.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2003 »
 


Ortschaftsrat Leutesheim

Personalkosten reduzieren

Kehl-Leutesheim (pr). Die Personalkosten der Stadt Kehl sollen reduziert werden. Dies wird nach Lage der Dinge auch Auswirkungen haben auf den Jugendtreff in Leutesheim. Das Thema wurde in der jüngsten Leutesheimer Ratsitzung mit OB Günther Petry diskutiert.

Die Stadt hätte aufgrund einer äußerst angespannten Finanzlage die Pflicht im Personalbereich zu sparen "was das Zeug hält", sagte der Kehler Rathauschef. "In den nächsten sechs Jahren wird keine freiwerdende Stelle mehr besetzt. Wir werden quasi im eigenen Saft schmoren", erklärte Petry, dies sei ein "Saugeschäft", denn die Arbeit der Ausscheidenden müsse auf die Verbleibenden verteilt werden. Pro Jahr will man so sechs Stellen eingesparen, hieß es.

Beim Leutesheimer Jugendtreff soll die Arbeitszeit von Leiterin Monika Lindenberg um wöchentlich zwei Stunden gekürzt werden. Ortsvorsteher Ernst Kleinmann berichtete, dass die evangelische Kirche den Zuschuss für Leutesheimer Jugendtreff um 1.500 Euro auf nunmehr 4.500 Euro pro Jahr kürzen werden. "Wir sind nicht bereit dies auszugleichen", betonte Petry. Kleinmann rechnete vor, dass die Kürzung der Kirche umgerechnet eine Stunde pro Woche ausmache, "warum sollen dann zwei entfallen", fragte der Leutesheimer Ortsvorsteher. Dass ein Jugendtreff von der Kirche bezuschusst werde, sei einmalig in Kehl. "Man kann uns doch nun nicht bestrafen, wenn dieser Zuschuss immer kleiner wird", betonte Kleinmann. Außerdem komme man im Leutesheimer "Treff" ohne Reinigungskraft und ohne Zivildienststelle aus. "In Goldscheuer gibt es zwei volle Stellen, einen Zivi und eine Putzfrau", berichtete Margot Wohlbold-Melet. Man müsse die Stundenzahlen bei der Jugendarbeit an der Einwohnerzahl messen, foderten die Gemeinderätin und Ernst Kleinmann. "Wenn sich dann herausstellt, dass wir im Vergleich zu anderen zu hoch liegen, sind wir gerne zum Sparen bereit", sagte der Leutesheimer Rathauschef.

Angesprochen wurden am Montagabend auch die Personalkosten bei den Ortsverwaltungen. Günther Petry: "Die Gemeindeprüfungsanstalt hat festgestellt, dass diese in Kehl im Vergleich zu anderen Städten doppelt so hoch sind." Ernst Kleinmann begründete das damit, dass eben eine weitergehende externe Sachbearbeitung stattfinde, zum Beispiel bei der Beantragung eines Personalausweises. Günther Petry sagte, dass die Stadt dies derzeit überprüfen lasse, nach dem Motto: "Was wird auf bei den Ortsverwaltungen geleistet, das anderso nicht geleistet wird?"

Auch August Karch meldete sich in dieser Sache während der Bürgerfragestunde zu Wort. Manche Ämter in Kehl hätten in jüngster Zeit personell gewaltig zugelegt, monierte der frühere Leutesheimer Ortsvorsteher. Petry begründete dies mit einem erhöhten Arbeitsanfall im Bereich Bauwesen. Dieser sei aber zeitlich begrenzt und man habe deshalb auch nur befristete Verträge vereinbart.



zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, September 2003