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Ortschaftsrat Leutesheim
Kopfzerbrechen über falsch parkende
LKWs und überhöhte Geschwindigkeiten
Kehl-Leutesheim
(ar). Im Gegensatz zu anderen Ortschaften haben die Leutesheimer
keine Probleme mit der geplanten Brennholzpreis-Erhöhung der
Stadt. Der Ortschaftsrat stimmte der Vorlage in seiner
vergangenen Sitzung einstimmig und ohne lang zu diskutieren zu.
Auch wenn es Ortsvorsteher Ernst Kleinmann lieber gesehen hätte,
wenn zumindest der liegende Schlagraum – also das Geäst, das die
Forstarbeiter nach der Fällung der Stämme im Wald zurücklassen –
billiger geworden wäre. „Eigentlich müssten die Leute belohnt
werden, dass sie den Wald aufräumen“, ist seine Meinung.
Im nächsten Jahr soll das Sterholz bei der Versteigerung mit 50
Euro pro Ster angeschlagen werden, ab dem Jahre 2012 mit 55
Euro. „Damit wären wir dann beim aktuellen Marktpreis“, so der
Rathauschef. Das lange Brennholz wird schrittweise von aktuellen
38 Euro das Ster auf 41 Euro (2011) und später 43 Euro (2012)
angehoben. Der Schlagraum verteuert sich zunächst auf acht bis
zwölf Euro, in zwei Jahren dann auf elf bis 14 Euro. Angesichts
dessen, dass in der Vergangenheit bei den Versteigerungen
sowieso oft mehr als der veranschlagte Preis erzielt wurde,
scheint der Ortschaftsrat nicht davon auszugehen, dass die neuen
Preise – zumindest nicht beim Schlagraum – große Auswirkungen
zeigen werden. „Allerdings überlege ich mir natürlich, ob es
noch Sinn macht, Holz von der Gemeinde zu ersteigern, wenn die
Preise auf dem freien Markt günstiger sind“, sagte Ernst
Kleinmann und steht mit diesem Gedanken sicher nicht alleine da.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der jüngsten
Ortschaftsratsitzung war der Verkehrswacht-Bericht. Wieder
einmal präsentierte der Verein bedenkliche Zahlen nach den
Geschwindigkeitsmessungen in Leutesheim, ganz besonders an der
Ortseinfahrt Badener Straße, Höhe Ortenauer Straße. Von den etwa
11.000 Fahrzeugen, die Anfang Juli dieses Jahres während einer
Woche den Geschwindigkeitsmesser in Richtung Ortsmitte
passierten, war jedes dritte Auto schneller als die erlaubten 50
km/h. Spitzenreiter war ein Fahrzeug um vier Uhr in der Früh mit
124 km/h.
Aber nicht nur die Raser bereiten dem Ortsvorsteher von
Leutesheim Kopfzerbrechen, sondern auch die Parker. Ganz konkret
die LKW-Fahrer, die trotz des Verbotsschildes ihr Gefährt immer
wieder auf dem Festplatz neben der Mehrzweckhalle abstellen. Und
das auch noch, wenn dort Veranstaltungen wie jüngst zu Halloween
stattfinden. Selbst nachdem sie persönlich angesprochen wurden,
hatte nicht jeder der Fahrer ein Einsehen. Am liebsten hätte
Kleinmann Anzeige erstattet, beließ es dann aber doch bei einem
schriftlichen „blauen Brief“ an die jeweiligen Fahrzeughalter.

Zu übersehen ist das Parkverbotsschild für LKWs vor der
Mehrzweckhalle nicht, trotzdem stellen immer wieder Fahrer ihr
Gefährt dort ab. Besonders bei Festen behindert das die
Veranstalter. Jetzt bekommen die Uneinsichtigen Post vom Rathaus
(Foto: Antje Ritzert).
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