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Ortschaftsrat Leutesheim
Öffentliche Ortschaftsratsitzung am
21. März 2005
Kehl-Leutesheim
(pr). Margot Wohlbold-Melet und Ernst Kleinmann sind seit 20
Jahren Mitglied des Leutesheimer Ortschaftsrates. Am vergangenen
Montag wurden die beiden dafür mit dem Verdienstabzeichen in
Silber des Städtetages ausgezeichnet.
Der Ortschaftsrat könne sich glücklich schätzen Margot
Wohlbold-Melet im Gremium zu haben, lobte Ortsvorsteher Ernst
Kleinmann. Nicht zuletzt durch die Mitgliedschaft im
Gemeinderat, bei dem sie in vielen wichtigen Gremien sitze, habe
ihre Stimme ein ganz besonderes Gewicht, so der Rathauschef
weiter. Kleinmann ist ebenfalls seit 1984 im Leutesheimer
Ortschaftsrat. Er wurde ebenfalls geehrt. "Seit 1999 ist er
Ortsvorsteher und der Terminkalender seither stets voll",
ergänzte dazu sein Stellvertreter Gerhard Hummel. Insbesondere
die letzten zwei, von der Hallenerweiterung geprägten Jahre
hätten Kleinmann sehr in die Pflicht genommen. Doch der
Rathauschef habe bislang stets alles mit Bravour gemeistert,
lobte Hummel.
Die Mehrzweckhalle war weiteres Thema in der öffentlichen
Sitzung am Montagabend. Es ging um die Höhe des Nutzungsentgelts
für die Halle und das Foyer. Der Ortschaftsrat stimmte dem
Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig zu. Leutesheimer
Vereine bekommen demnach die Halle und das Foyer für
Veranstaltungen ohne Gewinnerzielungsabsicht, was in Leutesheim
praktisch nicht vorkommt, kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei
kommerziellen Anlässen werden 100 Euro erhoben. Beschränkt sich
die Nutzung ausschließlich auf Foyer, Küche und Theke kostet
dies 50 Euro. Firmen und Auswärtige müssen für Halle, Foyer und
Küche 400 Euro entrichten. Private Feste im Foyer kosten 120
Euro. Die Küche soll dabei kalt bleiben, das Essen müsste man
sich gegebenenfalls kommen lassen, hieß es in der Versammlung.
Auch sei bei privaten Feiern eine Hallenmitbenutzung etwa durch
spielende Kinder tabu. Kirche, Kindergarten, Feuerwehr und DRK
dürfen Halle und Foyer einmal pro Jahr gratis benutzen.
Bei allen Veranstaltungen sollen die Energiekosten zusätzlich
und nach jeweiligem Verbrauch verhoben werden. Ernst Kleinmann
betonte, dass man bei der Festsetzung der Entgelte für das
private Nutzen des Foyers bewusst rund zehn Prozent über dem
Satz geblieben ist, der von den einheimischen Vereine für ein
Anmieten der Vereinsheime verlangt wird. Auf der anderen Seite
wolle man der Vermietung keinen übergroßen Riegel vorschieben:
"Wir wollen kein goldenes Kettchen um unsere Halle hängen",
betonte der Ortsvorsteher.
Bekannt gegeben wurde in der öffentlichen Ratsitzung, dass die
Firma Jaco beabsichtige, sich künftig die für die Produktion von
Kunststoffverpackungen benötigten Rohstoffe über den
rückwärtigen, im Süden des Betriebsgeländes gelegenen Bereich
anliefern zu lassen. Zu diesem Zweck müsse man die
Altenbruchstraße so ausbauen, dass sie auch von schweren Lkws
befahren werden kann, berichtete Ernst Kleinmann. Jaco spiele
zudem mit dem Gedanken, den Betrieb in diesem Bereich zu
erweitern. "Wann Jaco bauen wolle, sei noch unklar", sagte der
Ortsvorsteher, "wir werden der Firma jedenfalls keine Steine in
den Weg legen. Es ist ein sauberer und kein lauter Betrieb und
das Gelände wäre auch da", betonte Kleinmann.
Jugendtreff-Leiterin Monika Lindenberg hat mit Erfolg an einem
Fortbildungslehrgang teilgenommen. Sie sei auch in anderen
Bereich für die Jugend engagiert, was auch positiv für
Leutesheim sei, gab Ernst Kleinmann weiter bekannt. Künftig
werde man im Leutesheimer Jugendtreff von privater Seite auch
Gitarrenunterricht anbieten.
Immer leiser werden hingegen die Töne was das Projekt
"Solarstrom aus Leutesheim" anbelangt. Nachdem eine Installation
der Kollektoren auf dem Dach der Grundschule wegen ausstehenden
Sanierungsarbeiten gescheitert war, wurde nun das Dach der
Mehrzweckhalle auf entsprechende Eignung untersucht. "Heraus
kam, dass man dort in der gleichen Bredouille steckt",
berichtete Ernst Kleinmann. Die Stadt wolle das Dach vor einer
Inanspruchnahme nicht sanieren, gegebenenfalls müsse die
Solarstromgesellschaft in die Sanierungspflicht gehen, was mit
Sicherheit jedoch kein Thema sei, sagte dazu Ernst Kleinmann.

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