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Ortschaftsrat Leutesheim
Wohin mit dem Aushubmaterial vom
Hartplatz?
Kehl-Leutesheim
(pr). Vier Monate ohne seinen Hartplatz musste der Sportverein
Leutesheim auskommen. Die Sanierungsarbeiten haben sich sehr in
die Länge gezogen, monierte der Ortschaftsrat in seiner jüngsten
Sitzung. Ratsmitglied Rainer Hauß sagte, dass die Fußballer
Glück hatten, dass die Witterungsbedingungen Spiele auf dem
Rasenplatz erlaubten. Ansonsten wäre überhaupt kein Spielbetrieb
möglich gewesen. Die Arbeiten am Hartplatz seien aber sehr
zufrieden stellend ausgefallen, hieß es in der Versammlung.
Allerdings ist sich der Rat noch nicht ganz schlüssig, was mit
dem bei den Sanierungsarbeiten angefallenen Ausbaumaterial
passieren soll. Aus Kostengründen hatte die Stadtverwaltung
darauf verzichtet, den roten Sand von der beauftragten Fachfirma
gleich wegfahren zu lassen. Anstatt dessen sollte das Material
in die Leutesheimer Feld- und Waldwege eingebaut werden.
Heinrich Stiefel von den Technischen Diensten habe aber
mitgeteilt, dass es dafür nicht zu gebrauchen sei, informierte
Ernst Kleinmann. Das Material soll nun Leutesheimer Bürgern
angeboten werden.
Hohen Unterhaltungswert hatte offensichtlich die
Brennholzversteigerung in Leutesheim. Das berichtete
Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Es sei munter drauf los geboten
worden. Dies, obwohl alle Kaufinteressenten für Schlagraum
hätten bedient werden können. Trotzdem hätten einige Bürger
unnachgiebig gesteigert mit dem Ergebnis, dass der Kauferlös mit
knapp 2.400 Euro gut 600 Euro über dem Anschlagpreis lag,
informierte der Rathauschef. Während die Selbstwerber für
Schlagraum sofort mit dem Brennholzmachen loslegen können,
müssen die Käufer des so genannten Brennholz lang bis Februar
und die Interessenten für Sterholz sogar möglicherweise bis Mai
warten, bis sie ihr Holz hole können. Aus organisatorischen
Gründen sei das nicht anders möglich, hieß es in der
Bürgerversammlung.
Autos fahren immer wieder mit zu hoher Geschwindigkeit von
Richtung Honau in die Leutesheimer Ortschaft rein. Das wurde bei
der jüngsten Verkehrsschau moniert. Die Experten der Stadt
hätten vorgeschlagen, der Raserei mit baulichen Maßnahmen an der
Kreisstraße zu begegnen. Allerdings wolle man diese Veränderung
vorerst nicht angehen. Es soll damit gewartet werden, bis das
Baugebiet Langesand in Richtung Friedhof erweitert wird. Die
Verkehrsanbindung könnte dann direkt an die Kreisstraße erfolgen
und dort kurz vor dem Friedhof einmünden. Bis es soweit ist,
dürften nach Meinung von Ernst Kleinmann allerdings noch einige
Jahre ins Land gehen. Im aktuellen Neubaugebiet Hinterhof
stünden noch acht Bauplätze zur Verfügung und dieses Baugebiet
könnte auch noch bis zur Altenbruchstraße erweitert werden, so
dass in diesem Bereich noch auf die Dauer einiger Jahre
Wohnbauplätze angeboten werden könnten. In diesem Zusammenhang
teilte Kleinmann mit, dass die Altenbruchstraße nun endlich
ausgebaut werden soll. Die Haushaltsmittel dafür sind bereits
zum dritten Mal in das Folgejahr übertragen worden, informierte
der Ortsvorsteher. Im ersten Quartal 2009 sei es nun aber
soweit: Die Arbeiten sollen nun ausgeführt werden, informierte
der Rathauschef.
Probleme mit parkenden Autos gibt es in der Akazienstraße. In
Höhe der dort ansässigen Arztpraxis käme es durch abgestellte
Fahrzeuge immer wieder zu Behinderungen, hieß es in der
Versammlung. Die Straße sei nur 4,60 Meter breit und damit ein
regelrechtes Nadelöhr. Bei der jüngsten Verkehrsschau sei nun
vereinbart worden, dass ein einseitiges Parkverbot eingeführt
werden soll und zwar auf der rechten Seite in Richtung Badener
Straße.
Leutesheim wird wohl in absehbarer Zeit kein schnelleres
Internet bekommen. Die Deutsche Telekom hätte eine Analyse
erstellt und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Einrichtung
einer Breitbandversorgung eine ziemlich teuere Angelegenheit
wäre. Es entstünde eine von der Kommune zu tragende Kostenlücke
in Höhe von 160.000 Euro. Ratmitglied Hans Bartelme sagte, dass
der Bund möglicherweise Geld für eine bessere Verfügbarkeit von
schnellem Internet zur Verfügung stellen wird und empfahl
deswegen, dass die Ortschaft Leutesheim in punkto Internet
zunächst eine abwartende Haltung einnimmt. Das Thema soll beim
Leutesheim-Besuch von Finanzminister Willi Stächele, der für den
8. Januar geplant ist, angesprochen werden. Thematisiert werden
soll ebenso die Entwicklung der hiesigen Grundschule. Auf der
Tagesordnung des Ministerbesuchs steht zudem ein Gespräch mit
Vereinsvertretern und eine Betriebsbesichtigung bei der Firma
Jaco, informierte Ernst Kleinmann.
Im Jahr 2010 könnte es in Leutesheim eine 777-Jahr-Feier geben.
Die Anregung dazu kam von Ernst Kleinmann. Im Jahr 1233 wurde
der Ort erstmals urkundlich erwähnt, informierte der
Rathauschef. In den nächsten Monaten will der Ortschaftsrat
Ideen für eine Feier sammeln.
Eine »Gelbe Karte« werden demnächst einige Leutesheimer
erhalten, die den Dorfbach in der Vergangenheit offensichtlich
als Müllhalde benutzt haben. Bei einer Gewässerschau sei die
Gewässerdirektion darauf aufmerksam geworden, berichtete Ernst
Kleinmann. Asche, Maische und anderes würde demnach unrechtmäßig
auf dem Wasserweg entsorgt. Kleinmann hofft, dass die
angekündigte Verwarnung des Amtes die Anrainer zur Einsicht
bringt.
Offiziell verabschiedet auf dem Dienst der Ortschaft Leutesheim
wurde Brigitte Köhler. Sie war als Reinigungskraft im Rathaus
zehn Jahre lang tätig und erhielt als Dank für ihre zuverlässige
Arbeit von Ortsvorsteher Ernst Kleinmann einen Geschenkkorb
überreicht.

Brigitte Köhler
wurde von Ortsvorsteher Ernst Kleinmann in den Ruhestand
verabschiedet.
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