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Ortschaftsrat Leutesheim
Fledermäuse auch im Feuerwehrturm
Kehl-Leutesheim
(pr). Hoch über den Dächern von Leutesheim werden in
Zukunft möglicherweise Fledermäuse und Turmfalken zuhause sein.
Der Leutesheimer Ortschaftsrat hat nämlich grundsätzlich nichts
dagegen, dass der Feuerwehrturm künftig entsprechend
umfunktioniert wird. Dem Antrag des Naturschutzbundes "NABU"
wurde zugestimmt, allerdings unter gewissen Voraussetzungen.
Der Turm erfüllt schon seit einigen Jahren nicht mehr den
ursprünglichen Zweck, denn die Leutesheimer Wehr lässt ihre
Schläuche in Kehl trocknen. Der "NABU" beabsichtigt nun, Löcher
in den Turm zu bohren und an der Innenseite der Fassadeplatten
Kästen für die Fledermäuse und Turmfalken anzubringen. Georg
Karch, Abteilungskommandant der Leutesheim Wehr, hat
grundsätzlich nichts dagegen. "Allerdings führen wir pro Jahr
fünf bis sechs Atemschutz-Übungen in dem Turm durch. Wir
trampeln dabei die Treppen hoch und runter und seilen uns auch
am Gebäude ab. Dies geht nicht ohne Lärm ab. Da wir auch in
Zukunft derartige Übungen durchführen wollen, möchten wir keine
Einschränkungen in Kauf nehmen", sagte Georg Karch. Der Einwand
des Leutesheimer Feuerwehrkommandants wurde vom Rat akzeptiert
und protokolliert.
Werden die Vögel die Turmfassade verschmutzen? Diese Frage wurde
ebenso diskutiert. Eine Skizze von der beabsichtigten Maßnahme
des Naturschutzbundes soll deshalb auch angefordert werden.
Ernst Kleinmann sagte, dass Vögel beim Anfliegen normalerweise
nicht koten. Der Dreck werden vielmehr von den Jungen
weggetragen. Die Kästen seien von innen geschlossen. Mit
Verschmutzungen sei deshalb auch nicht im Turminneren zu
rechnen. Trotzdem wolle man den "NABU" für Verschmutzungen, die
durch die Vögel verursacht werden, haftbar machen.

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