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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim

Sinai-Info-Abend im Leutesheimer Gemeindehaus

Kehl-Leutesheim (pr). "Alles rauf auf den Fladen nach Beduinenart" hieß es am Mittwochabend im Gemeindesaal neben dem Leutesheimer Pfarrhaus. Pfarrerin Ulrike Schneider-Harpprecht aus Leutesheim und ihre Kollegin Anke Doleschal aus Auenheim hatten zu einem interessanten Info-Abend zum Thema Sinai eingeladen, der auch gut besucht war.

Anke Doleschal berichtete über ihre jüngste Reise nach Ägypten, die sie zusammen mit einer 22-köpfigen Gruppe aus dem Kehler Kirchenbezirk im Februar unternommen hatte.

Doch bevor man die Bilder vom staubigen und trockenen Land der Beduinen genießen konnte, gab es erst mal zur Begrüßung Pfefferminztee und den ägyptischen Karkadé, der aus Hibiskus gewonnen wird. Die beiden Pfarrerinnen hatten zudem leckere landestypische Speisen zubereitet: Zum Beispiel mit Peperoni geschärfter Joghurt, Auberginenmus, Oliven und Nomadenkäse. Anke Doleschal hatte einen ganzen Stapel Fladenbrote auf den Tisch gelegt. "Die kommen aus einem Kehler Kebabladen und man hat mir dort versichert, dass das vorerst die letzten sind. Wenn die Landesgartenschau kommt, hat man dafür keine Zeit mehr", schmunzelte die Auenheimer Pfarrerin.

Nachdem die Gäste Zunge und Gaumen auf die Reise eingestimmt hatten, ging´s los. Anke Doleschal berichtete von der Reise quer durch das Land der Beduinen. Die Gruppe aus Kehl machte sich auf die Spuren der alten Hebräer. "Es war eine Reise in eine ganz andere Welt", sagte Anke Doleschal, "wir machten uns auf die Suche nach den Wurzeln unserer Religion".

Unter der fachmännischen Führung von "Mahmoud", dem ägyptischen Führer, fuhr die Gruppe mit Bussen und Geländefahrzeugen entlang des Golfes von Suez quer durch den Sinai. Durch unberührte Landschaften, auf alten Wegen und historischen Pfaden reiste die Kehler Gruppe durch das nahezu vegetationslose Gebirge. Gerastet wurde in kleinen Beduinendörfern. Am Lagerfeuer wurde Tee zubereitet, und unter freiem Himmel oder den schützenden Zweigen eines Olivenbaumes nahm man landestypische Speisen auf einfachste Art zu sich.

Lohn der strapaziösen Reise: "Eine atemberaubend schöne Landschaft, die unsere Blicke auf sich zog, Ruhe und Zufriedenheit vermittelte und immer wieder Spuren der alten Hebräer", erzählte Anke Doleschal.

Dann der Höhepunkt der Reise: Die Gruppe besteigt den Mose-Berg. Hier hat Mose dem Alten Testament zufolge die zehn Gebote erhalten. Unten im Tal liegt das Katharinen-Kloster, wo seit dem Jahre 530 gearbeitet und gebetet wird und wo man vor gut 150 Jahren eine der ältesten Bibelabschriften fand und sicherte.

Die Reise endete in Sharm El Sheik in einem Hotel am Meer.
 



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Aktives Dorf Leutesheim, März 2004