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Ortschaftsrat Leutesheim

Öffentliche Ortschaftsratsitzung Januar

Kehl-Leutesheim (pr). Der Erlös der Stadt Kehl aus dem Verkauf des zweiten Lehrerwohnhauses bei der Leutesheimer Schule soll nach dem Willen des Leutesheimer Ortschaftsrates für Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an der Mehrzweckhalle in 2003 reserviert werden.

Bei seiner öffentlichen Sitzung formulierte der Rat einen entsprechenden Vorschlag an den Gemeinderat. Ortsvorsteher Ernst Kleinmann bezifferte die Verkaufsumme mit rund 270.000 Euro. Für die Arbeiten an der Halle sind nach einem Kostenvoranschlag aus dem Jahre 1998 zirka 328.000 Euro vorgesehen. Der Fehlbetrag soll durch einen Landeszuschuss aus dem Topf "Entwicklungsprogramm ländlicher Raum" gedeckt werden, informierte Ernst Kleinmann weiter. In der Mehrzweckhalle sind unter anderem ein Küchenumbau und sowie die Erweiterung des Foyer geplant. Die Mittel für die Leutesheimer Mehrzweckhalle sollen in den Haushaltsplan 2003 aufgenommen werden. "Wir haben die Maßnahme wasserdicht eingepackt und gut vorbereitet", stellte der Ortsvorsteher zufrieden fest, "das eine Jahr können wir jetzt noch warten."

Für das Haushaltsjahr 2002 stellte Ernst Kleinmann fest, "dass wir bei der Mittelanmeldung pflegeleicht waren". Das Geld für den Ausbau der Altenbruchstraße wird bereitgestellt, ebenfalls die Mittel für das Ersetzten der Friedhofhecke, so Ernst Kleinmann. Keine Euro von der Stadt gibt es hingegen laut Ortsvorsteher für die Renovierung des Lagergebäudes hinter dem Rathaus.

Mit Besorgnis nahm der Ortschaftsrat die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung auf den Ortschaftsstraßen auf. Sie wurden in der ersten Novemberwoche durchgeführt. "In der Badener Straße von Honau kommend wurde in Höhe der Firma Karch ein Raser mit 115 km/h registriert", berichtete Ernst Kleinmann. 2,6 Prozent der Fahrzeugen fuhren in diesem Bereich innerhalb der Ortschaft über 80 km/h, 40,3 Prozent zwischen 50 und 80, hieß es weiter. "Demnächst gibt es hier Messungen mit Folgen für die Raser", kündigte Ernst Kleinmann an. Zu schnell gefahren wurde auch am anderen Ende der Badener Straße: In Höhe der Tankstelle wurden mehrere Fahrzeug mit über 80 km/h registriert. Der Ortschaftsrat regte an, die Geschwindigkeiten ebenfalls beim Kindergarten sowie an den Ortseinfahrten von Linx und Bodersweier messen zu lassen.

Um das Ersetzen der Friedhofhecke ging es unter anderem auch in der jüngsten öffentlichen Ortschaftsratsitzung in Leutesheim. Ortsvorsteher Ernst Kleinmann erklärte, dass die Thujas innen dürr geworden sind. Sie sollen durch Eiben und Hainbuchen ersetzt werden. Der Ortschaftsrat empfahl den Auftrag an den günstigsten Anbieter, die Firma Gaubies in Friesheim, zum Preis von ca. 25.000 Euro zu erteilen. Das teuerste Angebot lag bei 41.000 Euro, berichtete Ernst Kleinmann. Die alten Hecken sollen aus Kostengründen auf einem Feld außerhalb des Ortes verbrannt werden.

Kinderfasnacht war ebenfalls Thema bei der Ratsitzung. Der Ortsvorsteher informierte darüber, dass in der Bevölkerung offensichtlich der Wunsch bestehe, dass die Kinderfasnachtveranstaltung am Sonntag bis in die Abendstunden verlängert wird. Das "Aktive Dorf Leutesheim" als Veranstalter plane nun, das Speiseangebot entsprechend zu erweitern.
Ernst Kleinmann gab bekannt, dass im Grüngut-Container am Friedhof immer wieder Hausmüll gefunden wird. "Eine Frechheit ohnegleichen", mokierte der Ortsvorsteher, denn das Aussortieren verursache zusätzliche Kosten. Der Ortschaftsrat schlug vor, dass ein abschließbarer Container angeschafft wird. Nicht an den Mann bekommt der Ortschaftsrat weiterhin den letzten verfügbarer Bauplatz im "Langesand", denn auch der jüngste Interessent sei nach Mittelung von Ernst Kleinmann abgesprungen. Es wird daher weiterhin nach einem Bauwilligen für das 900 Quadratmeter große Grundstück gesucht.

Nicht ganz zufrieden war der Ortschaftsrat über die Entwicklung im gemeindeeigenen Wald "Altenbruch". Ortschaftsrat Peter Kiefer: "Ich hab den Eindruck, dass uns der Förster aufs Kreuz gelegt hat - wenn man jetzt sieht, was für schöne Eichen aus dem Wald geholt werden". Ernst Kleinmann sagte, dass die Forstverwaltung vor dem Einhieb mitgeteilt habe, dass die Eichen aufgrund des hohen Totholzbestandes praktisch nur noch als Brennholz verkauft werden können. Der Ortschaftsrat kam darauf hin zur einhelligen Meinung, vor der nächsten Holzsaison in den Wald zu gehen.
 



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Aktives Dorf Leutesheim, Januar 2002