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Ortschaftsrat Leutesheim
Forstgutachten:
Bei Vorwürfen Ross und Reiter nennen
Kehl-Leutesheim
(pr). Der
Ortschaftsrat Leutesheim hat sich dafür ausgesprochen, dass das
Brennholz aus dem Stadtwald im kommenden Winter so früh wie
möglich vergeben wird. Nur so hätten die Selbstwerber für
Schlagraum ausreichend Zeit die Bäume zu fällen, zu zerkleinern
und aus dem Wald zu holen, erklärte Ortsvorsteher Ernst
Kleinmann in der jüngsten Ratsitzung. Die Vergabepraxis des
Versteigerns habe sich bewährt und werde auch im kommenden
Winter wieder so durchgeführt, hieß es in der Versammlung. Auf
das Einhalten der Rückegassen im Wald soll speziell noch einmal
hingewiesen werden. Im letzten Winter haben sich ein paar
Selbstwerber nicht daran gehalten, sie sind mit dem Traktor quer
durch den Wald gefahren, monierte der Ortsvorsteher. Derlei
Waldfrevel werde künftig mit einem Verweis bestraft, haderte
Kleinmann.
Auch außerhalb des Waldverbandes soll es in Leutesheim wieder Brennholz geben.
Es handelt sich dabei unter anderem um einige Weiden entlang von Gewässern sowie
um Bäume neben dem Friedhof, sagte der Rathauschef.
Nicht ganz einverstanden zeigte sich Ernst Kleinmann mit dem
betriebswirtschaftlichen Kurzgutachten zum Stadtwald. Anstatt Ross und Reiter zu
nennen, seien die darin enthaltenen Vorwürfe nur allgemein und pauschal
formuliert. Was den Forst in Leutesheim anbelangt, habe man sich nichts
vorwerfen zu lassen. "Die Zusammenarbeit zwischen Förster und Jäger funktioniert
bei uns", so Kleinmann. Das Motto heißt: Weg von starren Abschussplänen - hin zu
bedarfgerechter Bejagung. Die Naturverjüngung funktioniere daher hervorragend,
es gebe keinerlei Verbissdruck durch das Wild. Dies würde auch allseits gelobt,
stellte Ernst Kleinmann fest und ergänzte: "Der wunde Punkt im Kehler Forst
liegt im Korker Wald."

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