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Musikverein Leutesheim

Jaro Baran verzaubert Leutesheim

Großer Bahnhof für den Jungmusiker in der Mehrzweckhalle: für die mehrfachen Auszeichnungen seiner meisterhaften Leistungen als Marimbaphon-Spieler ist Jaro Baran in Leutesheim geehrt worden.

Von Marco Karch

Kehl-Leutesheim. „Music is alive“ glänzte auf Jaro Barans Sweatshirt. In der Tat hatte er an diesem Freitagabend die Musik in der Leutesheimer Mehrzweckhalle zum Leben erweckt. Bei seiner Ehrung, zu der Familie, Freunde sowie die gesamte Leutesheimer Bevölkerung eingeladen waren, trug der junge Musiker einige Stücke auf seinem Marimbaphon vor.

Ortsvorsteher Ernst Kleinmann freute sich über den grandiosen Erfolg des im Leutesheimer Musikvereins spielenden Supertalents: „Wir alle sind sehr stolz auf dich. Keiner weiß es besser als du, was es bedeutet, sich in diese Spitzenklasse hochzuarbeiten.“

Seine Erfolge können sich sehen lassen: Im Jahr 2006 erhielt er den ersten Preis beim Landeswettbewerb - Trompete Solo AG II, im Jahr darauf belegte er beim Bundeswettbewerb in der Wertung Mallets Solo AG III den ersten Platz. 2010 holte er einen weiteren ersten Preis beim Bundeswettbewerb in der Wertung Mallets Solo AG IV. Und wiederum den ersten Platz erkämpfte er sich beim internationalen „Giornate della Percussione“ in Fermo (Italien). „Seit es diesen Wettbewerb gibt, bist du der erste, deutsche Teilnehmer der jüngsten Altersklasse, der den 1. Preis erhielt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen“, lobte der Ortsvorsteher.

Auch Martin Karch, Vorsitzender des Musikvereins Harmonie Leutesheim sprach ein großes Lob gegenüber dem jungen Preisträger aus. Dabei unterstrich er den Aufbau und die „Funktionsweise“ seines Instruments, des Marimbaphons. „Von Noten ablesen ist problematisch“, gab Martin Karch zu verstehen, „wenn zeitgleich mehrere Töne gespielt werden müssen, als das Auge lesen kann, muss er die Notenblätter beiseitelegen. Das heißt: auswendig spielen, auch die schweren Stücke.“
Jaro Baran bedankte sich für die Lobesworte und die großzügige Unterstützung. Anschließend durfte er ran. An seinem Marimbaphon bewies er sein außergewönliches Talent. Mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit entzündete er ein akustisches und visuelles Feuerwerk. Stücke wie „Furioso und Walzer“ von Earl Hatch sowie „Generalife“ und „Katamiya“ von Emmanuel Séjourné füllten den Raum mit voluminöser Begeisterung. „Tambourin Paraphase“ von Keiko Abe, „Srpska igra“ von Nebojsa Jovan Zivkovic und das letzte Stück „Libertango“ von Eric Sammut lösten erneut kolossalen Beifall aus.

Vater als Lehrer
Früher Bezug zur Musik bekam der gebürtige Gengenbacher durch seinen Vater, Dieter Baran. Bereits mit sechs Jahren nahm Jaro Baran bei seinem Vater, Mitglied des SWR-Sinfonieorchesters, Trompetenunterricht. 2005 hatte er Marimbaphonunterricht an der Musikschule Offenburg. In der Folge hatte der junge Tonkünstler Unterricht bei zahlreichen privaten Musikern in Trompete, Trommel und Marimbaphon. Auch Orchestererfahrung hat der 16-Jährige bereits sammeln können. Bei Konzerten des „Concertino Offenburg“ wirkte er als Solist am Schlagzeug und am Marimbaphon mit. Darüber hinaus überzeugte er in diversen Solo-Auftritten mit sinfonischen Blasorchestern, darunter die Harmonie Leutesheim und Stadtkapelle Achern.

Es folgten Konzerte mit anderen Bundespreisträgern der Schlagzeugerklasse, unter anderem in der Hochschule für Musik in Frankfurt. Jaro Baran ist seit 2009 Mitglied des Jugend-Percussion-Ensembles Baden-Württemberg (JPE) und Mitglied im Mitglied im Landes-Jugend-Orchester Baden-Württemberg. Seit diesem Jahr hat er außerdem die Mitgliedschaft bei „Bundesbeat“ unter der Leitung von Professor Fischer erworben.





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Aktives Dorf Leutesheim, Oktober 2010