.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2004 »
 


Obst- und Gartenbauverein Auenheim/Leutesheim

Jahreshauptversammlung: Landesgartenschau-bäume zu teuer für die Ortschaften

Kehl-Leutesheim (mk). Bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Auenheimer "Schlüssel" konnte Vorsitzender Richard Schneider zahlreiche Mitglieder begrüßen.

Zunächst verlas Schriftführer Robert Stärk das letztjährige Protokoll. Richard Schneider resümierte anschließend sehr ausführlich in seinem Tätigkeitsbericht die zurückliegenden Aktivitäten. Der Verein war mit ehrenamtlichen Helfern 110 Stunden auf der Landesgartenschau aktiv. Für den Bezirksverein der Obst- und Gartenbauer waren 200 Helfer an 182 Tagen 1456 Stunden auf der LGS vertreten. Neben dem Hacken, Gießen und Pflegen der Pflanzen im Obst- und Bauerngarten (siehe Foto), standen die Mitglieder auch als Ansprechpartner den LGS-Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung. "Besonders die Schwaben waren hierbei sehr verwundert über das reichhaltige Obst- und Pflanzenwachstum in unserer Region" schmunzelte der Vorsitzende. Jedoch kritisierte Schneider: "auf einer Landesgartenschau sollte auch ein Garten in entsprechendem Ausmaße vorhanden sein!". Schneider bemängelte hierbei, daß zu wenig Wert auf das Wesentliche gelegt wurde, sondern der Augenmerk mehr in anderen Aspekten lag. "Wir ziehen nun einen dicken Schlußstrich unter das Vorhaben Landesgartenschau", so der etwas verärgerte Vorsitzende. Zu diesem Thema äußerte sich auch Leutesheims Ortsvorsteher Ernst Kleinmann. Er regte bei der Stadt an, die ausrangierten Bäume und Pflanzen der Landesgartenschau in die Ortschaften umzupflanzen. Doch der Preis, der ihm hierfür genannt wurde sei viel höher, als wenn man neue Pflanzen in einer Gärtnerei kauft. Diese Erfahrung machte auch Richard Schneider, als er ausrangierte Bäume der LGS aufkaufen wollte.

Weiterhin berichtete Schneider von den gut besuchten Schnittkursen in Auenheim und Leutesheim, zu welchen immer fachbezogene Referendare hinzugezogen werden. Meist 30 bis 40 interessierte Mitglieder nehmen an solchen Schnittkursen teil. Nicht nur die Arbeit und der Lernerfolg steht bei diesen Schnittkursen im Vordergrund, auch die Geselligkeit wird anschließend beim gemeinsamen Waldspeck stets gepflegt. Große Beliebtheit erfährt immer wieder die Blütenwanderung durch die heimischen Gefilde. Auch von Nichtmitgliedern wird diese sehr hoch eingeschätzt, so nahmen in diesem Jahr über 60 Personen daran teil. Bei Baumschnittarbeiten für die Gemeinde Auenheim leistet der Obst- und Gartenbauverein 60 Stunden pro Jahr und entlastet damit die Gemeindekasse.

Besonders stolz ist der Obst- und Gartenbauverein auf die Streuobstwiesen im Hanauerland. Deren Erhalt und Ausbau soll auch in Zukunft Priorität haben. Allerdings sei der Nutzen aus dem Obst in letzten Jahren eher rückläufig gewesen, "die Mosttrinker werden halt weniger", erklärte Richard Schneider. Es fanden auch Sitzungen des Bezirksvereines statt, bei denen Vereinsvertreter anwesend waren und man beteiligte sich beim Vortrag: "unser Dorf soll schöner werden" in Auenheim.

Auch sportlich war der Verein aktiv und nahm bei diversen Dorfmeisterschaften teil. Das beste Resultat war hierbei der erste Platz beim Elfmeterschießen in Auenheim.

Einen genauen Kassenstand gab Kassierer Andreas Karch der Versammlung. Er konnte dabei über eine positive Finanzlage berichten. Ihm wurde durch Kassenprüfer Ralf Ross hervorragende Arbeit bestätigt und von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt.
Posten bleibt weiter unbesetzt

Schneider mußte der Versammlung mitteilen, daß bislang leider immer noch kein zweiter Vorsitzender gefunden wurde. Nachdem in Leutesheim die Suche erfolglos blieb soll nun in Auenheim ein Nachfolger für den im letzten Jahr altersbedingt ausgeschiedenen Walter Keck gefunden werden. Dabei wäre es allerdings schade, daß die Parität in der Vorstandschaft zwischen Auenheim und Leutesheim nicht wieder hergestellt ist. Der unbesetzte Posten bereitet dem Verein jedoch keinen Schaden, erklärte Richard Schneider und zog Vergleiche u.a. zum Sportverein Auenheim, wo es derzeit auch keinen zweiten Vorsitzenden gibt. Walter Keck steht nach wie vor mit seinem sachlichen Fachwissen zur Verfügung.

Klaus Heidt dankte dem Verein in Vertretung der Ortsverwaltung Auenheim für die geleistete ehrenamtliche Arbeit und beglückwünschte die gute Zusammenarbeit der Leutesheimer und Auenheimer. Auch der Leutesheimer Rathauschef sprach lobende Worte an die Versammlung.


Der vom Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Auenheim-Leutesheim Richard Schneider bemängelte "zu kleine" Lehrgarten auf der Landesgartenschau.



zurück | drucken
 


Aktives Dorf Leutesheim, November 2004