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Ortschaftsrat Leutesheim
Hohe Reparaturkosten an öffentlichen
Gebäuden
Kehl-Leutesheim
(pr). An den
städtischen Gebäuden in Leutesheim besteht offensichtlich nicht
unerheblichen Reparaturbedarf. Die Liste des Ortschaftsrats mit
den Haushaltsanmeldungen für den Doppelhaushalt 2009/2010 ist
daher ziemlich groß.
Dicke Brocken sind das Schulgebäude und die Mehrzweckhalle. Allein die
Betonsanierung am Schulgebäude wird nach Berechnungen der Stadt rund 74 000 Euro
kosten. Wie Ortsvorsteher Ernst Kleinmann mitteilte, besteht seit einiger Zeit
schon Gefahr durch herunter fallenden Beton- und Fassadenteile. Auch regnet es
durch alte Fenster in die Innenräume. Gesundheitsschädliche Schimmelbildung sei
die Folge, hieß es in der Versammlung. Kostenaufwand hier: 45 000 Euro. Ersetzt
haben will der Rat mit Blick auf Energieeinsparung auch zwei undichte Außentüren
an der Schule. Und ob die Stadt das Streichen der Klassenzimmer jedes Mal den
Eltern aufbürden will, müsse auch kritisch betrachtet werden, sagte der
Rathauschef.
Dringenden Sanierungsbedarf sehen die Leutesheimer Räte auch für die
Toilettenanlagen der Lehrer (10 000 Euro) und Schüler (20 000 Euro).
Ratsmitglied Rainer Hauß monierte zudem, dass in der Schule eine
Brandmeldeanlage (BMA) und Löschdecken fehlen. Geprüft werden soll die
Möglichkeit einer Feuerwehrzufahrt zum Schulhof.
Repariert werden muss auch das Dach der Mehrzweckhalle (30 000 Euro). Immer
wieder regne es rein. In einem sehr schlechten baulichen und hygienischen
Zustand seien auch die Schülertoiletten in der Halle. Die Kosten dafür seien
noch zu ermitteln.
Für 2010 beantragen die Leutesheimer eine Betonsanierung an der Hallenfassade
(70 000 Euro) sowie das Austauschen von blind gewordenen Fensterelementen im
alten Foyerbereich.
Im Kindergarten gibt es kaum noch funktionstüchtige Spielgeräte, sagte Elke
Zeller in der Versammlung. »Die alte Schaukel und Rutschbahn wurden nach einer
Sicherheitsprüfung außer Betrieb genommen«, berichtete die Ortschaftsrätin. Und
bei der Doppelschaukel sowie dem Spielgerät »Kinder-Baustelle« seien tragende
Elemente angefault.
Dringend saniert werden müsse auch die Außenfassade des Kindergartengebäudes (23
000 Euro). Diverse Fenster (12 000), Dachrinnen und Fallrohre (5 000) sowie die
Heizungsanlage (25 000) müssten ersetzt werden. Die Außenanlage im
Zugangsbereich gehöre dringend neu gestaltet.
Das Rathaus soll außen (26 000 Euro) und innen (8 000) neu gestrichen werden
sowie neue Zugangstüren (9 500) erhalten. Neue Besucherstühle für das
Sitzungszimmer sollen 6 000 Euro kosten. Am Feuerwehrhause soll die
Zugangsfläche mit noch zu ermittelndem Kostenaufwand gepflastert, der
Feuerwehrturm soll gestrichen (6 750) und die Garagentore (10 000) ersetzt
werden, erklärte Ernst Kleinmann.
Der Billardtisch im Jugendtreff soll neu bespannt werden, außerdem braucht der
Treff neue Queues zum Spielen. Nebenan soll die baufällige Zugangstür (5 000
Euro) zum Vereinslagerraum ersetzt, die Rampe davor saniert werden (4 000).
Diverse öffentliche Grünflächen an der Ortseinfahrt von Bodersweier, am Rathaus
und Ecke Rheinauer Straße sollen neu gestaltet werden, hieß es in der
Versammlung. Der Trainingsrasen am Sportplatz müsse eingeebnet (5 000 Euro), die
dortige Weitsprunganlage, das Volleyballfeld und die Laufbahn instand gesetzt
werden.
Um Raser zu bremsen soll an der Ortseinfahrt von Honau kommend eine
Verkehrsinsel in die Kreisstraße eingebaut werden. Über den genauen Standort
will sich der Ortschaftsrat noch Gedanken machen.

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