.



 

 
 
  Sie sind hier:   » Startseite » Archiv » 2007 »
 


Musikverein Leutesheim

Die 'Harmonie' Leutesheim zeigte sich von
seiner volkstümlichen Seite

Kehl-Leutesheim (pr). Mit dem Auftritt des Gastgebers, des Musikverein Leutesheim, ging das viertägige Musikfest in "Litze" am Montagabend zu Ende.

"Wir können alles, außer Volksmusik - mit diesem Vorurteil wollen wir für allen Zeiten aufräumen", versprach Ansagerin Petra Hummel zu Beginn des zweistündigen Auftritts der "Harmonie" Leutesheim am Festmontag.
Und das Orchester von Dieter Baran tat es, und zwar gründlich. Polkas, Märsche und Walzer gab es reichlich. Das Programm war gespickt mit ein paar tollen Solostücken. Als besonderes Schmankerl gab es zudem Gesangeinlagen von Tanja Schlegel, Mitglied des Ensembles "Sextakkord".

Jaro Baran, zwölfjähriger Sohn des Dirigenten und Sieger beim Landesentscheid "Jugend musiziert", glänzte bei einer Einlage auf dem Marimbaphon beim Titel "Zirkus Humberto". Gefeiert wurde "Karneval in Venedig" mit erstklassigen Trompetentönen von Christoph Moschberger. Ehe es dann "Ernst" wurde. Andreas Ellwardt spielte den "Ernst im Allgäu". Zu hören waren hier die glasklaren und tiefen Baritonklänge des Berufsmusikers.

Mit "Der alte Schäfer", ein gesungener Walzer, und dem Evergreen "Knallrotes Gummiboot" setzte Tanja Schlegel Akzente. Begleitet wurde sie bei "Ich möchte so gern Trompete spielen" dann von ihrem Sextakkord-Kollegen Christoph Moschberger.
Rührig: "Grandfathers Clock". Andreas Ellwardt und Es-Klarinettist Jürgen Demmler, ein Baran-Kollege beim SWR-Sinfonieorchester, nahmen Platz im Schaukelstuhl und gaben daraus wohlklingende und beruhigende Töne von sich.

Christop Moschberger war bei der "Weinende Trompete" fast den Tränen nahe. Doch Tuba-Solist Christoph Czygolla blies mit dem "Tuba-Muckl" und "Pie in the face" jegliches Trübsal weit weg.

Den Zuhörern im gutbesetzten Festzelt gefiel das volkstümliche Programm der "Harmonie". Eine derartig massive Anhäufung von Volkstümlichem vom Baran-Ensemble ist schließlich selten.

Und so wurde das Leutesheimer Orchester erst nach zwei Zugaben, dem "Radetzky-Marsch" und "Hochbadener Land" von der Bühne entlassen.

Deftiges aus Bayern war am Sonntag beim Frühschoppenkonzert zu hören. Die Kapelle aus Dießfurt war auf Vermittlung des ehemaligen Jaco-Mitarbeiters Manfred Glatz nach "Litze" gekommen und wusste das Publikum sehr gut zu unterhalten. Polka war hier Trumpf.

Die Trachtenkapelle aus dem elsässischen Engwiller, auch eine Augenweide, und der Musikverein Oberschopfheim gestalteten das Nachmittagsprogramm am Sonntag.

Der Abend gehörte dann der Stadtkappelle aus Freistett. Das Orchester von Dirigent Rudi Flierl wusste mit einem gut ausgewogenen Programm zu begeistern. Unter anderem mit einer sehr gekonnten Soloeinlage von Nachwuchstalent Kai Urban auf dem Tenorhorn.


Die "Harmonie" Leutesheim



zurück | drucken


Aktives Dorf Leutesheim, Mai 2007