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Obst- und Gartenbauverein Auenheim/Leutesheim
Jahreshauptversammlung
Kehl-Leutesheim
(pr). Die engere Vorstandschaft wurde bei der jüngsten
Jahreshauptversammlung am Dienstagabend für weitere zwei Jahre
im Amt bestätigt. Auf eigenen Wunsch aus dem Beisitz
ausgeschieden ist Heinz Grumer. Er wurde durch Hans-Peter König
ersetzt, "ebenfalls ein Litzmer, damit die Parität in der
Vorstandschaft wieder hergestellt ist", erklärte Richard
Schneider.
"All diejenigen, die vor vier Jahren meinten, dass eine
Vereinsgemeinschaft zwischen Auenheim und Leutesheim nie gut
gehen kann, wurden Lügen gestraft", meinte der Vereinboss beim
Rück- und Ausblick. Der Verein funktioniere prächtig, seine
Zusammenarbeit mit Walter Keck, dem Vizeboss aus Leutesheim, sei
sehr vertrautenvoll, berichtete Richard Schneider weiter.
Finanziell geht es dem Verein auch gut. Dies ging aus den Zahlen
von Kassierer Andreas Karch hervor. " So lange wir rund 2000
Mark im Jahr von der Stadtkasse für das Schneiden der
gemeindeeigenen Bäume bekommen, geht`s uns gut", kommentierte
Richard Schneider, "falls die Einnahmen wegfallen, müssen wir
kleinere Brötchen backen." Der Jahresbeitrag für die 99
Mitglieder wurde von zehn Mark auf sechs Euro erhöht.
Enttäuscht zeigte sich Richard Schneider über die Vorbereitungen
zur Landesgartenschau. "Vor vierzehn Tagen haben sich Kehler
Vereine an einem runden Tisch zusammengesetzt. Die Stadt kann
immer noch keine konkreten Pläne vorlegen und deshalb können wir
auch noch keine definitive Zusage geben für eine Unterstützung",
berichtete Richard Schneider. Die vorherrschende Meinung unter
den Vereinen auf den Ortschaften sei die, dass man nicht
unbedingt gewillt sei "denen für ein halbes Jahr den Dreck weg
zu machen", zitierte der Vereinsboss. Werner Müll bat um Geduld:
"Ideen und die tatkräftige Unterstützung der Obst- und
Gartenbauvereine werden mit Sicherheit noch gefragt sein",
meinte der Auenheimer Ortsvorsteher, "ans Eingemachte geht es
aber wohl erst in den Jahren 2002 oder 2003". Werner Müll
beglückwünschte die gute Zusammenarbeit der Leutesheimer und
Auenheimer in diesem Verein und meinte, dass der Norden Kehls
weiter zusammenwachsen sollte.
Sein Kollege aus Leutesheim lobte darüber hinaus auch die
"ordentliche Arbeit, die hier geleistete wird. Es ist nicht
selbstverständlich, dass man am Wochenende bei Wind und Wetter
seine Freizeit opfert, um die Bäume der Gemeinde zu schneiden",
sagte Ernst Kleinmann.
Schriftführer Robert Stärk hielt Rückblick auf das am 31.Oktober
abgelaufene Geschäftsjahr und ging dabei auch auf die
außerordentliche Mitgliederversammlung vom 3. September ein.
Beschlossen wurde dabei eine Satzungsänderung mit dem Ziel den
Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen und die
Gemeinnützigkeit zu erreichen. Schnittkurse, Blüten- und
Lehrfahrten mit jeweils geselligem Ausklang standen unter
anderem auf dem Programm der vergangenen zwölf Monate.
Über die häusliche Gärmostbereitung sowie das Einmaischen von
Stein- und Kernobst informierte Karl Hummel. Der Juniorchef der
gleichnamigen Leutesheimer Schnapsbrennerei gab fachmännische
Tipps über die richtige Behandlung des Obstes, Auswahl von
Fässern und eine qualitätsfördernde Einleitung und Förderung des
Gärprozesses.
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