.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2008 »
 


Ortschaftsrat Leutesheim

Passen Sprossenfenster zum Leutesheimer Feuerwehrhaus?

Kehl-Leutesheim (pr). Passen Sprossenfenster zum Feuerwehrhaus? Der Leutesheimer Ortschaftsrat meint "Nein". Diese und andere Themen wurden in der jügsten Ratsitzung behandelt.

Der Sportverein Leutesheim soll einen städtischen Zuschuss in Höhe von knapp 5 500 Euro für die Erneuerung der Heizungsanlage im Sporthaus erhalten. Das bewilligte der Ortschaftsrat Leutesheim in einer jüngsten Sitzung. Der Zuschuss verringere sich, wenn ein anderer Zuschuss, zum Beispiel von Verbänden oder aus anderen öffentlichen Mitteln, gewährt wird, hieß es in der Versammlung.

Geld erhalten Leutesheimer Vereine zudem im Rahmen der jährlich wiederkehrender Zuschüsse der Stadt Kehl. Der Musikverein bekommt demnach 3 172 Euro, der Sportverein 2 014 Euro, der Gesangverein 926 Euro, das "Aktive Dorf Leutesheim" 355 Euro, der Frauenchor 160 Euro und der Sportschützenverein 140 Euro.

Grünes Licht gab es vom Leutesheimer Ortschaftsrat für einen Auftrag zur Erneuerung der Feuerwehrshaus-Fenster. Zehn Fenster sollen ausgetauscht werden. Den Zuschlag erhielt eine Schreinerei aus Kehl-Sundheim. Auftragsumme: 6 900 Euro. Elke Zeller monierte, warum nicht alle 14 Fenster erneuert werden. Kritisiert wurde im Rat zudem, dass Sprossenfenster eingebaut werden sollen. "Sie passen nicht zum Stil des Gebäudes", hieß es im Rat. Und das einheitliche Erscheinungsbild würde darunter auch leiden, zumal die Stadt nach Lage der Dinge nicht alle Fenster austauschen wolle.

Zugestimmt haben die Leutesheimer Bürgervertreter ebenso der Auftragsvergabe für Elektro-Ingenieurleistungen bei der Modernisierung des Rathauses. Den Zuschlag erhielt ein Planungsbüro für Elektrotechnik aus Friesenheim in Höhe von rund 9 000 Euro. Dem Rat schien die Auftragsumme aber relativ hoch, schließlich sei dieser Betrag rund ein Drittel der insgesamt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Mit was soll das Material und die Arbeit bezahlt werden, wenn allein die Planung schon ein Drittel aufzehre, fragten sich die Bürgervertreter.

Thema im Rat war auch die Sanierung des Fußball-Hartplatzes. Die Arbeiten sollen im Juli beauftragt und bis September abgeschlossen sein, informierte Ernst Kleinmann. Das abgetragene Sand- und Schottermaterial soll weiter verwendet werden. So zum Beispiel bei der Ausbesserung des Volleyballfeldes und beid er Sanierung von Feldwegen auf Leutesheimer Gemarkung.

Rainer Hauß machte sich dafür stark, dass der Sportverein Leutesheim (SVL) nach dem "Goldscheuerer Modell" Geld von der Stadt Kehl für die Pflege der Grünanlagen am Sportplatz erhält. Dem Vernehmen nach soll der Kehler Fußballverein monatlich 970 Euro erhalten, hieß es in der Versammlung. Unklar war indes für was. Ernst Kleinmann erklärte, dass das Spielfeldmähen den Technischen Diensten aufgrund der vorhandenen Ausrüstung mit Großmähern vorbehalten bleibt. Das aufwendige "Drumherum" könne aber durchaus von Vereinsmitgliedern gegen Kostenersatz vorgenommen werden.

Gerhard Hummel machte den Vorschlag, dass entlang des Kinderspielplatzes drei Leuchten aufgestellt werden. Dies sei erforderlich, weil dieser Bereich bei Vereinsfesten neuerdings ausgeleuchtet werden müsse. Die Leuchten könnten an den Stromkasten am Festplatz angeschlossen und bei Bedarf dann eingeschaltet werden. Ernst Kleinmann will diesen Vorschlag von der Verwaltung prüfen lassen.

Kanufahrten waren ebenso Thema im Leutesheimer Rat. Ernst Kleinmann nahm Bezug auf diverse Zeitungsartikel und skizzierte die zuletzt geäußerten Bedenken des Rats. Die Leutesheimer befürchten demnach, dass durch gewerblichen Fahrten zu viele Privatpersonen angelockt würden. Außerdem sei festzustellen, dass ein Gewässerabschnitt in Leutesheim ein Gewässer erster Ordnung sei und demnach das Wasserwirtschaftsamt und nicht die Stadt für die Genehmigung zuständig sei, erklärte Ernst Kleinmann. Eine nicht zu unterschätzende Problematik sei auch der Umstand, dass Rheinau den Kanufahrten zugestimmt und Kehl sie abgelehnt habe. "Wer kontrolliert, ob die Kanus erst auf Rheinauer Gemarkung einsteigen", fragte Kleinmann in die Runde.
 

Das Feuerwehr-Gerätehaus in Leutesheim.




zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, Juli 2008