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Ortschaftsrat Leutesheim

Leutesheim: Brennholznachfrage 30 Prozent
über dem Angebot

Kehl-Leutesheim (pr). Das Barrel Rohöl für fast 100 Dollar - ein Ster Schlagraumholz für sechs Euro. Kein Wunder, dass das Interesse bei der öffentlichen Ortschaftsratsitzung zum Thema Forst am Montagabend in Leutesheim sehr groß war. Kaum ein Platz in den Besucherrängen blieb frei.

Revierförster Markus Gutmann sagte, dass Brennholz in Kehl bislang deutlich unter dem Marktniveau verkauft wurde. Auch nach der jüngsten Preisanhebung durch den Stadtrat bliebe der nachwachsende Brennstoff immer noch günstig. Insbesondere beim Schlagraum. Dessen Preis wurde bei sechs Euro pro Ster belassen. Das Versteigern der Schlagraumlose, wie in Leutesheim im vergangenen Winter praktiziert, hat sich bewährt, lobte Gutmann. Er würde das "Leutesheimer Modell" gerne auch auf andere Kehler Ortschaften übertragen. "Bislang ist mir das aber noch nicht gelungen, ich habe aber Hoffnung auf ein Einsehen", erklärte der Forstfachmann am Montagabend in der Leutesheimer Ortschaftsratsitzung.

In kommenden Winter könnte es für die "Litzmer" Holzofenbesitzer aber eng werden. Die Nachfrage liegt über dem Angebot, informierte Ernst Kleinmann. Nach den Worten des Ortsvorstehers haben 102 Bürger jeweils fünf Ster Brennholz angemeldet. Dem gegenüber stehen aber nur 80 Kontingente, erklärte der Rathauschef. Was tun, fragte Kleinmann in die Ratsrunde, "sollen diejenigen, die zuerst angemeldet haben, bevorzugt werden?" Markus Gutmann riet davon ab: "Wenn sie das tun, werden sie im nächsten Jahr die Anmeldungen schon im Sommer auf dem Schreibtisch liegen haben", sagte der Förster.

Ernst Kleinmann will nun prüfen, ob er 20 Bürger außerhalb des Waldes bedienen kann. Die könnten dann zum Beispiel Weidenholz erhalten, das entlang von Bächen und Altrheinarmen wächst. Revierförster Markus Gutmann sagte, dass die Stadt das Angebot aus dem Stadtwald nicht nach oben anpassen sollte. "Kehl hat nur 800 Hektar Wald und damit etwa halb so viel wie Rheinau bei dreimal so viel Einwohnern", informierte der Förster. Man müsse den Bürgern in Bezug auf das zur Verfügung stehende Brennholz klar machen: "Hier ist die Grenze, mehr geht nicht."




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Aktives Dorf Leutesheim, November 2007