.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2001 »
 


Musikverein Leutesheim

Gottesdienst im Straßburger Münster unter Mitwirkung der Harmonie Leutesheim

Kehl/Straßburg (red/isa): Zu einem beeindruckenden Erlebnis für fast 1000 Christen aus Straßburg und Kehl wurde der grenzüberschreitende ökumenische Adventsgottesdienst im Straßburger Münster am Sonntagnachmittag.

Beeindruckendes Erlebnis in mehrfacher Hinsicht: beeindruckend die vorweihnachtliche Atmosphäre des Gotteshauses mit den aufgehängten Tapisserien und dem selten schönen Farbenspiel der Rosette der Westfassade im winterlichen Abendlicht. Beeindruckend die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch die Musikkapelle »Harmonie« Leutesheim. Das zur Besinnung einladende Präludium, das Zwischenspiel »Locus iste« von Anton Bruckner und der mächtige Schlusskanon »Dona nobis pacem« brachten das Thema des Gottesdienstes variabel zur Geltung. Die adventlich-weihnachtliche Botschaft des Friedens in der von Angst und Terror, Hass und Krieg geprägten Weltsituation zur Geltung zu bringen, war das Anliegen des Gottesdienstes. Der katholische Weihbischof Kratz und der protestantische Stadtdekan Arbogast riefen in einer in Deutsch und Französisch gleichzeitig und gemeinsam gehaltenen Predigt zur Überwindung bestehender und neu entstandener Grenzen zwischen Konfessionen, Religionen, Kulturen und Nationen – auch vor Ort – auf, heißt es in einem Pressetext.
Geist des Dialoges

Die Versöhnungsdokumente der »Carta oecumenica« der europäischen Kirchen, die am Ostermontag 2001 in Straßburg unterzeichnet wurde, dienten als Unterlage für Gebete und Fürbitten, in denen vor allem der Geist des Dialoges und der Verständigungsbereitschaft zwischen Christen, Muslimen und Juden angemahnt wurde. Der elsässische Schriftsteller André Weckmann verdeutlichte mit einer in seiner Muttersprache verfassten Meditation den Friedensruf des Propheten Jesaja »Schwerter zu Pflugscharen«. Dekan Ditmar Gasse bezeichnete in seinem Schlusswort die auf Trümmern einer Militärfestung erbaute Friedenskirche auf dem Kehler Marktplatz als Symbol für die mögliche und als Aufgabe heute neu gestellte Überwindung von Feindschaft, Hass und Gewalt, der sich Christen und Kirchen diesseits und jenseits des Rheins – an einer wichtigen Schnittstelle Europas – besonders verpflichtet wüssten.
 



zurück | drucken


Aktives Dorf Leutesheim, Dezember 2001