|
Ortschaftsrat Leutesheim
Ortschaften sind aufgefordert, bei
der Landesgartenschau kreativ zu sein
Kehl-Leutesheim
(pr). An der Landesgartenschau 2004 sollen sich auch die
Ortschaften aktiv und rege beteiligen. Diesen Wunsch äußerte
Michael Fiebach bei der jüngsten Ortschaftsratsitzung in
Leutesheim.
Der Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH stellte in der
öffentlichen Sitzung am Montagabend die Planungen für die
Veranstaltung vor. Das Interesse der Leutesheimer Bevölkerung an
diesen Informationen hielt sich allerdings in Grenzen: Gerade
mal neun Zuhörer folgten Fiebachs Ausführungen.
"Die Ortschaften sind aufgefordert, kreativ zu sein. Das gesamte
Gelände steht für kulturelle und auch sportliche Beiträge zur
Verfügung", sagte Michael Fiebach. Die Landesgartenschau biete
ein Programm für die Region. Und die Beiträge dazu sollen auch
aus der Region kommen, hieß es. "Für die Aufführungen von
Vereinen werden wir das Equipment zur Verfügung stellen",
versprach der Geschäftsführer. Chöre und Orchester bräuchten
sich um eine Bühne und die benötigte Technik nicht zu kümmern.
Ortsvorsteher Ernst Kleinmann bat darum, dass man die Vereine
frühzeitig anspricht, damit die Termine koordiniert werden
können. Einen Zeitplan gibt es laut Michael Fiebach noch nicht,
es bestünden noch alle Möglichkeiten. In der jetzigen Phase
ginge es darum erste Ideen zu sammeln.
Einen Vorschlag konnte Ernst Kleinmann bereits präsentieren:
"Alle Kehler Angelvereine könnten zusammen eine Ausstellung über
die Fischerei am Oberrhein organisieren", schlug der
Ortsvorsteher und frühere Leutesheimer Anglerchef vor. Michael
Fiebach könnte sich vorstellen, dass man für eine derartige
Präsentation auch ein Schiff zur Verfügung stellt. Für
Ausstellungen stünden ansonsten noch die Villa Schmidt und
gegebenenfalls auch die Stadthalle zur Verfügung.
Neben einer aktiven Beteiligung der Ortschaften wünscht sich der
Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH auch einen regen
Besuch der Dorfbewohner: "Ich denke, dass der Erwerb einer
Dauerkarte für jeden Kehler eine Ehrensache ist", sagte Fiebach
und nannte Vergleichszahlen der letzten Landesgartenschauen in
Singen und Ostfildern, wo 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung ein
Dauerticket gekauft hätten. Gefragt wurde nach den
Eintrittspreisen. "Die Kosten können noch nicht genau beziffert
werden, weil wir den darin abgegoltenen Leistungsumfang noch
nicht kennen", erklärte Michael Fiebach. Bei der letzten
Landesgartenschau hätte ein Tagesticket 11 Euro, eine
Jahreskarte 65 Euro gekostet, berichtete der Geschäftsführer. Es
bestünde noch keine Regelung wie das Eintrittsgeld zwischen Kehl
und Straßburg aufgeteilt werden soll, möglicherweise macht man
fifty, fift, erklärte der Geschäftsführer auf Anfrage.
Fiebach berichtete zudem über die Parkmöglichkeit auf dem
"Läger", die allerdings kostenpflichtig sein werde. Er warnte
davor nach Schleichwegen und direktem Parken in
Veranstaltungsnähe zu suchen. An den drei Zugängen zur
Ausstellungsfläche gäbe es Möglichkeiten Fahrräder abzustellen.
Insgesamt müssten die Kehler für die Landesgartenschau acht
Millionen Euro zahlen, sagte Fiebach. Ziel sei, dass sich die
Ausgaben zu einem Teil durch das Eintrittsgeld und auch durch
Sponsoring refinanzieren, hieß es weiter. Ernst Kleinmann sagte,
dass "wir uns natürlich auf die Landesgartenschau freuen.
Allerdings hoffen wir auch, dass die Rechnung aufgeht und ein
nicht allzu großes Defizit entsteht. Wenn die Landesgartenschau
floppt und ein großes Loch in den Stadtsäckel reißt, werden dies
auch die Ortschaften zu spüren bekommen", warnte der
Leutesheimer Ortsvorsteher.
|