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Ortschaftsrat Leutesheim
Öffentliche Ortschaftsratsitzung
Mai, #1
Kehl-Leutesheim
(pr). Während der jüngsten Leutesheimer Ortschaftsratsitzung
stellte Stadtarchitekt Friedhelm Mündel erste Entwürfe der
geplanten Hallenerweiterung vor. Anwesend waren auch
Leutesheimer Vereinsvertreter.
Das Gebäude soll in westliche, dem Festplatz zugewandte Richtung
erweitert werden. In dem Anbau sollen ein Küchenanbau, das neue
Foyer mit 100 qm, ein Bühnennebenraum mit 41 qm und ein
zusätzlicher Geräteraum mit 23 qm Platz finden, erläuterte der
Chef der städtischen Hochbauabteilung. Die Küche wird durch die
Baumaßnahme doppelt so groß. Im Bereich des bisherigen Foyers
sollen Sozialräume für das Küchen- und Servicepersonal und
möglicherweise auch ein Raum für den Hausmeister sowie ein
weiterer Geräteraum entstehen, so Mündels Vorschlag.
Die größten Sorgen bereitete Mündel die Optik des Anbaus. Das
Problem ist der Bühnennebenraum. Dessen Fußboden ist dem Niveau
der Bühne angepasst. Folglich ist der Raum höher als das Foyer
und der angrenzende Geräteraum und ragt aus dem äußeren
Gesamtbild heraus, erklärte Mündel. Um das Problem relativ
anschaulich zu lösen, will der Architekt weitere Vorschläge
ausarbeiten - einen mit einem Schrägdach und einen mit einem
Flachdach. Möglicherweise müssen die oberen Fenster in der
Festhalle verkleinert werden. Ernst Kleinmann würde dies
bedauern: "Wir haben erst vor kurzem neue Scheiben einbauen
lassen", so der Ortsvorsteher. Musikvereinboss Jürgen Zeller war
der Ansicht, dass die Fensterrahmen ohnedies nicht mehr in gutem
Zustand sind: »Man kann das Holz mit den Fingern durchbohren«,
sagte Zeller.
Herbert Keck war mit Mündels Vorschlägen in Bezug auf die Optik
nicht ganz zufrieden: "Mit 300.000 Euro müsste doch mehr zu
erreichen sein", meinte der Chef des Sportvereins. Die Konturen
seien zu gradlinig, ohne Pepp. »Es ist ein ehrlicher Baukörper,
der zur Halle passt«, rechtfertigte Friedhelm Mündel seine
Pläne. Bei der Halle in Leutesheim handele es sich um einen
guten Entwurf aus den sechziger Jahren, »den darf man nicht
vergewaltigen«, sagte der Chef der Hochbauabteilung. Monika
Ziegler stimmte dem zu: »Man muss die Halle und den geplanten
Anbau im Gesamtbild mit dem Schulgebäude betrachten. Eckige,
geradlinige Formen passen daher in das Erscheinungsbild«, so die
Ortschaftsrätin.
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