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Ortschaftsrat Leutesheim
Leutesheim drängt auf die
Aktualisierung des Jagdkatasters
Kehl-Leutesheim
(pr). Der Ortschaft Leutesheim drängt im Hinblick auf die am 1.
April 2004 anstehende Neuverpachtung der Jagd auf eine
Aktualisierung des Jagdkatasters.
In der jüngsten Sitzung wurde moniert, dass das städtische
Liegenschaftsamt seine Hausaufgaben nicht gemacht habe. "Die
Kartierung vom Büro Seitz liegt schon seit längerer Zeit vor.
Nun ist das Liegenschaftsamt am Zug", sagte Ernst Kleinmann.
Nach Ansicht des Leutesheimer Ortsvorstehers wird es ohne ein
aktualisiertes Jagdkataster keine Neuverpachtung der Jagd am
01.04.2004 geben. Dann ruhe die Jagd eben und die Stadt werde
auf die Erlöse verzichten müssen, sagte Kleinmann.
Das Aktualisieren des Jagdkatasters ist notwendig, weil sich die
Eigentumsverhältnisse der jagdbaren Flächen von Zeit zu Zeit
ändern. Das Kataster ist Voraussetzung für die Verwaltung eines
gemeinschaftlichen Jagdbezirks, insbesondere zur ordnungsgemäßen
Abhaltung einer Versammlung der Jagdgenossenschaft. In der
Jagdgenossenschaft sind alle Eigentümer Jagdgenosse, die keinen
Eigenjagdbezirk haben, also weniger als 75 Hektar
zusammenhängende, bejagbare Fläche haben. Die
Genossenschaftsversammlung wird einberufen um einen Vorstand zu
wählen, eine Satzung zu beschließen und um weitere wichtige
Entscheidungen zu treffen. Beschlüsse bedürfen sowohl der
Mehrheit der anwesenden Jagdgenossen als auch der vertretenen
Grundstückflächen. Der Vorstand verpachtet die Jagd. Bislang lag
diese Zuständigkeit beim Gemeinde-, beziehungsweise beim
Ortschaftsrat. Ob dies so bleibt, entscheiden die Jagdgenossen
in der Versammlung.
Auf Anfrage erklärte Willi Siehl, Leiter des städtischen
Liegenschaftsamtes: "Bei uns haben wir aber eine
kleinstrukturierte Landschaft, anders als im Schwarzwald oder in
Württemberg. Dies macht die ganze Angelegenheit ein großes Stück
schwieriger. Das Liegenschaftsamt der Stadt Kehl hat, nachdem
das Kreisjagdamt schon mehrfach auf die Notwendigkeit der
Aufstellung eines Jagdkatasters und der Satzung hingewiesen und
mit Nichtgenehmigung der Pachtverträge gedroht hat, bereits vor
mehr als einem Jahr dem Gemeinderat das Thema "Jagdkataster" zur
Beschlussvorlage vorgelegt. Die Angelegenheit wurde seinerzeit
auf Initiative der Ortschaften zurückgestellt.

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