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Ortschaftsrat Leutesheim

Leutesheimer Rat diskutierte über das künftige Nutzungsentgelt: "Was ist uns die Halle wert?"

Kehl-Leutesheim (pr). Eine Auftragsvergabe bei der Erweiterung der Mehrzweckhalle und die künftigen Benutzungsgebühren waren unter anderem Thema bei der jüngsten Ortschaftsratsratsitzung in Leutesheim.

Zugestimmt hat der Rat einer nachträglichen Auftragvergabe in Höhe von 3.649 Euro an die Schreinerei Geppert in Meißenheim. Durch den Umbau werden Nachbesserungen an der Holzvertäfelung und Anpassungen am Hallenboden notwendig, erklärte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Das Holz im Inneren der Halle sei in fünf verschiedenen Farbtönen gestrichen, monierte Ratsmitglied Rainer Hauß. Der Rathauschef sagte, dass dies durch einen Endanstrich noch angepasst werden soll. Allerdings sei der beauftragte Maler noch nicht erschienen, die Arbeiten somit in Verzug. Bis Ende Januar soll die Halle aber komplett fertig sein. Für die Finanzierung einer Verstärkung des Stromanschlusses hat Ortsvorsteher Ernst Kleinmann eine Finanzquelle entdeckt: Der Radweg zwischen Bodersweier und Leutesheim. Er wird nach den jetzt vorliegenden Zahlen rund 46.000 Euro billiger als geplant. Bodersweier hat bereits die Hand auf einen Betrag in Höhe von 12.000 Euro gelegt, berichtete Ernst Kleinmann. Damit will der Nachbarort außerplanmäßig eine Gehweginstandsetzung bezahlen. Die Leutesheimer Räte stimmten dem unter der Maßgabe zu, dass Leutesheim ebenfalls nun 12.000 Euro "Stromgeld" aus dem Radwegtopf erhält.

In Bezug auf die Halle machte sich der Rat erste Gedanken darüber, in welchem Umfang eine Nutzung stattfinden soll und welches Entgelt man dafür verlangt. "Dass die Halle vermietet wird, steht für Ernst Kleinmann außer Frage, "sonst würde diese Investition keinen Sinn machen", sagte der Rathauschef.

Doch was darf es kosten, "wie viel ist uns die Halle wert?", fragte Ernst Kleinmann in die Runde. Die Neumühler Halle koste beispielsweise 300 Euro, informierte der Ortsvorsteher. Bis zur nächsten Sitzung will Ernst Kleinmann noch weitere Vergleichszahlen einholen, unter anderem die aus Rheinau. Ottmar Schneider vertrat die Ansicht, dass man mit der Vermietung der Leutesheimer Halle nicht in Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie treten darf. Man dürfe das Entgelt daher nicht zu niedrig ansetzen.

Kleinmann schlug folgende Mietvarianten vor: Halle mit Küche, Halle mit Foyer und Küche, Foyer mit Küche und nur Foyer. Diese Komponenten will man den örtlichen Vereine und auch ortsansässigen Privatpersonen anbieten. Wird die Küche genutzt, muss eine kundige Person bei der Veranstaltung dabei sein, forderte Ernst Kleinmann. In die Bedienung der Geräte sollen Vereinsmitglieder eingewiesen werden. Private Küchennutzer müssten sich dann bei der Ausrichtung von Festen an solche Personen wenden, hieß es in der Versammlung.

Große Privatfeiern mit mehreren hundert Personen will man kategorisch ausschließen. Die Abnutzung der Halle bei Festen mit 500 oder 600 Leuten sei einfach zu groß, erklärte Ernst Kleinmann. Auch bei Großveranstaltungen von Vereinen müsste man sich vielleicht Gedanken darüber machen, ob man nicht einen Zuschlag verlangt wenn die Halle über Gebühr beansprucht wird, meinte der Rathauschef. Auch in andere Ortschaften gebe es bereits Gedanken in diese Richtung.
 



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Aktives Dorf Leutesheim, Dezember 2004