.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2002 »
 


Ortschaftsrat Leutesheim

Öffentliche Ortschaftsratsitzung Mai, #2

Kehl-Leutesheim (pr). Als "ein dickes Ei" bezeichnete Leutesheims Ortsvorsteher Ernst Kleinmann in der jüngsten Ratsitzung die Informationspolitik der Stadtverwaltung Kehl im Zusammenhang mit einer Fördermaßnahme der Bahn.

Von Kollege Richard Schüler und aus der Kehler Zeitung habe er erfahren müssen, dass die Kommunen Geld für Renaturierungsmaßnahmen erhalten - als Ausgleich für den Geländeverbrauch der Bahn bei der Neutrassierung der Rheintalstrecke. "Am letzten Freitag hab´ ich davon erfahren, am Mittwoch darauf war schon Abgabeschluss für die Beantragung". Auf Gemarkung Leutesheim sei das Ausbaggern des "Rosswörth" und die Entschlammung des "Roggensandl-Gießen" laut Mitteilung des städtischen Umweltbeauftragten Siegfried Schneider als Zuschussmaßnahme vorgesehen gewesen. Die Ortsverwaltung sei darüber nicht informiert worden. "Für uns keine maßgeschneiderte Maßnahme", meinte Ernst Kleinmann und schob daraufhin eiligst einen eigenen Vorschlag nach: Ein noch herzustellender Abzweig der alten Kinzig soll in den Baggersee "Bündtwörth" eingeleitete werden, den großen und kleinen Leutesheimer Altrhein mit frischem Wasser versorgen, und danach wieder in die alte Kinzig fließen. Der Ortsvorsteher verspricht sich davon eine Steigerung der Wasserqualität in den Altwässern. Die Lebensgrundlage für Fische und Amphibien würde sich verbessern, glaubt Ernst Kleinmann. Der Ortschaftsrat schloss sich der Meinung Rathauschefs nachträglich an. "Die Chancen dass wir für diese Geschichte Geld bekommen sind zwar nicht sehr groß. Aber falls es Fördermittel gibt, sollen sie auch in etwas Sinnvolles reinfließen", rechtfertigte der Leutesheimer Rathauschef sein Eingreifen.

Um schlechtes, mit unter auch stinkendes Wasser ging es in der jüngsten Leutesheimer Ratsitzung unter Punkt "Verschiedenes": "Angrenzer am Gießelbach schmeißen Grasabschnitte und Gartenabfälle in das Wasser. Und das ist längst noch nicht alles", kritisierte Ernst Kleinmann. Teilweise würden auch tote Hühner und Hasen im Dorfbach treiben, "und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Tiere ertrunken sind", klagte der Leutesheimer Ortsvorsteher. Letztendlich würde der Unrat oftmals kurz vor Honau an einem Brückenpfeiler hängen bleiben. "Ein untragbarer Zustand", schimpfte der Rathauschef. Er habe den einen oder anderen "Absender" schon in Verdacht, sagte der Ortsvorsteher, "und wenn das in Zukunft nicht aufhört, werden die Verursacher angezeigt. Es gibt kein Pardon mehr", versprach Ernst Kleinmann.

Manche Angrenzer am Gießelbach bei Leutesheim schmeißen gerne Gartenabfälle, sogar tote Hühner und Hasen in den Dorfbach. Kurz vor Honau staut sich das Ganze. Die Ortsverwaltung Leutesheim will gegen die Absender jetzt streng vorgehen.

Einen Rüffel wegen Baumfällarbeiten an der Kinderschule kassierte die Leutesheimer Ortsverwaltung von der Stadtverwaltung. "Die Zuständigkeit lag beim Umweltausschuss. Das wurde nicht berücksichtigt", berichtete Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Die Bäume wurden von der Leutesheimer Feuerwehr "gekürzt". "Unterm Strich war die Maßnahme 80 Euro teuer als die Technik der Stadt", sei laut Kleinmann Seitens der Stadt beanstandet worden



zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, Mai 2002