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Ortschaftsrat Leutesheim
Firma Jaco darf
Gewerbe-Erweiterungsfläche behalten
Kehl-Leutesheim
(pr). Die Gewerbegebiet-Erweiterungsfläche östlich
angrenzend an die Leutesheimer Firma Jaco soll nun doch im
Flächennutzungsplan erhalten bleiben. Im ersten Entwurf der
Verwaltung war die Fläche rausgestrichen worden mit der
Begründung: Nach Abzug eines 30-Meter-Abstandstreifens zum Wald
wäre die Fläche für gewerbliche Nutzungen zu klein.
"Wir haben die Firma Jaco daraufhin angeschrieben und nun die
Antwort erhalten, dass sie das Gelände als Erweiterungsfläche
weiterhin benötigt", berichtete Ernst Kleinmann. Dies sei ein
positives Signal, sagte der Leutesheimer Ortsvorsteher. Die
Herstellung von Kunststoffverpackungen in Leutesheim sei ein
sauberes und willkommenes Gewerbe. Falls man bei Jaco in Zukunft
durch eine Erweiterung weitere Arbeitsplätze schaffen wolle,
werde man sich seitens der Verwaltung hier keinesfalls in den
Weg stellen, erklärte der Ortsvorsteher. Die
Gewerbegebiet-Erweiterungsfläche vor dem "Altenbruch" soll daher
weiter im Flächennutzungsplan aufgeführt bleiben.
Nicht als Ausgleichsfläche zur Verfügung stellen wollen die
Leutesheimer ein Grundstück im Gewann "Langesand", das in
östlicher Verlängerung der Nordstraße liegt. Im Planentwurf war
dies vorgeschlagen. "Es handelt sich um gutes Ackerland",
erklärte Ernst Kleinmann. Der Ortsvorsteher will dem
Stadtplanungsamt alternativ eine Fläche im "Mittleren Wörth"
vorschlagen, die zu trocken für eine landwirtschaftliche Nutzung
sei. Rausgenommen aus dem Ausgleichsflächen-Pool soll ebenso das
Gelände, das nördlich an das Schützenhaus angrenzt. Es soll eine
Bebauung möglich sein, falls der Verein später einmal den
Schießstand erweitern will.
Das Bauen in Leutesheim wird teurer. Der Ortschaftsrat nahm den
Vorschlag der Stadtverwaltung den Preis für Bauland ab 1. Juli
von 70 auf 75 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen mit einem
Gegenvotum zustimmend zur Kenntnis. Ernst Kleinmann bemängelte
zwar, dass damit wiederum an der Preisschraube gedreht werde,
"auf der anderen Seite werden die ständigen Preiserhöhungen aber
möglicherweise dazu führen, dass man Baulücken im Ortskern
wieder bebaut und alte Gebäude in der Dorfmitte wieder
instandsetzt. Damit können man ein Ausdünnen der Ortsstruktur
verhindern."

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