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Ortschaftsrat Leutesheim

Reihengräber in Leutesheim: Wenn die Liegezeit rum ist, soll künftig schneller geräumt werden

Kehl-Leutesheim (pr). Reihengräber, deren Liegezeit abgelaufen ist, sollen künftig innerhalb von zwei Jahren abgeräumt werden. Darauf verständigte sich der Ortschaftsrat Leutesheim in seiner jüngsten Sitzung.
 
Die Liegezeit von Reihengräbern beträgt laut Satzung 20 Jahre, informierte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Innerhalb von drei Monaten ist das Grab dann zu räumen, zitierte er weiter. Erfolgt dies nicht, kann die Gemeinde zur kostenpflichtigen Ersatzvornahme schreiten, heißt es in der Satzung.

So weit hat man es in Leutesheim aber nie kommen lassen. Ganz im Gegenteil. Laut Ernst Kleinmann gibt es auf dem Friedhof 22 Reihengräber, deren Liegezeit teilweise schon seit über zehn Jahren abgelaufen ist. "Die Leute pflegen die Gräber weiter, insofern hat man immer wieder ein Auge zugedrückt. Das Ganze ist ein sehr heikles Thema", betonte der Ortsvorsteher.

Was den Leutesheimer Rat nun drückt, ist der Pflegeaufwand der Technischen Dienste Kehl. Die Bauhofarbeiter müssten den Platz um die Gräber sauber halten und koste schließlich Geld, hieß es in der Versammlung. "Erschwerend und Kosten steigernd kommt hinzu, dass die Reihengräber mit überschrittener Laufzeit weit verzettelt, einsam und allein auf weiter Flur liegen. Dies ist auch kein schöner Anblick", sagte Ernst Kleinmann. Hans Bartelme sprach sich gegen die neue Regelung aus: "Man sollte eine alte Tradition nicht dem Mammon opfern", meinte das Ratsmitglied.

Die Eigentümer von Reihengräbern, deren Laufzeit abgelaufen ist, sollen nun aufgefordert werden, die Gräber innerhalb der nächsten zwei Jahre zu räumen. Die Möglichkeit einer Laufzeitverlängerung durch Zahlung eines Entgelts bestünde bei einem Reihengrab im Gegensatz zu einem Kaufgrab nicht, hieß es in der Sitzung.





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Aktives Dorf Leutesheim, September 2006