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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim
Ulrike Schneider-Harpprecht ist neue
Pfarrerin in Leutesheim und beim "Epi-Zentrum" in Kork
Kehl-Leutesheim
(pr). Anfang Juli ist sie in das frisch renovierte Pfarrhaus
eingezogen. Damit geht die fast vierjährige Vakanzzeit im
nördlichsten Kehler Teilort zu Ende. Die Leutesheimer müssen die
neue Pfarrerin allerdings mit dem Epilepsiezentrum Kork teilen.
"Ich kann deshalb den Gottesdienst in Leutesheim nur zweimal im
Monat gestalten", erklärte Ulrike Schneider-Harpprecht, "wie das
mit den zwei Stellen letztendlich funktioniert und harmoniert,
muss sich noch zeigen."
Die 42-jährige Pfarrerin stammt aus Wiesbaden, ist verheiratet
und hat drei Kinder. Die Töchter Julia (21) und Katharina (23)
sind schon aus dem Haus. Sohn Vincent ist vierzehn Jahre alt.
Ehemann Christoph ist seit letztem Jahr Professor an der
evangelischen Fachhochschule in Freiburg. Der neue Job des
Ehemannes in der Breisgaumetropole hat die Familie letztendlich
nach Leutesheim gebracht.
Ulrike Schneider-Harpprecht hat Theologie studiert in Bethel,
Marburg und Bonn. Sie hat promoviert und trägt genauso wie ihr
Ehemann einen Doktortitel. Von 1991 bis 1998 zog es die Familie
aus beruflichen Gründen nach Brasilien. Christoph
Schneider-Harpprecht arbeitete dort an einer kirchlichen
Hochschule, seine Frau unterrichtete in der Diakonenausbildung
und an einer evangelischen Schule. Zurückgekehrt nach
Deutschland arbeitete die Pfarrerin in Bethel als Seelsorgerin
mit Menschen, die an Epilepsie leiden. Für die neue Arbeit in
Kork hat sie deshalb schon Erfahrungswerte gesammelt.
Ihr erster Eindruck von Leutesheim war gut: "Als ich mir das
Dorf vor einem halben Jahr angeschaut hab, hat ein Storch auf
dem Kirchturm geklappert und beim Einzug wurde ich sehr herzlich
empfangen", berichtete Ulrike Schneider-Harpprecht, "die
Kirchengemeinderäte haben sich unheimlich ins Zeug gelegt." Zur
Begrüßung sang der Kirchenchor, es gab Kuchen und Wein. "Ich
glaube, in Leutesheim versteht man es zu feiern", lautete die
erste Erkenntnis der neuen Pfarrerin über die Leute im Dorf. Die
Menschen hier kennen lernen und gut begleiten - das sei das
erste Ziel. "Außerdem ist die Tatsache, dass es hier einen
Kindergarten gibt, ein Geschenk. Zusammen mit den Erzieherinnen
will ich was mit den Kindern machen", erzählte Ulrike
Schneider-Harpprecht weiter. Größere Aktionen will sie mit den
Nachbargemeinden abstimmen, ansonsten aber "die Kirche schon im
Dorf lassen".
Das erste Taufgespräch hat die neue Leutesheimer Pfarrerin schon
geführt. Am Samstagabend ab 18 Uhr steht der erste öffentliche
Auftritt mit Vorabendgottesdienst und Taufe an. Dass ihre neue
Arbeit mit einer Taufe beginnt, findet sie "schon ganz passend".

Ulrike
Schneider-Harpprecht vor dem Leutesheimer Pfarrhaus.
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