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Ortschaftsrat Leutesheim

Bauland wird in Leutesheim teurer

Kehl-Leutesheim (pr). Die Wohnlandkaufpreise in Leutesheim werden ab kommendem Jahr um fünf Euro pro Quadratmeter teurer. Der Ortschaftsrat stimmt einer entsprechenden Verwaltungsvorlage zu.

Demnach steigen die Quadratmeterpreise von aktuell 75 auf 80 Euro. Die Preissteigerung macht für einen Bauplatz in Leutesheim rund 3 000 Euro aus, rechnete Ortsvorsteher Ernst Kleinmann vor.

Nicht alle Leutesheimer Räte zeigten sich mit der Erhöhung einverstanden: Es gab drei Gegenstimmen. Rainer Hauß und Gerhard Hummel begründeten ihre ablehnende Haltung damit, dass man nicht alle zwei Jahre an der an der Preisschraube drehen sollte. Bauen müsse auch für Normalbürger erschwinglich bleiben.

Dem entgegnete Margot Wohlbold-Melet, dass niemand gezwungen sei zu bauen. Und die Stadt Kehl brauche das Geld aus den Verkaufserlösen sehr dringend. Das Einsparpotential der Stadt sei nämlich aus ihrer Sicht weitgehend ausgereizt. Wie schwierig es sei den Rotstift irgendwo anzusetzen vergegenwärtige auch eine aktuelle Umfrage der "Kehler Zeitung". "Eine gelungene Aktion", meinte Margot Wohlbold-Melet, "nun sieht jeder wie schwierig es ist irgendwo was wegzustreichen".

Ernst Kleinmann sagte, dass man mit den Preiserhöhungen auch dem "wahnsinnigen" Geländeverbrauch begegnen könne und müsse. "Das Bauen auf der grünen Wiese ist immer noch billiger als das Renovieren von Altbestand und Bebauen von Baulücken im Dorf", erklärte der Rathauschef. Dem nicht endenden Verbrauch von Baulandressourcen müsse man entgegen wirken. Das Anheben der Wohnlandkaufpreise sei dafür ein geeignetes Mittel.
 



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Aktives Dorf Leutesheim, November 2004