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Ev. Kirchengemeinde Leutesheim
Leutesheimer Krankenpflegeverein
will Rücklagen für schlechtere Zeiten bilden
Kehl-Leutesheim
(pr). Fast 500 Christen aus Auenheim, Bodersweier, Kork,
Leutesheim und Neumühl feierten am Donnerstag gemeinsam auf dem
Festplatzgelände des Turnvereins Auenheim einen Gottesdienst im
Grünen. Das Thema lautete "Himmel auf Erden".
Der Gang ins Freie an Christi Himmelfahrt habe bei den Christen
eine lange Tradition, sagte Anke Doleschal. Für Auenheim sei es
eine große Ehre Gastgeber an einem solchem Tag zu sein, freute
sich die Pfarrerin. Peter Barall verlas die Eingangsliturgie,
sprach Dank aus für das schöne Wetter und sagte, dass man nicht
nur als Ortschaften, sondern auch als Menschen zusammenwachsen
wolle. Kollegin Renate Auffarth fand es "Einfach spitze, dass Du
da bist" und forderte im gleichnamigen Lied auf zum bewegenden
Mitsingen. Was an den dichtbesetzten Festzeltgarnituren nicht
ganz einfach war. "Passen Sie auf, dass Sie beim Klatschen die
Arme nicht zu sehr ausstrecken", rief die Pfarrerin aus
Bodersweier beim Gitarrespielen. Und anstatt zu hüpfen, wurde
eben nur mit dem Kopf genickt.
Den Part der Orgel übernahm das Blechbläser-Ensemble der
"Harmonie" Auenheim unter der Leitung von Antje Honauer. Zu
hören war auch der Auenheimer Frauenchor. Konfirmandinnen aus
Auenheimer führten einen Tanz auf.
Locker ging es zu bei diesem Gottesdienst. Es wurde viel gelacht
und geschmunzelt. Auch als Renate Auffarth auf die
"Himmelsleiter" stieg. Sie skizzierte die selbstgefälligen
Träume der Menschen, stieg die Karriereleiter empor. Der Versuch
sich selbst eine Leiter ins Glück zu bauen war auch Thema bei
einer Schriftlesung aus dem Alten Testament: Jakob träumte von
der Himmelsleiter, landete aber auf dem kalten Boden. "Jakob,
das ist jeder von uns", erklärte Anke Doleschal, "wir fallen
runter von Leitern, die wir uns selbst aufgestellt haben". Auf
der Suche nach dem Glück dieser Erde stellt uns Gott die wahre
Leiter auf, hieß es. Und: "Etwas Gutes tun - das ist mein
Himmel", so Herbert Degenhart. Der Korker Pfarrer gewährte
Einblick in Himmel und Hölle. Eine Anspielgruppe aus Kork saß
dazu an einem festlich gedeckten Tisch. In der Hölle mit
traurigen Gesichtern. Denn sie konnten mit ihren steifen Armen
all die aufgetafelten Speisen nicht essen, waren voller Hunger
und Sehnsucht. Im Himmel hatten die Theaterspieler zwar auch
steife Arme. Doch sie halfen sich einander beim Essen.
"Entscheidend ist, was man draus macht", erklärte Herbert
Degenhart, "wir selbst können entscheiden, ob Himmel oder Hölle
herrschen". Menschen säßen oftmals vor gedeckten Tischen,
verhungerten aber innerlich. Einander wahrnehmen, die
Bedürftigkeit des anderen zu erkennen - das sei der richtige Weg
zur Himmelsleiter.
"Ob Weg oder Leiter: Es gibt eine Verbindung zu Gott", sagte
Ulrike Schneider-Harpprecht. Die Pfarrerin aus Leutesheim
forderte auf, Fürbitten an Gott aufzuschreiben. Dazu erhielten
die Gottesdienstteilnehmer "blaue Wölkchen", die man später an
die Himmelsleiter klebte. Gesundheit und Frieden auf der Welt
stand oftmals auf den Zetteln. Mitglieder der
Kirchengemeinderäte lasen einige der Fürbitten vor.
Die Kollekte des gutbesuchten Gottesdienstes in Auenheim soll
einem Diakoniefond zufließen, der evangelische Gemeinden in
Jerusalem und Jordanien unterstützt.
Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es Neumühler
Flammenkuchen, Hanauer Bollensuppe sowie reichlich Kaffee und
Kuchen. Die Bodersweierer hatten eine bunte Spielkiste für
Kinder mitgebracht. Anke Doleschal dankte den fleißigen
Küchenfeen, dem Turnverein und den vielen Helfern. Der nächste
gemeinsame Gottesdienst der fünf Kehler Ortschaften wird in
Leutesheim stattfinden, sagte Anke Doleschal. Der Termin stehe
allerdings noch nicht fest, weil nächstes Jahr an Christi
Himmelfahrt Kirchentag in Berlin sei.

Peter Barall,
Anke Doleschal, Ulrike Schneider-Harpprecht, Herbert Degenhart
und Renate Auffarth gestalteten an Christi Himmelfahrt in
Auenheim gemeinsam einen Gottesdienst im Grünen, an dem über 500
Christen aus Neumühl, Auenheim, Leutesheim, Kork und Bodersweier
teilnahmen.
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