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Ortschaftsrat Leutesheim
Öffentliche Ortschaftsratsitzung
Mai, #2
Kehl-Leutesheim
(pr). Als "ein dickes Ei" bezeichnete Leutesheims Ortsvorsteher
Ernst Kleinmann in der jüngsten Ratsitzung die
Informationspolitik der Stadtverwaltung Kehl im Zusammenhang mit
einer Fördermaßnahme der Bahn.
Von Kollege Richard Schüler und aus der Kehler Zeitung habe er
erfahren müssen, dass die Kommunen Geld für
Renaturierungsmaßnahmen erhalten - als Ausgleich für den
Geländeverbrauch der Bahn bei der
Neutrassierung
der Rheintalstrecke. "Am letzten Freitag hab´ ich davon
erfahren, am Mittwoch darauf war schon Abgabeschluss für die
Beantragung". Auf Gemarkung Leutesheim sei das Ausbaggern des
"Rosswörth" und die Entschlammung des "Roggensandl-Gießen" laut
Mitteilung des städtischen Umweltbeauftragten Siegfried
Schneider als Zuschussmaßnahme vorgesehen gewesen. Die
Ortsverwaltung sei darüber nicht informiert worden. "Für uns
keine maßgeschneiderte Maßnahme", meinte Ernst Kleinmann und
schob daraufhin eiligst einen eigenen Vorschlag nach: Ein noch
herzustellender Abzweig der alten Kinzig soll in den Baggersee
"Bündtwörth" eingeleitete werden, den großen und kleinen
Leutesheimer Altrhein mit frischem Wasser versorgen, und danach
wieder in die alte Kinzig fließen. Der Ortsvorsteher verspricht
sich davon eine Steigerung der Wasserqualität in den Altwässern.
Die Lebensgrundlage für Fische und Amphibien würde sich
verbessern, glaubt Ernst Kleinmann. Der Ortschaftsrat schloss
sich der Meinung Rathauschefs nachträglich an. "Die Chancen dass
wir für diese Geschichte Geld bekommen sind zwar nicht sehr
groß. Aber falls es Fördermittel gibt, sollen sie auch in etwas
Sinnvolles reinfließen", rechtfertigte der Leutesheimer
Rathauschef sein Eingreifen.
Um schlechtes, mit unter auch stinkendes Wasser ging es in der
jüngsten Leutesheimer Ratsitzung unter Punkt "Verschiedenes":
"Angrenzer am Gießelbach schmeißen Grasabschnitte und
Gartenabfälle in das Wasser. Und das ist längst noch nicht
alles", kritisierte Ernst Kleinmann. Teilweise würden auch tote
Hühner und Hasen im Dorfbach treiben, "und ich kann mir nicht
vorstellen, dass diese Tiere ertrunken sind", klagte der
Leutesheimer Ortsvorsteher. Letztendlich würde der Unrat oftmals
kurz vor Honau an einem Brückenpfeiler hängen bleiben. "Ein
untragbarer Zustand", schimpfte der Rathauschef. Er habe den
einen oder anderen "Absender" schon in Verdacht, sagte der
Ortsvorsteher, "und wenn das in Zukunft nicht aufhört, werden
die Verursacher angezeigt. Es gibt kein Pardon mehr", versprach
Ernst Kleinmann.
Manche Angrenzer am Gießelbach bei Leutesheim schmeißen gerne
Gartenabfälle, sogar tote Hühner und Hasen in den Dorfbach. Kurz
vor Honau staut sich das Ganze. Die Ortsverwaltung Leutesheim
will gegen die Absender jetzt streng vorgehen.
Einen Rüffel wegen Baumfällarbeiten an der Kinderschule
kassierte die Leutesheimer Ortsverwaltung von der
Stadtverwaltung. "Die Zuständigkeit lag beim Umweltausschuss.
Das wurde nicht berücksichtigt", berichtete Ortsvorsteher Ernst
Kleinmann. Die Bäume wurden von der Leutesheimer Feuerwehr
"gekürzt". "Unterm Strich war die Maßnahme 80 Euro teuer als die
Technik der Stadt", sei laut Kleinmann Seitens der Stadt
beanstandet worden
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