.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2003 »
 


Ortschaftsrat Leutesheim

Firma Jaco darf Gewerbe-Erweiterungsfläche behalten

Kehl-Leutesheim (pr).  Die Gewerbegebiet-Erweiterungsfläche östlich angrenzend an die Leutesheimer Firma Jaco soll nun doch im Flächennutzungsplan erhalten bleiben. Im ersten Entwurf der Verwaltung war die Fläche rausgestrichen worden mit der Begründung: Nach Abzug eines 30-Meter-Abstandstreifens zum Wald wäre die Fläche für gewerbliche Nutzungen zu klein.

"Wir haben die Firma Jaco daraufhin angeschrieben und nun die Antwort erhalten, dass sie das Gelände als Erweiterungsfläche weiterhin benötigt", berichtete Ernst Kleinmann. Dies sei ein positives Signal, sagte der Leutesheimer Ortsvorsteher. Die Herstellung von Kunststoffverpackungen in Leutesheim sei ein sauberes und willkommenes Gewerbe. Falls man bei Jaco in Zukunft durch eine Erweiterung weitere Arbeitsplätze schaffen wolle, werde man sich seitens der Verwaltung hier keinesfalls in den Weg stellen, erklärte der Ortsvorsteher. Die Gewerbegebiet-Erweiterungsfläche vor dem "Altenbruch" soll daher weiter im Flächennutzungsplan aufgeführt bleiben.
Nicht als Ausgleichsfläche zur Verfügung stellen wollen die Leutesheimer ein Grundstück im Gewann "Langesand", das in östlicher Verlängerung der Nordstraße liegt. Im Planentwurf war dies vorgeschlagen. "Es handelt sich um gutes Ackerland", erklärte Ernst Kleinmann. Der Ortsvorsteher will dem Stadtplanungsamt alternativ eine Fläche im "Mittleren Wörth" vorschlagen, die zu trocken für eine landwirtschaftliche Nutzung sei. Rausgenommen aus dem Ausgleichsflächen-Pool soll ebenso das Gelände, das nördlich an das Schützenhaus angrenzt. Es soll eine Bebauung möglich sein, falls der Verein später einmal den Schießstand erweitern will.

Das Bauen in Leutesheim wird teurer. Der Ortschaftsrat nahm den Vorschlag der Stadtverwaltung den Preis für Bauland ab 1. Juli von 70 auf 75 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen mit einem Gegenvotum zustimmend zur Kenntnis. Ernst Kleinmann bemängelte zwar, dass damit wiederum an der Preisschraube gedreht werde, "auf der anderen Seite werden die ständigen Preiserhöhungen aber möglicherweise dazu führen, dass man Baulücken im Ortskern wieder bebaut und alte Gebäude in der Dorfmitte wieder instandsetzt. Damit können man ein Ausdünnen der Ortsstruktur verhindern."




zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, Juli 2003