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Ortschaftsrat Leutesheim

Öffentliche Ortschaftsratsitzung September
Leutesheimer schlugen dem Ortschaftsrat vor, was im Dorf besser werden soll: Vom kleppernden Kanaldeckel bis zur Fußgängerampel

Kehl-Leutesheim (pr). »Was soll in Leutesheim besser werden?« - diese Frage wurde den Einwohnern im Mitteilungsblatt zweimal gestellt. In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats wurden die eingegangene Wünsche und Verbesserungsvorschläge nun diskutiert.

Punkt für Punkt wurde abgearbeitet, »die Bürger sollen sehen, dass ihre Anregungen nicht im Papierkorb landen«, erklärte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann.

Ein verschmutztes Tempo-30-Schild in der Rathausstraße, Anbringen eines Hinweisschildes »Vorsicht Schulweg« für Autofahrer in der Feldwörthstraße sind Wünsche, die die Ortsverwaltung sehr rasch erfüllen kann und will. Auch die neue Friedhofhecke soll so gestutzt werden, dass sie die Sicht im Straßenkreuzungsbereich nicht behindert.

Kritsischer betrachtet wurde die Bitte, den Grünaufwuchs entlang des Gießelbaches zurück zu schneiden. Ernst Kleinmann wies darauf hin, dass im Bereich des Dorfes praktisch ausschließlich Privatgrundstücke an das Wasser angrenzen und die Eigentümer verpflichtet seien die Böschung sauber zu halten.

Eine Bahn für Inliner und Skateboarder, ein Basketballkorb für Jugendliche und die durchgängige Straßenbeleuchtung bis zum Schützenhaus: »Für die Einrichtung einer solchen Bahn ist Leutesheim zu klein«, sagte der Ortsversteher, »einen Basketballkorb gibt es bereits beim Jugendtreff und ein beleuchteter Weg zum Schützenhaus wäre zwar wünschenswert ist aber aus finanzieller Sicht nicht realisierbar«, so der Grund für die Ablehnung.

Die Befestigung des kleinen Verbindungsweges zwischen der Gießelbachstraße und der Linxer Straße, was ebenfalls angeregt wurde, soll hingegen realisiert werden. Bereits Anfang Juni hätte deswegen ein Termin mit der Tiefbauverwaltung stattgefunden, da es auf dem Pfad in der Vergangenheit bereits zu kleineren Unfällen gekommen sei, berichtete Ortsvorsteher Kleinmann. »Vereinbart wurde, dass der Weg in einer Breite von einem Meter befestigt wird. Die Arbeiten sollen bis Mitte Oktober ausgeführt werden«, versprach der Rathauschef.

Ein fehlender Pflasterstein in der Linxer Straße und wucherndes Unkraut im Gehweg: Der Stein wurde bereits ersetzt und das Sauberhalten sei Sache der Anlieger, so die Stellungnahme.

Eine Außenleuchte mit Bewegungsmelder am Haupteingang der Schule, Fahrbahnabsackung im Bereich der Kindergartenbrücke und ein Kanaldeckel der dort wackelt-der Rat will die Notwendigkeit von den städtischen Fachabteilungen prüfen lassen.

Wiederholt auf den Tisch kam der Wunsch nach einer Fußgängerampel bei der Kirche oder Bäckerei Karch. »Dieser Antrag wurde schon wiederholt abgelehnt«, hieß es, »die vorgeschriebene Verkehrsteilnehmerzahl ist bei uns für eine Ampel nicht gegeben«. Beantragte Geschwindigkeitskontrollen in Tempo-30-Zonen wolle man aber durchführen lassen. Auch das Thema Schnakenplage wurde angesprochen. Sie sei aber, versicherte Ernst Kleinmann, in diesem Jahr weit geringer als vor zwei Jahren und damit rückläufig.

Schuttablagerungen im Rheinwald - der Verursacher konnte bereits ermittelt werden und eine nicht brennende Straßenleuchte in der Nordstraße: die Beanstandung sei vom Überlandwerk bereits beseitigt, erläuterte der Ortsvorsteher.

Neue Einrichtung für das Lehrerzimmer
In der jüngsten Ratsitzung in Leutesheim informierte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann über Auftragsvergaben: Das Lehrerzimmer in der Grundschule soll für 6.400 Euro neu eingerichtet werden. 5.600 Euro werden für Bodenbelagsarbeiten in einem Gruppenraum des Kindergartens ausgegeben. Und die Fliesenarbeiten in einem Kellerraum des Jugendtreff-Gebäudes in der Gießelbachstraße kosten 2.755 Euro.

Ein neues Urnengrabfeld auf dem Leutesheimer Friedhof
Die Ergebnisse der von der Deutschen Verkehrswacht Kehl-Hanauerland im Mai und Juni diesen Jahres in der Bodersweierer Straße, Linxer Straße und Kindergartenstraße durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen liegen für Interessierte zur Einsichtnahme im Rathaus aus, berichtete Ortsvorsteher Ernst Kleinmann in der jüngsten Ratsitzung. Die Gemeindevertreter sprachen sich dafür aus, weitere Messungen in der Feldwörthstraße und in der Ortenauer Straße durchführen zu lassen. Mitgeteilt wurde ebenso, dass noch in diesem Jahr ein Teilstück der Straße »Im Hinterhof« von Haus Nr. 3 bis Nr. 9 ausgebaut wird.

Bekannt gegeben wurde auch, dass die Stadt eine Vereinbarung mit dem Sportverein abgschlossen hat mit dem Inhalt, dass die Fußballer Hecken und Bäume auf dem Sportplatzgelände selbst ausmähen und dafür entsprechendes Gerät von der Stadt erhalten.

Ernst Kleinmann informierte weiter, dass auf dem Friedhof ein neues Urnengrabfeld angelegt werden soll. Es wird auf dem alten Friedhofsteil nördlich der bereits vorhandenen Urnengräber enstehen. Ferner soll eine weitere Wasserzapfstelle auf dem alten Friedhofteil installiert werden.

Das Begrüßungsschild an der Ortsausfahrt in Richtung Auenheim wurde mit einem Beet eingefasst. Es soll demnächst vom Betriebshof bepflanzt werden, berichtete Ernst Kleinmann. Der Ortsvorsteher teilte weiter mit, dass der Antrag auf Bezuschussung der Baumaßnahme »Hallenerweiterung« inzwischen gestellt sei. Mit einer Entscheidung könne man im Laufe des kommenden Frühjahres rechnen.



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Aktives Dorf Leutesheim, September 2002