.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2004 »
 


Ortschaftsrat Leutesheim

Ärger wegen Wackel-Grabsteinen in Leutesheim

Kehl-Leutesheim (pr). "Wegen der Grabstein-Kontrolle auf unserem Friedhof hat es im Dorf Ärger gegeben", berichtete der Leutesheimer Rathauschef Ernst Kleinmann in der jüngsten Ratsitzung am vergangenen Mittwoch. "Die Leute im Ort sprechen von Schikane und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die Steinmetze. Es ist vorgekommen, dass ein Stein, der erst 1993 gesetzt wurde, nun als mangelhaft ausgewiesen ist. Aus meiner Sicht ist das ein Unding."

Eingeladen zu dem Thema war deshalb Heinrich Stiefel. Der Leiter des städtischen Bauhofs West stellte das Testgerät vor, mit dem die Mitarbeiter der Stadt die Standfestigkeit der Grabsteine überprüfen. "Der Stein muss einer horizontalen Belastung von 50 Kilogramm mindestens zwei Sekunden lang standhalten. Dann gibt das Gerät ein akustisches Signal ab", erklärte Heinrich Stiefel. Bliebe das Signal aus, sei der Stein nicht okay. Dann drohe Umsturzgefahr und die Bauhofmitarbeiter würden dies mit dem Aufkleben einer roten Plakette auf den Stein dokumentieren. Eine Manipulation beim Testen sei ausgeschlossen, versicherte Stiefel. Das Gerät arbeite einwandfrei, die Handhabung sei sicher und man habe für die Beurteilung keinerlei Spielraum. Die Prüfung erfolge einmal pro Jahr. Dazu sei man im Rahmen der Unfall-Verhütungsvorschriften aus haftungsrechtlicher Sicht verpflichtete, sagte Stiefel weiter. In Rheinbischofsheim sei es vor Jahren zu einer Klage gegen die Stadt Rheinau gekommen, nachdem ein Grabstein auf ein Kind gefallen war. Käme der Besitzer eines Wackel-Grabsteines zweimal der Aufforderung zur Instandsetzung nicht nach, seien die Technischen Dienste der Stadt berechtigt den Stein umzulegen.


Heinrich Stiefel (links) und Gerold Heidt vom Bauhof-West prüfen derzeit die Standfestigkeit der Grabsteine auf dem Leutesheimer Friedhof.



zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, Mai 2004