Dezember 2003 war Gas bereits kein Thema mehr. Der Elektroherd war dann auch schon im Einrichtungsplan vom 15. Januar 2004 enthalten. Zusammen mit Firmenvertretern des Ingenieurbüros Renner und Küchenbauers Friedmann habe man die Kücheneinrichtung endgültig am 25. März diesen Jahres festgelegt. Spätestens jetzt hätte sich das Büro Renner und der Elektroplaner Schmidt aus Lahr gegenseitig austauschen und entsprechend reagieren müssen. Der Ortsverwaltung nun Versäumnisse vorzuwerfen, sei nicht richtig", sagte Ernst Kleinmann.

Die Ratsmitglieder schlossen sich der Meinung des Ortsvorstehers an. Es ist ein Versäumnis der Planungsbüros, so Ottmar Schneider, denen sollte man die Mehrkosten aufbrummen. Die Verstärkung des Anschluss wird laut Ernst Kleinmann 12.000 Euro kosten. Möglicherweise sei darüber hinaus die ganze elektrische Schaltanlage in Frage gestellt.

Rainer Hauß schoss verbal auch in Richtung Stadtverwaltung: "Wenn die behaupten, dass der Bauablauf bei der Leutesheimer Hallenerweitung gut laufe, dann wundert es mich nicht, wenn es bei der Stadt aus finanzieller Sicht schlecht läuft."




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Aktives Dorf Leutesheim, November 2004