|
Ortschaftsrat Leutesheim
Was geschieht mit den Lothar-Pappeln
im Leutesheimer Rheinwald?
Kehl-Leutesheim
(pr). Der Leutesheimer Wald ist Schwerpunkt in punkto
Pflegeflächen. Das berichtete Förster Harald König in der
jüngsten Ortschaftsratsitzung in Leutesheim. Die Auenwälder auf
Gemarkung Leutesheim waren vom Sturm "Lothar" ziemlich stark in
Mitleidenschaft gezogen.
"Die Kahlstellen müssen nun aufgeforstet und gepflegt werden.
Das ist ziemlich zeitintensiv und kostet Geld", erklärte der
Förster. "Was geschieht mit den Pappelholzstämmen, die noch im
Rheinvorland liegen, wird es verkauft oder verreckt es
vollends?, fragte Ratsmitglied Werner Keck. König sagte, dass
immer noch Kaufinteressenten da sind. "Der Zustand des Holzes
verschlechtert sich aber zusehends. Für die Einheimischen sei
das herumliegende Holz kein schöner Anblick, räumte der Förster
ein. Ernst Kleinmann schlug vor nach "innerörtlichen Lösungen"
zu suchen, wenn das Holz anderweitig nicht mehr zu verkaufen
sei.
Pappeln am Altrhein sollen auf Initiative von Naturschutzwart
Christoph Münch gefällt werden, weil sie zu nahe am
flächenhaften Naturdenkmal "Rosswörth" stehen. Ingesamt werden
in diesem Winter auf Gemarkung Leutesheim nach Einschätzung von
Harald König rund 300 Festmeter Holz eingeschlagen. Im gesamten
Kehler Bestand sind es 4 000 Festmeter, 50 Prozent davon seien
Industrie- und Brennholz, der Rest Wertholz, so König.
Eichen weichen müssen im Leutesheimer Wald "Altenbruch", und
zwar dem geplanten Radweg. Ortvorsteher Ernst Kleinmann
berichtete, dass die Bäume bereits gekennzeichnet wurden.
Allerdings sei weder die Orts- noch die Forstverwaltung von dem
geplanten Fällen der Bäume informiert worden, hieß es in der
Sitzung. Es soll sich um 25 größere Eichen handeln. König sagte,
dass das Fällen mit dem Forst abzustimmen ist. Man sollte die
Maßnahme aber noch im Winter durchführen, die Eichen dürfen
-wenn sie fallen - nicht im Saft stehen, mahnte der Förster.
Obwohl man im Forstjahr 2004 mit einem Defizit rechnet, soll an
der Unterhaltung der Wassergräben nicht gespart werden,
berichtete Harald König. Das alte Grabensystem soll reaktiviert
werden. "Es sorgt für einen guten Oberflächenwasserabfluss. Wenn
Eichen Stocknässe haben gehen sie kaputt. Deswegen wird aber
nicht gleich der ganze Wald entwässert, wie vielfach
vorgeworfen", erläuterte der Förster. Auch die Gräben auf dem
Feld würden nun wieder aufgemacht. "Es tut sich in dieser Sache
was. Das ist eine gute Entwicklung", meinte auch Ortsvorsteher
Ernst Kleinmann.

|