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Ortschaftsrat Leutesheim

Kollektiv Mehrzweckhalle Leutesheim

Kehl-Leutesheim (pr). Die Leutesheimer Mehrzweckhalle verfügt nach Beendigung einer Erweiterungs- und Umbaumaßnahme nun über eine neue Küche, ein größeres Foyer und erstmals über einen Bühnen-Nebenraum.

In diesen Tagen konnte die endgültige Fertigstellung der rund 470 000 Euro teuren Baumaßnahme gemeldet werden. »Wir sind sehr stolz auf das, was hier auf die Beine gestellt wurde zumal die Vereine tatkräftig mitgeholfen haben«, freute sich Ortsvorsteher Ernst Kleinmann.

Allerdings hat die Baumaßnahme den Leutesheimer Rathauschef auch einige graue Haare gekostet. Die Arbeiten an dem 40 Jahre alten Gebäude liefen, wie bei einem Erweiterungsbau oftmals üblich, nicht ganz reibungslos über die Bühne: Schon zu Beginn der Arbeiten hatte die Diskussion über die Materialauswahl bei den neuen Fenstern für viel Gesprächstoff gesorgt.

Doch nun kann sich das, was nach knapp zweijähriger Bauzeit unterm Strich rauskam, durchaus sehen lassen. Der eingeschossige Anbau an der Westseite des Gebäudes fügt sich harmonisch in das Gesamtbild der Mehrzweckhalle ein. Auf moderne und zeitgemäße Akzente hat Architekt Friedhelm Mündel trotzdem nicht verzichtet. Ästhetik und Funktionalität kamen dabei nicht zu kurz, obwohl die Vorgaben nicht ganz einfach waren: Zum einen gab es im Bereich von Foyer und Bühne unterschiedliche Raumhöhen - zudem sollte in die Halle trotz angebautem Foyer immer noch genügend Tageslicht eindringen. Mit dem realisierten Erweiterungsbau konnte eine elegante Lösung gefunden werden.

Die Halle wird nun über das neue 138 Quadratmeter große Foyer von der Westseite betreten. Ein heller, lichtdurchfluteter Raum empfängt die Besucher. Die Küchenfläche wurde auf 82 qm Fläche mehr als verdoppelt und die Bühne erhielt nun einen 50 qm großen Nebenraum sowie einen neuen Vorhang, der erst diese Woche am Mittwoch installiert wurde.

Bei der Küchenplanung wurden die Leutesheimer Vereine intensiv mit einbezogen. Ernst Kleinmann gründete eigens ein Hallenausschuss. »Denn letztendlich sind die Vereine auch die Hauptnutzer«, erklärte der Ortsvorsteher, »sie kennen die bisherigen Schwächen der alten Halle am besten.« Musiker, Sänger, Fußballer und Co. wirkten aber nicht nur beratend mit, sondern krempelten auch die Ärmel bei den Arbeiten hoch. Knapp 700 Arbeitsstunden haben Leutesheimer Vereinsmitglieder ehrenamtlich in die Baumaßnahme investiert. Zum Beispiel bei den Abriss- und Dacharbeiten. Ernst Kleinmann schätzt den Wert der Eigenleistung auf rund 43 000 Euro.

Die Finanzierung der Maßnahme stand dadurch von Beginn an auf soliden Beinen.. So konnte die Stadt auf den Verkauferlös der beiden Leutesheimer Lehrer-Wohnungen in Höhe von 271 000 Euro und zusätzlich auf einen Landeszuschuss von 138 000 Euro bauen. Durch die Umbaumaßnahme habe die Mehrzweckhalle in Leutesheim einen erheblichen Wertzuwachs erfahren, und dies ohne großen finanziellen Aufwand durch die Stadt Kehl, betonte der Leutesheimer Rathauschef.
 




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Aktives Dorf Leutesheim, Juni 2005