.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2010 »
 


Ortschaftsrat Leutesheim

Frostige Zeiten für den Sanierungsplan der Leutesheimer Friedhofskapelle

Kehl-Leutesheim (ar). Wie in allen Kehler Ortschaften wurde auch der Sanierungsbedarf des Leutesheimer Friedhofs vor Ort geprüft und die für die Gebäudeinstandsetzung notwendigen Kosten festgestellt. In seiner Sitzung am Donnerstag beschäftigte sich der Ortschaftsrat mit der Aufstellung, die ihm die Stadtverwaltung vorgelegt hatte.

Demnach weist vor allem das Dach der Aussegnungshalle größere Schäden auf. Es ist bereits 40 Jahre alt und an manchen Stellen undicht, was über kurz oder lang sogar die Tragfähigkeit der Konstruktion gefährden könnte. Die Sanierung und eine damit verbundene Neueindeckung des Daches würde mit etwa 200.000 Euro zu Buche schlagen. Insgesamt stellten die Experten Kosten für notwendige Baumaßnahmen an der Friedhofshalle von 430.000 Euro fest, wobei mögliche Kosten für Heizung, Lüftung oder Kühlaggregate noch nicht mit eingerechnet sind.

Etwas übertrieben findet Ortsrätin Gisel Wohlschlegel die Kostenschätzung von über 20.000 Euro für die Sanierungsmaßnahmen an den Toilettenanlagen. Ihrer Auffassung nach ist ein solcher Bedarf bei weitem nicht gegeben. Ebenfalls Kritik erntete der Vorschlag der Stadtverwaltung, ein paar Hecken auf dem Friedhofsgelände herauszureißen, um dadurch die Kosten für den Pflegeaufwand der Grünanlage zu reduzieren.

Überhaupt würde der Leutesheimer Ortschaftsrat am liebsten noch ganz andere Wünsche anmelden, was die Friedhofshalle betrifft. Dem stellvertretenden Ortsvorsteher Gerhard Hummel liegt zum Beispiel besonders der Eingangsbereich der Halle am Herzen, wo der Wind durch alle Ritzen pfeift: „Da gehört eigentlich ein ordentlicher Windfang davor.“
 

Die Leutesheimer Friedhofshalle müsste für 430.000 Euro saniert werden. Ob der Gemeinderat sie nächstes Jahr auf die Prioritätenliste setzen wird, ist noch unklar (Foto: Antje Ritzert).



zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, Dezember 2010