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Obst- und Gartenbauverein Auenheim/Leutesheim
Jahreshauptversammlung des Obst- und
Gartenbauvereins Auenheim/Leutesheim
Kehl-Leutesheim
(mk). Vorsitzender Richard Schneider konnte in seinem Bericht
von einem „ruhigen“ zurückliegenden Jahr sprechen. Dabei bezog
er sich auf das vorangegangene Jubiläumsjahr, in dem die große
und erfolgreiche Obstausstellung stattfand. „In diesem Jahr wäre
die Obstausstellung nicht möglich gewesen, da hätten wir eine
Ausstellung ohne Obst gehabt“, erwähnt der Vorsitzende
hinsichtlich der großen Hitzeperiode. „Außer Birnen und
Steinobst ist in diesem Jahr nicht viel herangereift“. Weiterhin
berichtete er von den gut besuchten Schnittkursen in Auenheim
und Leutesheim, zu welchen immer fachbezogene Referendare
hinzugezogen werden. Meist 30 bis 40 interessierte Mitglieder
nehmen an solchen Schnittkursen teil. In dem zurückliegenden
Jahr wurden 194 Jungbäume auf der Gemarkung Auenheim beschnitten
und es fand eine Baumsetzaktion in Zusammenarbeit mit dem
Ortschaftsrat Leutesheim statt. „Dies sei auch eine große
finanzielle Entlastung für die Gemeindekasse“, so Richard
Schneider. Weiterhin berichtete er von dem Veredelungsvortrag in
Auenheim und der Blütenwanderung durch die heimische
Ortschaften. Es fanden auch Sitzungen des Bezirksvereines statt,
bei denen Vereinsvertreter anwesend waren.
Schriftführer Robert Stärk verlas das letztjährige Protokoll und
resümierte sehr ausführlich die zurückliegende Aktivitäten.
Einen genauen Kassenstand gab Kassierer Andreas Karch der
Versammlung. Er konnte dabei über eine positive Finanzlage
berichten. Ihm wurde durch Kassenprüfer Rainer Wahl
hervorragende Arbeit bestätigt und von der Versammlung
einstimmig Entlastung erteilt.
Leutesheims Ortsvorsteher Ernst Kleinmann fungierte als
Wahlleiter und konnte sich bei dieser Gelegenheit Seitens der
Gemeinde für die vielen Aktivitäten, die der Obst- und
Gartenbauverein leistet, bedanken. „Es ist erstaunlich
mitzuerleben, wie der Verein sehr viel bewegen kann und dabei
auch sehr guten Zuspruch erfährt“, erfreute sich der
Leutesheimer Rathauschef. Hinsichtlich der bevorstehenden
Landesgartenschau meinte Kleinmann weiter: „Mit Euren
freiwilligen >Frondiensten< habt ihr euch zusätzlich sehr viel
Arbeit aufgeladen“. Aber nicht nur die Arbeit steht im
Vordergrund, auch die Geselligkeit wird stets gepflegt, da muß
es doch möglich sein „Junge“ Leute für den Obstbauverein zu
aktivieren, regte Kleinmann weiter an.
Bei den Neuwahlen wurde Richard Schneider einstimmig in seinem
Amt bestätigt. Zur Frage, ob er den Posten weiterführt, meinte
er: „Ich habe ja keine andere Wahl, wir haben die Sache
angefangen und sollten sie nun auch weitermachen“ und bedankte
sich für das erbrachte Vertrauen.
Posten bleibt unbesetzt
Sein Stellvertreter Walter Keck stand allerdings für das Amt als
zweiter Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung, darauf wies er
bereits bei den letzten Wahlen hin. Er hat mit seinen 73 Jahren
ein akzeptables Alter erreicht, „nun muß ein >Junger< kommen“ –
so Walter Keck. Er steht nach wie vor dem Verein mit Rat und
Tat, sowie seinem sachlichen Fachwissen zur Verfügung. Richard
Schneider stellte die Frage über einen Nachfolger in die
Versammlung und wies darauf hin, daß dies eine Leutesheimer
Angelegenheit sei um die Parität der beiden Ortschaften
gleichzustellen. Auch die Altersstruktur in Leutesheim ist nicht
schlecht, dennoch fand man keine willige Person für das Amt des
zweiten Vorsitzenden. Der Posten bleibt zunächst unbesetzt, ein
Stellvertreter soll bis zur nächsten Jahreshauptversammlung
gefunden werden. „Es ist Schade, im Sinne der Natur, daß wir
heute keinen zweiten Vorsitzenden finden“, meinte Richard
Schneider. Schriftführer bleibt weiterhin Robert Stärk und
Kassenführer Andreas Karch. Beisitzer sind Hans-Peter König,
Willi Fischer, Gerhard Graf und Karl Hummel. Zu Kassenprüfer
wurden Ralf Ross und Günter Heidt gewählt.
Unter der Terminvorschau wurde angesprochen, daß der nächste
Baumschnittkurs am 20. Dezember in Leutesheim stattfindet.
Abschließend hatte Ernst Kleinmann noch ein Anliegen an den
Obstbauverein. Die Ortseingänge von Leutesheim sollen
freundlicher gestaltet werden. Hierzu bat er den Verein ihm bei
einer ehrenamtlichen Pflanzaktion behilflich zu sein.
Nach der Versammlung zeigten Hans-Peter König und Willi Fischer
Bilder über den Veredelungsvortrag und von der Blütenwanderung.
Walter Keck vom Obst- und Gartenbauverein
Auenheim-Leutesheim war stets eine >Triebfeder< des Vereins und
ist seit über 50 Jahre in dem Medié Obstbau tätig. Anläßlich der
Jahreshauptversammlung wurde er vom ersten Vorsitzenden Richard
Schneider (links) zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist bereits 1949
in den damaligen Obstbauverein eingetreten und übernahm in den
60er Jahren bis zur Auflösung 1974 das Amt des ersten
Vorsitzenden. Er kann auf etliche Ausbildungen, wie u.a. die
Baumwartenprüfung zurückblicken. 1988 wurde Walter Keck erster
Vorsitzender der Baumwartenvereinigung Hanauerland. Gleichzeitig
trat er der Vorstandschaft des Bezirks Obst- und
Gartenbauvereins Hanauerland bei. In beiden Vorstandschaften ist
er auch heute noch tätig. Während der „vereinslosen“ Zeit
organisierte er immer wieder Schnittkurse in Leutesheim, was
letztendlich ausschlaggebender Grund zur Wiedergründung eines
Obstbauvereins und zur Vereinigung zwischen Auenheim und
Leutesheim führte. Der heutige Obst- und Gartenbauverein sieht
sich als weiterführende Institution des damaligen Vereins.
Walter Keck wurde für seine langjährigen und besondere Dienst
beider Vereinen geehrt. Altortsvorsteher August Karch äußerte
sich aus der Runde der Versammlung: „Walter Keck ist eine
Institution in Sachen Gartenbau – ein Stück Geschichte des
Obstbauverein Auenheim-Leutesheim“.

Walter Keck (rechts) wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
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