|
|
|
|
Ortschaftsrat Leutesheim
In Leutesheim wird schon jetzt
Brennholz gemacht
Kehl-Leutesheim
(pr). Im "Gstockte" in Leutesheim wird jetzt schon Brennholz
gemacht. Das Gelände im Rheinvorland ist als Ausgleichsfläche
für das interkommunale Gewerbegebiet "basic" vorgesehen und soll
durch die Abholzung in den früheren Zustand eines artenreichen
Grünlands zurückversetzt werden. Um dem kiesigen Boden möglichst
viel Nährstoffe zu entziehen, soll die Pappeln, Erlen und Weiden
noch in den Blättern geschlagen werden, informierte
Ortsvorsteher Ernst Kleinmann in der jüngsten Leutesheimer
Ortschaftsratsitzung. Vorgesehen war ursprünglich, dass das Holz
von einem Unternehmen auf Rechnung rausgeholt wird. Nun wird es
kostenlos von Leutesheimer Bürgern geschlagen.
Erklärung der Bezeichnung "Gstockte":
Zur Geschichte des »Gstockten« gibt es im Buch "Leutesheim, ein
Dorf im Hanauerland und seine Kirche/ Notstandsarbeit" folgenden
Beitrag:
»Mit dem Kriegsende 1918 war unsere Region wieder Grenzland
geworden. Straßburg war nun wieder französisch und als
Arbeitsplatz nicht mehr zugänglich, was einschneidende Folgen
hatte: Der Leutesheimer Bürgermeister Karl Sänger fand 1929 bei
seinem Amtsantritt 112 Arbeitslose vor. Er ließ deshalb
Notstandsarbeiten durchführen. Die Gemeinde bekam für diese
Maßnahmen Staatszuschüsse in Höhe von gut zwei Drittel der
Aufwendungen, die insgesamt 128 000 Mark betrugen. In
Notstandsarbeit wurde ein Teil des unwirtschaftlichen
Rheinwaldes »im Gritt« ausgestockt. Es entstanden Wiesen und
Ackerflächen.«

|
zurück |
drucken

Aktives
Dorf Leutesheim, Oktober 2004
|
|
|
|