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Ortschaftsrat Leutesheim
Frostige Zeiten für den
Sanierungsplan der Leutesheimer Friedhofskapelle
Kehl-Leutesheim (ar). Wie in
allen Kehler Ortschaften wurde auch der Sanierungsbedarf des
Leutesheimer Friedhofs vor Ort geprüft und die für die
Gebäudeinstandsetzung notwendigen Kosten festgestellt. In seiner
Sitzung am Donnerstag beschäftigte sich der Ortschaftsrat mit
der Aufstellung, die ihm die Stadtverwaltung vorgelegt hatte.
Demnach weist vor allem das Dach der
Aussegnungshalle größere Schäden auf. Es ist bereits 40 Jahre
alt und an manchen Stellen undicht, was über kurz oder lang
sogar die Tragfähigkeit der Konstruktion gefährden könnte. Die
Sanierung und eine damit verbundene Neueindeckung des Daches
würde mit etwa 200.000 Euro zu Buche schlagen. Insgesamt
stellten die Experten Kosten für notwendige Baumaßnahmen an der
Friedhofshalle von 430.000 Euro fest, wobei mögliche Kosten für
Heizung, Lüftung oder Kühlaggregate noch nicht mit eingerechnet
sind.
Etwas übertrieben findet Ortsrätin Gisel
Wohlschlegel die Kostenschätzung von über 20.000 Euro für die
Sanierungsmaßnahmen an den Toilettenanlagen. Ihrer Auffassung
nach ist ein solcher Bedarf bei weitem nicht gegeben. Ebenfalls
Kritik erntete der Vorschlag der Stadtverwaltung, ein paar
Hecken auf dem Friedhofsgelände herauszureißen, um dadurch die
Kosten für den Pflegeaufwand der Grünanlage zu reduzieren.
Überhaupt würde der Leutesheimer
Ortschaftsrat am liebsten noch ganz andere Wünsche anmelden, was
die Friedhofshalle betrifft. Dem stellvertretenden Ortsvorsteher
Gerhard Hummel liegt zum Beispiel besonders der Eingangsbereich
der Halle am Herzen, wo der Wind durch alle Ritzen pfeift: „Da
gehört eigentlich ein ordentlicher Windfang davor.“

Die
Leutesheimer Friedhofshalle müsste für 430.000 Euro saniert
werden. Ob der Gemeinderat sie nächstes Jahr auf die
Prioritätenliste setzen wird, ist noch unklar (Foto: Antje
Ritzert). |