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Ortschaftsrat Leutesheim

Ortschaftsrat Leutesheim stimmt Hallenerweiterungsplänen zu

Kehl-Leutesheim (pr). Der Leutesheimer Ortschaftsrat hat am Montagabend dem überarbeiteten Entwurf des städtischen Hochbauamtes für die Erweiterung der Mehrzweckhalle zugestimmt. Die Pläne wurden von Architekt Friedhelm Mündel vorgestellt und von ihm als Kompromiss bezeichnet, der möglichst allem gerecht wird. "Eine sehr gute Ausarbeitung", lobte Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Einen Vermuttropfen musste Friedhelm Mündel dem Leutesheimer Rat allerdings einschenken: "Durch die optische Nachbesserung entstehen Mehrkosten gegenüber den Berechnungen von 1998 in Höhe von 140.000 Euro". Die voraussichtlichen Baukosten betragen laut Mündel nunmehr 430.000 Euro. Durch den Verkauf eines städtischen Lehrerwohnhauses in Leutesheim stehen für die Finanzierung 270 984 Euro zur Verfügung, vom Land erwartet man einen Zuschuss im Rahmen des Programms "ländlicher Raum" in Höhe von 154.110 Euro. Der Fehlbetrag von 5.000 Euro soll im städtischen Haushalt 2003 angemeldet werden. Mündels Zeitplan sieht vor, dass der jetzt im Leutesheimer Rathaus beratene Bau- und Finanzierungsplan dem Bauausschuss der Stadt Kehl am 19. Juni und danach dem Gemeinderat am 26. Juni vorgelegt wird. Mit einer Entscheidung über eine Zuschussgewährung seitens des Landes wird erst im Frühjahr 2003 gerechnet. Margot Wohlbold-Melet sieht darin ein Risiko für die Finanzierung, und zwar für den Fall, wenn kein grünes Licht aus Stuttgart kommt. Ernst Kleinmann entgegnete, dass in ähnlich gelagerten Fällen immer Landesmittel geflossen seien. "Falls alle Stricke reißen, könnten wir die Baumaßnahme aber in zwei Abschnitten durchführen und notfalls über drei Haushaltsjahre finanzieren", so der Rathauschef. Den Hallenbetrieb würde dies nicht negativ beeinflussen.

Ernst Kleinmann wehrte sich am Montagabend jedoch mit aller Vehemenz dagegen, jetzt den Teufel an die Mehrzweckhallenwand zu malen. Und Ratsmitglied Ottmar Schneider sagte: "Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt um zu zögern". Die neu ausgearbeitete Konzeption der Hallenerweiterung sieht vor, dass das Dach über Bühnennebenraum und Foyer auf einer einheitlich durchgängigen Höhe angelegt wird. Die westliche Fensterfront muss deshalb in der Höhe verringert werden. Die beiden Fensterfronten der West- und Ostseite werden gleichhoch sein. "Damit wird das Problem gelöst, dass sich durch den höhenmäßigen Versatz zwischen Bühnennebenraum und Foyer ergibt", erklärte Friedhelm Mündel. Das Dach soll eine Neigung von acht Grad und Blecheindeckung erhalten. Nach den Berechnungen des städtischen Hochbauamtes werden die Lichtverhältnisse in der Halle trotz verringerter Fensterhöhe immer noch ausreichend sein: "Baurechtlich steht der Verkleinerung nichts entgegen" meinte Mündel und erklärte dass auch bei dieser Reduzierung ein mehrfaches der geforderten natürlichen Belichtung vorhanden sei.
 

Diesem Entwurf des städtischen Hochbauamtes für die Hallenerweiterung in Leutesheim hat der Ortschaftsrat am Montagabend zugestimmt.



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Aktives Dorf Leutesheim, Juni 2002