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Ortschaftsrat Leutesheim

Schuldiskussion in Leutesheim - Rat moniert:
"Was in Bodersweier und Goldscheuer gelaufen ist,
war ein höchst kontraproduktives Verhalten"

Kehl-Leutesheim (pr). Eine verbale Klatsche verteilte der Ortschaftsrat Leutesheim den Ortsgremien von Bodersweier und Goldscheuer. In der jüngsten Leutesheimer Ratsitzung regten sich Bürgervertreter darüber auf, dass man in Bodersweier und Goldscheuer bereits über das Thema Schulen öffentlich diskutiert hat. "Die Sache ist noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, weil sich die Stadt Kehl über die Entwicklung der Schulen noch keine Meinung gebildet hat", sagte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Was bislang vorliege, seien lediglich Zahlen, statistische Auswertungen und ein paar Lösungsvorschläge, die ein Gutachter zusammengestellt hat. Weder von Seiten der Stadtverwaltung noch vom Gemeinderat liege irgendeine Stellungnahme vor. Was in Bodersweier und Goldscheuer gelaufen sei, wäre ein höchst kontraproduktives Verhalten, monierte Kleinmann.

Besorgte Eltern der Grundschule hatten das Thema in der jüngsten Ortschaftsratsitzung angesprochen und fragten, ob die Leutesheimer Grundschule eventuell geschlossen wird. In dem Gutachten wird die Variante "Auflösung der Leuteheimer Grundschule" mit Verlegung der Kinder nach Auenheim offensichtlich gespielt.

Ratsmitglied Hans Baas monierte, dass Bodersweier und Goldscheuer mit ihrem Vorpreschen versuchen schon Pflöcke zu schlagen. Hier werde bereits jetzt schon eine Front aufgebaut und er zeigte sich besorgt darüber, dass Leutesheim am Schluss eine Art Bauernopfer sein könnte.

Von Seiten der anwesenden Eltern wurde vorgeschlagen, die kommenden Wochen bereits zu nutzen um zusammen mit Ortschaftsrat, Lehrern und Eltern Argumente für den Erhalt der Leutesheimer Grundschule zu sammeln. Auch solle sich Leutesheim für den weiteren Bestand der Hauptschule in Bodersweier stark machen. "Kork ist für unsere Kinder zu weit", sagte ein Vater.

Ernst Kleinmann versuchte zu beschwichtigen und verwies darauf, dass in dieser Angelegenheit noch nichts entschieden sei. "Wir stehen erst vor dem Beginn der Meinungsbildung", sagte der Leutesheimer Rathauschef.

Am Mittwoch dieser Woche soll das Thema im Kehler Rathaus mit den Ortsvorstehern diskutiert werden. Ulrike Kleinknecht-Strähle, die bei der Stadt Kehl den Fachbereich Bürgerdienste leitet, werde sich in Kürze mit dem Ortschaftsrat austauschen, informierte Rätin Margot Wohlbold-Melet.
"Sobald wir wissen, in welche Richtung die Sache geht, werden wir aktiv", versprach Ernst Kleinmann.





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Aktives Dorf Leutesheim, April 2008