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Ortschaftsrat Leutesheim

Stadt Kehl will Beförderungskosten für Hauptschüler nicht übernehmen - aber...

Kehl-Leutesheim (pr).  Die Stadt Kehl will die Kosten für die Beförderung von Grundschülern nicht übernehmen, wird aber durch den Goldscheuerer Eingemeindungsvertrag zumindest für deren Bereich dazu gezwungen. Dies erklärte Oberbürgermeister Günther Petry in der öffentlichen Ortschaftsratsitzung am Montagabend im Leutesheimer Feuerwehrhaus. Der Kreis will bekanntlich für die Beförderungskosten in Höhe von 50 Euro pro Schüler künftig nicht mehr aufkommen.

"Die Stadt wird nicht einspringen", erklärte dazu Günther Petry, auch wenn dies für die Schüler eine Einschränkung an Komfort bedeute. Für den Bereich der Hauptschule Kork sei es nach Meinung des Kehler OBs auch kein Problem ohne Bus auszukommen: Die Entfernungen aus Neumühl, Odelshofen und Querbach lägen größtenteils unter zwei Kilometer: Einen solchen Anfahrtsweg müssten auch Rad fahrende Schüler in Kehl akzeptieren, meinte Petry. Für die Hauptschule Bodersweier könne man durch den Bau des neuen Radweges nach Leutesheim eine verbesserte Situation erreichen. "Wenn es beim Geländeerwerb nicht zu Verzögerungen kommt, wird der Weg nächstes Jahr fertiggestellt", versprach der Oberbürgermeister. Schwieriger sei die Lage in Goldscheuer. Richard Schüler habe seinerzeit mit Oberbürgermeister Müller im Eingemeindungsvertrag ausgehandelt, dass die Stadt Kehl für die Hauptschülerbeförderung aufkommen müsse, falls der Kreis dazu einmal nicht mehr bereit wäre, berichtete Petry. Ein Rauenen ging durch den Leutesheimer Versammlungssaal. "Dies verkompliziere die ganze Sache", sagte der OB, "wir können keine Ausnahme machen und müssen schauen, dass wir irgendwie zu einem Kompromiss kommen". 

 

 

 



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Aktives Dorf Leutesheim, September 2003